Fiktives Gehalt

von
Wolf

Wie wird die Einstufung eines Berufs ermittelt?
Viele Berufsbezeichnungen sind neu und werden durch die Kombination mehrerer erlernter Berufe dotiert, sehr gängig im EDV-Bereich.
Entsprechende Berufsbezeichnungen werden z.B. beim Arbeitsamt in annähernde, aber nicht zutreffende Schubladen eingeordnet.
Kann die Berechnung eines fiktiven Verdienstes auch anhand des Verdienstes der letzten Jahrzehnte ermittelt werden?

von
-_-

Mir erschließt sich nicht, was diese Frage mit "Altersvorsorge" gemein hat. Ich fürchte, Sie sind damit im falschen Forum.

von
Wolf

Sorry, die Fragen beziehen sich auf die Berufsunfähigkeit.
Wurde jahrzehnte lang ein hohes Einkommen über einen nicht zu definierenden Beruf (Manager)erzielt, anschließend für 2 Jahre eine minderwertige Tätigkeit (Nicht-Manager) gezahlt (durch bestimmte Umstände und dann Krankheit aber kaum ausgeübt), wonach wird a) die Berufsunfähigkeit ermittelt und b) das zugrundelegende Einkommen?

von
Harald

Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit
gibt es nur noch für Versicherte, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind.

Zur Frage a)
wer berufsunfähig ist, ergibt sich aus dem Gesetz (§ 240 SGB VI):
"Berufsunfähig sind Versicherte, deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zur Erwerbsfähigkeit von körperlich, geistig und seelisch gesunden Versicherten mit ähnlicher Ausbildung und gleichwertigen Kenntnissen und Fähigkeiten auf weniger als sechs Stunden gesunken ist. Der Kreis der Tätigkeiten, nach denen die Erwerbsfähigkeit von Versicherten zu beurteilen ist, umfasst alle Tätigkeiten, die ihren Kräften und Fähigkeiten entsprechen und ihnen unter Berücksichtigung der Dauer und des Umfangs ihrer Ausbildung sowie ihres bisherigen Berufs und der besonderen Anforderungen ihrer bisherigen Berufstätigkeit zugemutet werden können. Zumutbar ist stets eine Tätigkeit, für die die Versicherten durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben mit Erfolg ausgebildet oder umgeschult worden sind. Berufsunfähig ist nicht, wer eine zumutbare Tätigkeit mindestens sechs Stunden täglich ausüben kann; dabei ist die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen."

Zur Frage b)
falls damit die Höhe der Rente gemeint sein sollte:
Die Berechnung erfolgt im wesentlichen nach den im gesamten Berufsleben erzielten Bruttoverdiensten. Auf die Tätigkeit kommt es hier nicht an.

Sollten Ihre Fragen allerdings im Zusammenhang mit einer privaten BU-Versicherung stehen, müssten Sie sich anderweitig kundig machen.

Harald