Finde keinen Minijob bei EM-Rente! Brauche zuverdienst!

von
alfi

Guten lieben Tag!
Ich beziehe seit 6 Monaten eine kleine volle EMR auf Zeit. Lt. Rentenauskunft eine Arbeitsmarktrente, da mir das Amt damals in ALG1 und halber EMR keinen Job vermitteln konnte.
Ich selbst finde seit über 6 Monaten einen Minijob. Alle lehnen ab, wenn Sie hören (Erwerbsgemindert, Schwerbehindert, nur max. unter 3 h pro Tag, max. 450Euro).

Ich brauche jedoch einen Hinzuverdienst.

Wie einige hier, könnte ich auch in ein Unternehmen als Teilhaber einsteigen.
Könnte dort ein paar Stunden am Tag mithelfen. Wäre beschäftigt.
Müßte nur einen Geldbetrag ins Unternehmen einbringen, und würde dann als Teilhaber mit max. 450Euro pro Monat vergütet.

Wäre das legal, ohne meine EMR zu verlieren???

danke an alle

von
Sachbearbeiter DRV Bereich Reha

Bis zu 450€ können Sie unschädlich hinzuverdienen.

Nach einem geeigneten Minijob können Sie suchen unter:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/node.html

von
Schade

Auch ein Gewinn aus einer Selbständigkeit ist bei maximal 450 € kein Problem.

Ob dann irgendjemand bei der DRV prüft, bzw. prüfen kann in welchem Umfang Sie selbständig tätig sind und sich vielleicht die Frage stellt ob ein Selbständiger dann noch voll erwerbsgemindert ist, kann niemand im Forum wissen.....

von
...

Sie müssen doch nicht auf 450€ Basis gehen. Sie können doch 3-6 Std. tgl arbeiten. Die volle Erwerbsminderungsrente gibts ja nur, weil Sie keinen Teilzeitjob haben. Schauen Sie über den Tellerrand und evtl finden Sie eine Teilzeitstelle mit max 6 Std./tgl.
Ihre Rente wird dann zwar gekürzt, aber dafür verdienen Sie auch mehr.

von
Meister

Verstehe auch nicht warum Sie so fixiert auf nur einen Minijob sind. Da Sie nur teilweise erwerbsgemindert sind können / sollen Sie ja eigentlich auch halbe Tage ( mehr als 3 , aber unter 6 Studnen ) arbeiten. Natürlich sind die Chacnen so einen Job auch zu bekommnen nun auch nicht gerade gross. Aber versuchen Sie doch einfach in dieser Richtung etwas zu bekommen.

von
alfi

Zitiert von: ...

Sie müssen doch nicht auf 450€ Basis gehen. Sie können doch 3-6 Std. tgl arbeiten. Die volle Erwerbsminderungsrente gibts ja nur, weil Sie keinen Teilzeitjob haben. Schauen Sie über den Tellerrand und evtl finden Sie eine Teilzeitstelle mit max 6 Std./tgl.
Ihre Rente wird dann zwar gekürzt, aber dafür verdienen Sie auch mehr.

Hallo.
Ich habe doch ewig lange nach einer Teilzeitstelle gesucht. Privat und über das Amt.
Immer Ablehnung WG. Schwerbehinderteneigenschaft bzw. Teilrente.
Später bei Vollrente wäre beim Minijob auch so.
Deshalb ja die Variante einer Teilhaberschaft.

von
Elfie

Kann ich gut nachvollziehen, aus eigener Erfahrung.

Würden Sie als Personalsachbearbeiter so eine Person mit Schwerbeschädigtenausweis und EM-Rente einstellen?

Stellen Sie sich mal vor, die Sache geht mit einer solchen Person in die Hose.

Dem Personalsachbearbeiter würde man gravierende Vorwürfe machen. Wie konnten Sie nur eine solche Person einstellen? Zumal ja Schwerbeschädigte besonderen Kündigungsschutz genießen.

Darüber hinaus ist auch zu beachten, daß die Firmen wenig an solchen Mini-Jobbern verdienen. Dies trotz Ersparnissen bei Steuern und Sozialabgaben.

Gerade Zeitarbeitsfirmen verdienen mehr an Teilzeit- oder Vollzeitkräften, zumal die vielleicht vom Arbeitsamt mit Bildungsgutscheinen oder sonstigen Unterstützungsmaßnahmen gefördert werden.

Man ist mit einer EM-Rente und Schwerbeschädigtenausweis bei einer Arbeitssuche fast schon gezeichnet und hat schlechte Karten.

Dies gilt sicherlich nicht generell für alle EM-Rentner, die Arbeit suchen. Wenn man besondere Qualifikationen hat, mag die Arbeitssuche keine Probleme bereiten. Aber für die meisten Arbeitssuchende mit diesen Voraussetzungen (EM-Rente, Schwerbeschädigtenausweis) auf alle Fälle

von
Frau Paul

Zitiert von: Elfie

Kann ich gut nachvollziehen, aus eigener Erfahrung.

Würden Sie als Personalsachbearbeiter so eine Person mit Schwerbeschädigtenausweis und EM-Rente einstellen?

Stellen Sie sich mal vor, die Sache geht mit einer solchen Person in die Hose.

Dem Personalsachbearbeiter würde man gravierende Vorwürfe machen. Wie konnten Sie nur eine solche Person einstellen? Zumal ja Schwerbeschädigte besonderen Kündigungsschutz genießen.

Darüber hinaus ist auch zu beachten, daß die Firmen wenig an solchen Mini-Jobbern verdienen. Dies trotz Ersparnissen bei Steuern und Sozialabgaben.

Gerade Zeitarbeitsfirmen verdienen mehr an Teilzeit- oder Vollzeitkräften, zumal die vielleicht vom Arbeitsamt mit Bildungsgutscheinen oder sonstigen Unterstützungsmaßnahmen gefördert werden.

Man ist mit einer EM-Rente und Schwerbeschädigtenausweis bei einer Arbeitssuche fast schon gezeichnet und hat schlechte Karten.

Dies gilt sicherlich nicht generell für alle EM-Rentner, die Arbeit suchen. Wenn man besondere Qualifikationen hat, mag die Arbeitssuche keine Probleme bereiten. Aber für die meisten Arbeitssuchende mit diesen Voraussetzungen (EM-Rente, Schwerbeschädigtenausweis) auf alle Fälle

Ganz meine Meinung. Minijobber werden meist nur als Springer eingestellt und eingesetzt wenn eine Vollzeitkraft ausfällt. Wenn die Produktion nachläßt schmeißt man zuerst die Mini-Jobber raus.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo alfi,

Sie erhalten eine arbeitsmarktbedingte Rente wegen voller Erwerbsminderung, da Sie nach den Feststellungen Ihres Rentenversicherungsträgers noch mindestens drei aber weniger als sechs Stunden täglich arbeiten können und Sie keinen Teilzeitarbeitsplatz haben. Sie sind nicht total erwerbsunfähig, sondern Ihre Leistungsfähigkeit ist nur teilweise eingeschränkt. Dieses verbliebene Leistungsvermögen können und sollten Sie möglichst auch noch in einer Erwerbstätigkeit einsetzen. Dabei ist es egal, ob es sich um eine abhängige Beschäftigung oder eine selbständige Tätigkeit handelt.

Erzielen Sie einen Gewinn bzw. erhalten Sie ein Arbeitsentgelt bis zu 450,00 Euro ist dies erst einmal unschädlich für den Anspruch auf die Rente wegen voller Erwerbsminderung. Der Rentenversicherungsträger wird jedoch möglicherweise Ihre tägliche Arbeitszeit prüfen.

Arbeiten Sie täglich mehr als drei Stunden, hätten Sie nur noch einen Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung. Die Rente wäre dann zwar niedriger, aber Sie können dafür mehr als 450,00 Euro hinzuverdienen.

Für einen Überblick zu den Hinzuverdienstgrenzen empfehlen wir Ihnen die Broschüre der Deutschen Rentenversicherung: "Erwerbsminderungsrentner - So viel können Sie hinzuverdienen", die Sie unter

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/erwerbsminderungsrentner_hinzuverdienen.html

abrufen können.