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Feststellung Erwerbsm. bis zu 3 Jahre rückwirkend wg. Reha?

von
hilfmirbitte

Guten Tag zusammen,

ich überlege auch, einen Antrag auf Erwerbsminderung zu stellen.
Plage mich seit Jahren, und packe es einfach Vollzeit nicht mehr.
Ich wäre mit einer halben EM-Rente zufrieden,
da ich ja noch bis zu 6h am Tag arbeiten könnte.
Aber halt Vollzeit nicht mehr.

Frage:
Ich war 2008 auf Reha. Meine Krankheit habe ich (40) schon seit 20 Jahre. Doch seit 3 Jahren (also nach der Reha) ist es immer schlimmer geworden. Nur Noch Teilzeitarbeit, Krankengeld, ALG1, Krankenhaus etc.

Wenn ich jetzt einen Antrag abgebe, prüft ja der Rententräger, ab wann diese EM eingetreten ist. Wie stehen die Chancen, dass dieser Rehatermin als Berechnungsbasis genommen wird?
Seit dieser Reha habe ich mich ja 3 Jahre praktisch nur über Wasser gehalten, und kaum verdient.
Was könnte ich tun, damit dieses Reha als Stichtag zählt?
Ich erwarte eh nur ne halbe Rente auf Zeit.

Vielen lieben Dank!

von
NBGFUN

Hallo,
der sogenannte "Leistungsfall" für eine EM-Rente wird ausschließlich über den med. Dienst bei der Rentenversicherung festgestellt. Dies ist kein Wunsch- oder Wahldatum (-zeitraum).
Sofern bei rückwirkender Betrachtung beireits zum damaligen Zeitpunkt Erwerbsminderung vorlag, kann die Rentenversicherung dies als Berechungsdatum für die Rente heran ziehen. Die Rente beginnt dann aber frühestens ab dem Folgemonat nach der Antragstellung.
In der Regel wird jedoch im Anschluß an eine med. Reha das Leistungsbild für den Versicherten im Rahmen des Abschlußberichts festgestellt. Sollte hierbei ein negatives Leistungsbild eingetreten sein, erhält der Versicherte in der Regel ein Angebot zur Umwandlung des Reha-Antrags in einen Rentenantrag.

von
-_-

:P

Zitiert von: hilfmirbitte

Was könnte ich tun, damit diese Reha als Stichtag zählt?

Nichts!
Den Leistungsfall legt der medizinische Sachverständige der Deutschen Rentenversicherung fest. Das ist kein "Wunschkonzert". Wenn Sie den Bescheid haben, können Sie Widerspruch einlegen, sofern Sie nicht einverstanden sind.

Experten-Antwort

Hallo hilfmirbitte,

im Rentenantragsverfahren prüft der Rentenversicherungsträger, ob Erwerbsminderung im Sinne des Gesetzes vorliegt. Dies geschieht in der Regel in Form einer ärztlichen Begutachtung durch Ärzte des Rentenversicherungsträgers oder Befundberichte der behandelnden Ärzte.
Auch werden Entscheidungen getroffen durch Auswertung von Entlassungsberichten einer durchgeführten Rehabilitationsmassnahme. Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass auf einen Entlassungsbericht zurückgegriffen wird, der bereits ca. 3 Jahre alt ist.
Sollte sich aus einem Entlassungsbericht ergeben, dass der Betreute bereits so massiv erkrankt ist, dass eine Einschränkung des Leistungsvermögens vorliegt, würde der Rentenversicherungsträger nach Auswertung des Berichtes zu einer sofortigen Rentenantragstellung auffordern. Ob und inwieweit bei Ihnen eine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit vorliegt, kann nur im Einzelfall geprüft werden. Wir empfehlen Ihnen jetzt einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen, da nur so über eine mögliche Erwerbsminderung entschieden werden kann.