Finanztest 11/2007-Riesterrente

von
Nix

Hallo, liebe Forum-User!
Da ich selbst bei einem RV-Träger arbeite, habe ich seinerzeit die Riesterrente über die VBL abgeschlossen als VBL-Extra-Rente.

Nunmehr veröffentlicht Finanztest 11/2007 die Ergebnisse der verschiedenen Fonds-Riesterrenten etc. der einzelnen Fondsgesellschaften.
Weiss einer, wie hoch eigentlich "unsere VBL-Extra-Riesterrente" bei der Rendite abschneidet?

Soll man diese eventuell kündigen und in eine Uni-Profirente oder DWS-Riesterrente-Premium einsteigen?
Kann man das angesparte Kapital aus der VBLextra übertragen?
Welche Kosten sind mit einem Anbieter-Switch eventuell verbunden?
Wer kennt sich aus?
Gruss
Nix

von
Franck

Hallo Nix,

Sie können "Riester-Geld" innerhalb der vier verschiedenen Sparformen wechseln. Der Wechsel ist meist kostenpflichtig. Fragen Sie bei der VBL nach, was ein Wechsel kostet.

Ob das Riester-Angebot über die VBL gut ist kann ich nicht beurteilen, jedoch haben Sie (oder Ihr Berater) einen "kapitalen Bock" geschossen.

Wenn Sie Riester über den Betrieb machen (wie hier gesehen) so sind die Zahlungen im Rentenalter zu verbeitragen.

Hätten Sie Riester privat gemacht, so fallen keine Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung an.

Gruß

Frank J. Kontz

Experten-Antwort

Getestet wurden in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest 11/2007 private Riesterrentenversicherungen. Die VBL-Extra ist ein betriebliches Altersvorsorgeprodukt.

Betriebliche Altersvorsorgeprodukte zeichnen sich häufig durch geringe Verwaltungskosten aus. So betragen die Verwaltungskosten der VBL nach unserer Kenntnis zur Zeit nur 3 Prozent. Ferner garantiert die VBL-Extra eine Garantieverzinsung von aktuell 2,75 Prozent. Im Hinblick auf den Vertragsabschluss werden keine Provisionen an Außendienstmitarbeiter der VBL fällig, die von Ihren Spargeldern abgezogen werden müssten. Die VBL bietet darüber hinaus den Vorteil, dass Sie die Förderwege (Riester - Entgeltumwandlung, falls tariflich zugelassen) wechseln bzw. parallel ausüben können. Sofern das Beschäftigungsverhältnis im öffentlichen Dienst enden würde, besteht die Möglichkeit die Versicherung freiwillig fortzuführen. Alles in einer Hand sozusagen.

In der Tat ist zur Zeit das Handicap bei betrieblichen Altersvorsorgeprodukten darin zu sehen, dass im Rentenfall volle Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung von Pflichtversicherten geleistet werden müssen. Ob es aber ein entscheidender Nachteil der betriebliche Vorsorgeform ist sei dahingestellt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen werden auch zukünftig kaum so bleiben wie sie heute sind. Vergleichen kann man die Produkte am Besten, wenn man die garantierten Rentenleistungen vergleicht. Sie müssten sich folglich ein Alternativangebot einholen und den Vergleich ziehen.
Detailfragen zum Verfahren bitten wir an den Anbieter zu stellen.

von
Amadé

Unser Bundesinnenminister hat sich mal wieder zu Wort gemeldet. Rechnen Sie lieber mit der Rente mit 70.

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=72886&dekade=1

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=72902&dekade=1

Warum ist das wichtig hinsichtlich der VBLextra?

Nun, dieses Produkt ist mit Gedeih und Verderb an den Bezug einer Rente aus der Gesetzlichen Rentenversicherung gekoppelt. Ein vorheriger Bezug (ab 60. Lebensjahr) ist bei einem VBL-Produkt nur beim Produkt VBLdynamik möglich.

Eines der kapitalsten Fehler, die man machen kann ist es, betrieblich zu riestern.

Übrigens: Nach der Satzung der VBL können Sie die VBLextra leider nicht kündigen, sondern nur beitragsfrei stellen.

von
Amadé

Triumphierend wird hier heute widerrufen, dass die Lebensarbeitszeit weiter verlängert wird.

http://www.ihre-vorsorge.de/Rente-mit-67-bleibt.html

Nun, dafür kommt aber dieses:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,518767,00.html

Was ist nun besser, Teufel oder Beelzebub? Oder doch lieber alles Beide?