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Fehlerhafte Meldebescheinigung

von
Bell

Kann eine fehlerhafte Meldebescheinigung an die DRV
storniert oder rückgängig gemacht werden.
Bis wann kann man ggf. eine neue Meldung nachsenden.
Was muß vom AG noch beachtet werden. Wird bei einem laufenden Rentenantrag möglicherweise eine neue Berechnung der Rentenhöhe durchgeführt.

von
Agnes

§ 14 DEÜV:
Meldungen sind unverzüglich zu stornieren, wenn sie nicht zu erstatten waren, bei einer unzuständigen Einzugsstelle erstattet wurden oder unzutreffende Angaben über die Zeit der Beschäftigung, das beitragspflichtige Arbeitsentgelt, den Abgabegrund, die Beitragsgruppen, den Personengruppenschlüssel, den Tätigkeitsschlüssel oder die Betriebsnummer des Arbeitgebers enthalten.

Wenn also wirklich eine fehlerhafte Datenübermittlung erfolgt ist, muss sie unverzüglich storniert werden.
Wenn sich ergeben sollte, dass ein zu geringes Entgelt übermittelt worden ist, ist dies natürlich bei einer Rentenberechnung zu berücksichtigen.

Wie aber schon gesagt: es muss sich tatsächlich um eine fehlerhafte Meldung handeln.

Agnes

von
-_-

Was verstehen Sie unter einer &#34;Meldebescheinigung&#34;?

Haben Sie eine fehlerhafte Entgeltmeldung nach § 194 SGB VI (siehe http://bundesrecht.juris.de/sgb_6/__194.html) abgesetzt (Meldegrund 57) oder handelt es sich um eine Jahresmeldung oder Meldung bei Beschäftigungsende?

Die Berichtigung einer fehlerhaften Entgeltmeldung ist nach § 14 DEÜV unverzüglich durch Stornierung und neue, richtige Meldung vorzunehmen (http://www.gesetze-im-internet.de/de_v/__14.html).

Bei einem noch nicht entschiedenen Rentenantrag empfiehlt sich zusätzlich, die Sachbearbeitung beim Rentenversicherungsträger zu kontaktieren, damit die fehlerhafte Meldung möglichst erst gar nicht zu einer falschen Rentenberechnung führt.

von
Bell

Abgabegrund der Meldebecheinigung war 57.
Zeitraum 01.09 bis 30.09 2009.
Rentenantrag wurde am 06.10.
gestellt.Rentenbeginn ist für 01.01.2010 beantragt.Eine berichtigte Meldebescheinigung würde ein höheres Entgelt beinhalten.
Wie wird der Entgeldbetrag für die Monate Okt.bis Dez.ermittelt.Wird das vom AG oder von der DRV berechnet.
Für eine Antwort bedanke ich mich jetzt schon MfG

von
F U N

Das Entgelt wird ermittelt, in dem die letzten 12 Monate (Okt. 2008 bis Sep. 2009) zugrunde gelegt werden. Hierzu wird das Jahresentgelt 2008 aufgeteilt und es zählen 3/12 dazu kommt das Meldeentgelt 2009 (Jan-Okt). Aus der Gesamtsumme wird dann ein Durchschnittliches entgelt gebildet was dann als Vorausentgelt für die Monate Okt-Dez 2009 bei der Rentenberechnung zugrunde gelegt wird.

von
Schade

....und dieses hochgerechnete Entgelt bleibt dann bestehen, auch wenn das tatsächliche Entgelt von Okt. bis Dez höher oder niedriger ist. (diese Vorschrift hat man zur Entbürokratisierung erfunden).

Je nach RV Träger gibt es nun sicherlich unterschiedliche Auslegungen der Bestimmung.
Sie wären auf jeden Fall &#34;auf der sicheren Seite&#34;, wenn sie beantragen, dass das tatsächliche Entgelt genommen wird - dann aber erst, wenn die Jahresmeldung 2009 irgendwann im Januar (?) vorliegt; dann wird der Rentenbescheid halt erst im Jan, Febr., oder März erteilt und Sie müssten die Zeit überbrücken. Schlecht für den, der keine Ersparnisse hat (und für die Laufzeit im Hauses Ihres Trägers)

Bei &#34;meine RV Träger&#34; hat es auch schon funktioniert, die Rente ohne 2009 vorläufig zu zahlen und dann mit dem tatsächlichen Verdienst neu zu berechnen.
Nur, das hat mit &#34;Entbürokratisierung&#34; wieder überhaupt nichts mehr zu tun:-)))

von
-_-

Für die Hochrechnung der (höchstens) letzten drei Kalendermonate (10.2009 - 12.2009) vor Rentenbeginn wird das in den vorangegangenen 12 Kalendermonaten (10.2008 - 09.2009) erzielte rentenversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt zu höchstens 3/12 (für 10.2009 - 12.2009) bei der Rentenberechnung berücksichtigt, auch wenn das tatsächlich in den letzten drei Monaten erzielte Entgelt letztendlich höher oder niedriger wird. Man kann natürlich auch nur 2 oder einen Monat hochrechnen lassen. Wer im Oktober noch ein deutlich erhöhtes Entgelt erwarten würde, könnte so erreichen, dass dieses hohe Entgelt noch in den 12-Monats-Zeitraum fällt, so also die Hochrechnung für die noch verbleibenden 2 Monate vor Rentenbeginn verbessert.

Wenn aber die Entgeltmeldung mit Meldegrund 57 in Ihrem Fall irrtümlich eine falsche zu niedrige Angabe über das bis 30.09.2009 erzielte rentenversicherungspflichtige Bruttoarbeitsentgelt enthalten hat, das Entgelt in dem für die Hochrechnung zu 3/12 verwendeten Betrages also tatsächlich höher war, als der Arbeitgeber es gemeldet hat, kann das berichtigt werden. Auch die nachfolgende (dann folglich falsche) Hochrechnung für die Monate 10.2009 bis 12.2009 muss dann berichtigt werden, da sie auf fehlerhafter Grundlage beruht.

Rufen Sie gleich morgen bei der Sachbearbeitung an und teilen Sie den Fehler mit. Lassen Sie sich die Faxnummer geben. Wenn die Rente noch nicht berechnet ist, kann Ihr Arbeitgeber dann die Berichtigung zur Beschleunigung faxen, damit Sie zum Ende des Monats Januar rechtzeitig Ihre erste Rente bekommen. Ist die Berechnung schon erfolgt, beantragen Sie schriftlich die Neuberechnung und fügen den Nachweis des Arbeitgebers bei.

Experten-Antwort

Hallo Bell,

Entgeltmeldungen vom Arbeitgeber an die jeweilige Krankenkasse können grundsätzlich storniert werden, wenn sich herausstellt, dass diese falsch waren. Eine neue Entgeltmeldung kann dann abgegeben werden.
Anders ist es allerdings bei einem Rentenantrag. Hier wurde bei der Rentenantragstellung vom Antragsteller durch Unterschrift bestätigt, dass die gesonderte Meldung des Arbeitgebers herangezogen wird für die Hochrechnung weiterer in der Zukunft liegender Monate.
Selbst wenn sich herausstellt, dass das tatsächliche Entgelt höher war als das hochgerechnete Entgelt wird die Rentenberechnung mit dem hochgerechneten Entgelt erfolgen.