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Fibromyalgie

von Sonja05.12.2008 | 00:09
2119 Ansichten
3 Antworten

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Während meiner Reha hat mir der Klinikpsychologe gesagt, daß Fibromyalgie und Rente wie Feuer und Wasser wären. Was ist davon zu halten? Es würde auf diese Diagnose niemals Rente gewährt werden. Das kann doch wohl nicht wahr sein!

3 Antworten

Corlettoam 05.12.2008 | 06:57
Naja, so ganz Unrecht hat der Psychologe da wohl - leider - nicht. Was er Ihnen gesagt hat, ist aber lediglich als allgemeine Aussage zu werten und ist immer aufgrund der Beschwerden/Einschränkungen Einzelfall abhänging. Fibromyalgie ist ja bis heute nicht einduetig zu diagnostizieren und das Krankheitsbild ist sehr vielfältig und im Einzellfall auch sehr unterschiedlich stark ausgepägt. Aufgrund der nicht klar durchzuführenden Diagnostik, gibt es regelmässig sicherlich Schwierigkeiten " nur " wegen dieser Erkrankung eine EM-Rente zu erhalten. Sie sollten auch nicht die Diagnose an sich , sondern ihre BESCHWERDEN und EINSCHRÄNKUNGEN in der Vordergrund einbringen und gerade bei Fibromyalgie haben die meistens Leute - eben weil Sie mehr oder weniger als Simulanten hingestellt werden - grosse psychische Probleme ( Depressionen, Ängste, Panikattacken etc. pp ) Und DIESE Erkrankungen der Fibromyalgie führen häufig zu einer EM-Rente. siehe Wikipedia dazu : Die Diagnose einer Fibromyalgie gestaltet sich recht schwierig, da sowohl Röntgenbilder wie auch Laborwerte keinen eindeutigen Aufschluss geben. Eine Diagnose kann somit letztendlich nicht immer sicher gestellt werden Die Existenz der Fibromyalgie ist insbesondere hinsichtlich ihres Krankheitswertes bis heute höchst umstritten. Allerdings gibt es durchaus zunehmend Indizien, dass es sich um eine reale Erkrankung mit organischen Ursachen handeln könnte. Obwohl schon früher zahlreiche, im Einzelnen jedoch nicht unumstrittene - z. B. hinsichtlich der Spezifität -, organische Befunde festgestellt wurden, haben erst moderne bildgebende Verfahren, welche Echtzeit-Einblicke in Bereiche des ZNS ermöglichen, deutliche Abweichungen, z. B. in der Schmerzwahrnehmung aufgezeigt. Diese Erkenntnisse wurden verschiedentlich bestätigt. Daher ist die Existenz der Schmerzwahrnehmung in Fachkreisen mittlerweile etwas weniger umstritten, was jedoch nicht für deren Ursache gilt. Auch wenn sich daraus für die Diagnostik (auf Grund der Kosten) oder die Therapie nicht direkt verwertbare Erkenntnisse bieten, sind die Betroffenen wenigstens den ihnen oftmals entgegengebrachten Vorwürfen (z. B. Simulation, Hypochondrie, Hysterie) nicht mehr ganz im früher anzutreffenden Umfang ausgesetzt. Jedoch ist mit einer erheblichen Latenz zu rechnen, bis sich diese noch relativ neuen Erkenntnisse auch tatsächlich breit durchsetzen.
Schadeam 05.12.2008 | 08:20
ich verstehe überhaupt nicht, warum Sie überhaupt hier im Forum nachfragen. Ein Psychologe hat Ihnen gesagt, dass er Ihnen die Rente nicht bewilligen würde und hat das als "Privatmeinung" geäußert. Das ist doch OK, überhaupt nicht schlimm und sagt doch wenig über Ihre Chance auf Rente- wenn Sie denken, dass Sie Rente bekommen müssten, werden Sie auch einen Arzt finden, der zu Ihnen sagt, "Ihnen steht auf jeden Fall Rente zu" und über diese Privatmeinung würden Sie sich auch nicht aufregen. Erst im Rentenverfahren wird die DRV entscheiden und dann wissen Sie, ob sich die Einschätzung des Psychologen mit dieser Entscheidung deckt oder nicht.
Marionam 05.12.2008 | 09:19
Hallo Sonja, in der Vergangenheit wurde bei Patientinnen, bei denen keine klare Diagnose gestellt werden, oft der Begriff "Fibromyalgie" gesetzt. Und der wird bei vielen Ärzten mit "Simulantin" gleichgesetzt. Dass Fibromyalgie-Erkrankte unter schweren Schmerzen leiden und unter einem erheblichen Leidensdruck stehen, wird oft nicht wahrgenommen und von vielen Medizinern geleugnet. Nach dem Motto: Was man nicht klar diagnostizieren kann, ist keine Krankheit. Dass dem nicht so ist, davon können zahlreiche Erkrankte in vielen Selbsthilfegruppen berichten.
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