Fiktives Entgeld

von
Bernd E.

Seit Mai erhalte ich keinen Arbeitslohn mehr. Zum 1.10. ist nun die Insolvenz bestätigt worden. Mein Arbeitsverhältnis endet voraussichtlich zum 30.11. (Kündigungsschutzklage anhängig). Iche werde wohl keinen Cent Arbeitslohn mehr für die gesamte Zeit erhalten.

Zählt nun die gesamte Zeit, auch bei Zahlung von ALG und Isogeld, als fiktives Entgeld im Sinne der Rentenversicherung?

Experten-Antwort

Zeiten des Bezuges des Arbeitslosengeldes sind in der gesetzl. Rentenversicherung Beitragszeiten.
Ihr Rentenversicherungsschutz mit all seinen Vorteilen bleibt während der Insolvenzgeldzahlung voll bestehen.
Wenn Arbeitnehmer aufgrund der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers ihre Löhne in den letzten drei Monaten vor der Insolvenz nur noch teilweise oder gar nicht mehr erhalten haben, zahlt die Agentur für Arbeit unter bestimmten Voraussetzungen die ausstehenden Gehaltsansprüche in Form von Insolvenzgeld. Bedingung: Innerhalb von zwei Monaten nach Eintritt des Insolvenzereignisses muss ein entsprechender Antrag des Arbeitnehmers bei der Agentur für Arbeit eingehen. Daneben bezahlt die Arbeitsagentur auch die für den Insolvenzgeld-Zeitraum rückständigen Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und sozialen Pflegeversicherung. Betroffene sind so durchgehend bei Erwerbsminderung geschützt, können bei gesundheitlichen Problemen Rehaleistungen erhalten und haben keine Einbußen bei der späteren Altersrente.
Mehr Informationen zum Insolvenzgeld gibt es bei den örtlich zuständigen Arbeitsagenturen.

von
Bernd E.

Ich wollte nachfragen:
1. gilt das Fiktive Entgeld (volle Arbeitsentgeldhöhe) auch für die zwei Monate, welche vor und nicht durch das Insolvenzgeld abgedeckt sind
2. gilt das Fiktive Entgeld (volle Arbeitsentgeldhöhe) auch für die Monate nach der Insolvenz, wenn der Arbeitsvertrag weiter gilt und nur ALG gezahlt wird