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Feinheiten beim Wechsel von (Teil-)EM-Rente in Alters-Rente mit 60 J. für Schwerbehinderte ?

von
Fritz

Hallo, wer kann mir bei fogenden kniffligen Fragen helfen und mir die Enscheidung erleichtern, ob und wann ich von EM in AR wechseln soll?

1.Wenn ich mit 60 J. mit Arbeiten aufhörte, brauche ich als Schwerbehinderter, der auch die anderen Bedingungen erfüllt, keine Abschläge auf die AR zu zahlen (hab ich schriftlich), aber bleibt mir auch bei späterem Antritt der AR (z.B. mit 62) die Abschlagsfreiheit garantiert ?
2.Wenn ich mit EM-Rente über 60 hinaus weiterarbeite, kann ich mir dann damit schaden? (z.B. sinken die Entgeldpunkte? )
3.Wird der Besteuerungsanteil der Rente vom Beginn der EM (54%) für die AR übernommen, oder gilt eine neuer (=höherer) ab dem Jahr des Altersrente-Beginns ?.
4.Muß ein Arbeitgeber den Wunsch in AR zu gehen sofort umsetzen, oder wieviele Monate vorher muß man das ankündigen?
Dankbar auch für Teilantworten
&#34;Fritz&#34;

von
F U N

Hallo Herr Fritz,
zu Frage 1: Sofern Sie die EM-Rente, die sie mit Abschlägen haben, über das 60 Lbj. hinaus in Anspruch nehmen, haben die die verbrauchten Abschläge auch in der zukünftigen Altersrente.
Selbst dann wenn Vertrauensschutz für die AR f.schw.beh. Menschen vorliegen würde.
zu Frage 2: Die Entgeltpunkte können nicht sinken, wenn im Anschluß der EM-Rente innerhalb von 24 Monaten eine andere / weitere Rente gezahlt wird.
Durch Beschäftigungszeiten kann die Rente aber ggf. noch steigen.
zu Frage 3: Der Besteuerungsanteil der Rente bleibt quasi der gleiche, wenn nahtlos eine Altersrente bezogen wird.
zu Frage 4: Sie haben mit dem AG ein Vertragsverhältnis (Arbeitsvertrag) geschlossen. Es gebührt sich sicherlich hier diesen Vertrag rechtzeitig zu kündigen oder mit dem AG eine Auflösungsvereinbarung zu schließen.

von
In Kürze

1. JA
2. NEIN
3. Bitte Finanzamt fragen
4. Hierüber könnte der Arbeitsvertrag Auskunft geben.

Experten-Antwort

Zu 1: Auch das sollten Sie bei Ihrem Rentenversicherungträger erfragen und sich (wie bei der Altersrente bei Erwerbsminderung bzw. Schwerbehinderung) bescheinigen lassen.

Zu 2 und 3: Siehe Vorbeiträge.

Zu 4: Wenn Sie eine Altersrente in Anspruch nehmen wollen, sollten Sie dies sicherlich mit Ihrem Arbeitgeber im Vorfeld klären und auch vorher das Arbeits- bzw. Beschäftigungsverhältnis kündigen. Die Kündigungsfristen gelten meines Wissens in diesem Falle nicht. Fragen Sie jedoch besser direkt bei Ihrem Arbeitgeber nach. In diesem Zusammenhang verweise ich auf meine Antwort zu Punkt 1. Lassen Sie sich eine Bescheinigung von Ihrem Rentenversicherungsträger über den für Sie frühestmöglichen Altersrentenbeginn mit und ohne Abschläge ausstellen, um so auf der sicheren Seite zu sein, bevor Sie mit dem Arbeitgeber über die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses sprechen.
Wenden Sie sich an die Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträger, damit der Kollege/die Kollegin dort eine entsprechende Bescheinigung von der Sachbearbeitung für Sie anfordern kann.

von
Aha

Nur zu 1.:

Wenn Sie tatsächlich vor dem 17.11.1950 geboren sind und bereits am 16.11.2000 SchwBG, BU oder EU waren und dies noch oder wieder sind, dann sollten Sie die AR mit Vollend. des 60.Lj. in Betracht ziehen (der Abschlag würde dann von max. 10,8 auf 0,0 sinken - mit jedem Monat, in welchem Sie die EM über 60 weiter beziehen &#39;verfestigt&#39; sich der Abschlag! Gehen Sie also z.B. mit 61 Jahren schreiben Sie 3,6% Abschlag fest!!!)

zu 2.-4. siehe Vorredner!

von
mialein

Hallo,
eine Anwort auf die 3. Frage würde mich auch interessieren. Bevor jetzt der Run auf die Finanzämter losgeht, gibt es hier vielleicht jemand, der das weis.
Es geht doch darum, ob bei Umwandlung von EMR in AR der ursprüngliche Steuersatz lebenslang bleibt, oder der Satz zum Zeitpunkt des Beginns der AR maßgebend ist.
Ich glaube, daß interessiert viele und könnte vielleicht kurz beanwortet werden, auch ohne Hinweis auf &#34;falsches Forum&#34;.
Danke im voraus

von
Pascal

Frage 3:
Wird der Besteuerungsanteil der Rente vom Beginn der EM (54%) für die AR übernommen, oder gilt eine neuer (=höherer) ab dem Jahr des Altersrente-Beginns ?.

Es bleibt bei den 54% bei allen Nachfolgerenten, also Altersrente, Witwenrente.

Hatten wir im Forum aber schon mehrmals.

Pascal

von
mialein

Hallo,
herzlichen Dank Pascal für die schnelle Anwort und
freundliche Grüße

von
Pascal

Hallo mialein,

siehe ausführlich auch hier:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_123866/SharedDocs/de/Inhalt/02__Rente/08__rentensteuer/steuer__rentenbesteuerung.html

Pascal