Flexirente

von
iwen1219

Seit dem 01.02.2018 habe ich neben meiner Erwerbstätigkeit eine Teilrente Flexirente erhalten. Der Hinzuverdienst wurde jeweils gezwöfltet. Mein Arbeitsverhältnis habe ich zum 01.07.2019 beendet. Was für 2019 auch in Ordnung ist. Ab 01.01.2020 habe ich daher dann keinen Hinzuverdienst mehr.

Auf Nachfrage beim Rentenversicherungsträger , was ich jetzt tun muss, wurde mir empfohlen eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst der Rente ab dem 01.01.2020 vornehmen zu lassen.
Daraufhin habe ich einen Bescheid bekommen, dass
eine Neuprüfung des jährlichen Hinzuverdienstes erst zum nächsten Juli erfolgt und bis dahin als Teilrente bestehen bleibt.

Allerdings verstehe ich nicht: Im November 2018 wurde ich aufgefordert eine Prognose des Hinzuverdienstes für 2019 abzugeben. Dieser Aufforderung bin ich nachgekommen. Dazu habe ich im Dezember 2018 einen geänderten Teilrentenbescheid ab 01.01.2019 erhalten. Warum wird meine Hinzuverdienstprognose Einkommen "0" €, das entspricht einer Einkommensveränderung von 100 %, für 2020 nicht berücksichtigt und ein neuer Rentenbescheid ab 01.01.2020 erteilt?

Mit der Teilrente wegen Hinzuverdienst bekomme ich keine Anschlussfinanzierung für unser Wohneigentum. Mit der Vollrente und der Rente aus der Zusatzversorgung gibt es keine Probleme bei der Finanzierung. Die Rente aus der Zusatzversorung bekomme ich auch erst dann, wenn ich einen Bescheid über die Altersrente für besonders langjährige Versicherte bekomme.

Mit meinen Nerven bin ich nun fast am Ende und das nach 49 Arbeitsjahren.

Bitte um Informationen zum Sachverhalt.

Vielen Dank.

Experten-Antwort

Hallo iwen 1219,

die Deutsche Rentenversicherung stellt eine Prognose auf, welchen Hinzuverdienst Sie voraussichtlich im laufenden und im folgenden Kalenderjahr haben werden. Einmal im Jahr wird Ihr Hinzuverdienst rückwirkend überprüft.
Zunächst wird also das erwartete Einkommen mit dem Freibetrag von 6.300,- Euro verglichen und die Rente dann für die Zeit vom 1. Juli desselben und vom 1. Januar des kommenden Jahres an festgesetzt.
Im Folgejahr wird dann zum 1. Juli die Prognose mit dem tatsächlich von Ihnen erzielten Hinzuverdienst centgenau verglichen (sog. Spitzabrechnung). Ergibt sich nun eine Überzahlung, müssen Sie diese zurückzahlen. War die Rente bisher zu niedrig festgesetzt, bekommen Sie die Nachzahlung ausgezahlt.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
Nachfrage

Zitiert von: iwen1219
Seit dem 01.02.2018 habe ich neben meiner Erwerbstätigkeit eine Teilrente Flexirente erhalten. Der Hinzuverdienst wurde jeweils gezwöfltet. Mein Arbeitsverhältnis habe ich zum 01.07.2019 beendet. Was für 2019 auch in Ordnung ist. Ab 01.01.2020 habe ich daher dann keinen Hinzuverdienst mehr.

Auf Nachfrage beim Rentenversicherungsträger , was ich jetzt tun muss, wurde mir empfohlen eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst der Rente ab dem 01.01.2020 vornehmen zu lassen.
Daraufhin habe ich einen Bescheid bekommen, dass
eine Neuprüfung des jährlichen Hinzuverdienstes erst zum nächsten Juli erfolgt und bis dahin als Teilrente bestehen bleibt.
...

Flexirente bedeutet ja, dass Sie zwischen 10% und 99% Ihrer Rente erhalten, um höheren Hinzuverdienst haben zu dürfen.
Haben Sie denn mit dem Antrag auf Neuberechnung gleichzeitig einen Antrag auf 100% Rente ab 01.01.2020 gestellt??
Denn das könnte ja vielleicht die Lösung Ihres Problems sein.
(Unabhängig davon, dass Ihr Hinzuverdienst aus 2019 natürlich noch geprüft wird).

von
iwen1219

Vielen Dank, für die Anworten.
Also stelle ich jetzt noch einen Antrag auf 100 % Altersrente wegen Wegfall des Hinzuverdienstes ab 01.01.2020.
Natürlich muss ja die Spitzabrechnung für das Jahr 2019 dann noch erfolgen.

von
Zusatzfrage

Zitiert von: Nachfrage
Zitiert von: iwen1219
Seit dem 01.02.2018 habe ich neben meiner Erwerbstätigkeit eine Teilrente Flexirente erhalten. Der Hinzuverdienst wurde jeweils gezwöfltet. Mein Arbeitsverhältnis habe ich zum 01.07.2019 beendet. Was für 2019 auch in Ordnung ist. Ab 01.01.2020 habe ich daher dann keinen Hinzuverdienst mehr.

Auf Nachfrage beim Rentenversicherungsträger , was ich jetzt tun muss, wurde mir empfohlen eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst der Rente ab dem 01.01.2020 vornehmen zu lassen.
Daraufhin habe ich einen Bescheid bekommen, dass
eine Neuprüfung des jährlichen Hinzuverdienstes erst zum nächsten Juli erfolgt und bis dahin als Teilrente bestehen bleibt.
...

Flexirente bedeutet ja, dass Sie zwischen 10% und 99% Ihrer Rente erhalten, um höheren Hinzuverdienst haben zu dürfen.
Haben Sie denn mit dem Antrag auf Neuberechnung gleichzeitig einen Antrag auf 100% Rente ab 01.01.2020 gestellt??
Denn das könnte ja vielleicht die Lösung Ihres Problems sein.
(Unabhängig davon, dass Ihr Hinzuverdienst aus 2019 natürlich noch geprüft wird).

Die Teilrente ergibt sich doch im Regelfall, automatisch aus dem über 6300 € jährlich liegenden Hinzuverdienst, außer der Vers. hat im Vorfeld direkt eine prozentuale Teilrente beantragt.
Wenn dieser Hinzuverdienst wegfällt und das dem Rententräger mitgeteilt wird, wieso sollte dann erneut ein Antrag auf Vollrente gestellt werden müssen?
Wo findet sich denn dafür die Rechtsgrundlage?

von
Siehe hier

Zitiert von: Zusatzfrage

Die Teilrente ergibt sich doch im Regelfall, automatisch aus dem über 6300 € jährlich liegenden Hinzuverdienst, außer der Vers. hat im Vorfeld direkt eine prozentuale Teilrente beantragt.
Wenn dieser Hinzuverdienst wegfällt und das dem Rententräger mitgeteilt wird, wieso sollte dann erneut ein Antrag auf Vollrente gestellt werden müssen?
Wo findet sich denn dafür die Rechtsgrundlage?

Wenn eine Flexirente beantragt war, mit zum Beispiel 50%, gilt eine höhere Zuverdienstgrenze als bei einem 100%-Rentner.
Wenn für diese 50%-Flexirente nur eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst angefragt wird, erhöht sich dadurch die Flexirente nicht automatisch auf 100%.

Weitere Informationen zur Flexirente finden Sie hier:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/flexirente_das_ist_neu_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=2

von
iwen1219

Eigentlich sind es doch 2 Paar Schuhe: Die Spitzabrechnung für das Jahr 2019 und die Gewährung meiner Altersrente ab dem 01.01.2020 ???

Wie ich schon in meinem ersten Beitrag geschrieben habe, wurde im November 2018 durch die Rentenversicherung eine Hinzuverdienstprognose für 2019 gefordert und danach die Teilrente ab 01.01.2019 neu berechnet.

Warum geht das in diesem Jahr nicht? Meine Prognose für 2020 heißt 0 € Hinzuverdienst.
Ich kann doch nicht bis Juli 2020 warten um dann eine Nachzahlung ab Januar 2020 zu bekommen und den entsprechenden Rentenbescheid. Bis dahin ist mein Haus in der Versteigerung. ???

von
Siehe hier

Zitiert von: Siehe hier

Wenn eine Flexirente beantragt war, mit zum Beispiel 50%, gilt eine höhere Zuverdienstgrenze als bei einem 100%-Rentner.
Wenn für diese 50%-Flexirente nur eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst angefragt wird, erhöht sich dadurch die Flexirente nicht automatisch auf 100%.

Weitere Informationen zur Flexirente finden Sie hier:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/flexirente_das_ist_neu_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Auch wenn Sie bei der RV eine Neuberechnung ohne den bisherigen Zuverdienst beantragt haben, bleibt es zunächst bei der 50%-Rente, sofern Sie nicht auch beantragen, dass Sie zukünftig Ihre Rente zu 100% haben möchten.
Das passiert nicht automatisch! Und ist auch nicht mit den Vorjahren zu vergleichen. Sie wissen, dass Sie nun nicht mehr weiter arbeiten möchte, aber die RV ohne einen Antrag nicht.

von
Zusatzfrage

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Zusatzfrage

Die Teilrente ergibt sich doch im Regelfall, automatisch aus dem über 6300 € jährlich liegenden Hinzuverdienst, außer der Vers. hat im Vorfeld direkt eine prozentuale Teilrente beantragt.
Wenn dieser Hinzuverdienst wegfällt und das dem Rententräger mitgeteilt wird, wieso sollte dann erneut ein Antrag auf Vollrente gestellt werden müssen?
Wo findet sich denn dafür die Rechtsgrundlage?

Wenn eine Flexirente beantragt war, mit zum Beispiel 50%, gilt eine höhere Zuverdienstgrenze als bei einem 100%-Rentner.
Wenn für diese 50%-Flexirente nur eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst angefragt wird, erhöht sich dadurch die Flexirente nicht automatisch auf 100%.

Weitere Informationen zur Flexirente finden Sie hier:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/flexirente_das_ist_neu_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Falscher Sachverhalt.
Es wurde vorab keine Teilrente beantragt, sondern diese ergab sich erst aus dem Hinzuverdienst (übrigens der Normalfall). Wenn man dann der Rentenversicherung mitteilt, dass der Hinzuverdienst komplett wegfällt, warum sollte man dann zusätzlich noch wieder die Vollrente beantragen müssen, bzw. warum sollte es dann bei der Teilrente bleiben? Diese Logik erschließt sich mir nicht. Die genannte Broschüre gibt darauf im Übrigen auch keine Antwort.

von
Evchen

Zitiert von: iwen1219
Seit dem 01.02.2018 habe ich neben meiner Erwerbstätigkeit eine Teilrente Flexirente erhalten. Der Hinzuverdienst wurde jeweils gezwöfltet. Mein Arbeitsverhältnis habe ich zum 01.07.2019 beendet. Was für 2019 auch in Ordnung ist. Ab 01.01.2020 habe ich daher dann keinen Hinzuverdienst mehr.

Auf Nachfrage beim Rentenversicherungsträger , was ich jetzt tun muss, wurde mir empfohlen eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst der Rente ab dem 01.01.2020 vornehmen zu lassen.
Daraufhin habe ich einen Bescheid bekommen, dass
eine Neuprüfung des jährlichen Hinzuverdienstes erst zum nächsten Juli erfolgt und bis dahin als Teilrente bestehen bleibt.

Allerdings verstehe ich nicht: Im November 2018 wurde ich aufgefordert eine Prognose des Hinzuverdienstes für 2019 abzugeben. Dieser Aufforderung bin ich nachgekommen. Dazu habe ich im Dezember 2018 einen geänderten Teilrentenbescheid ab 01.01.2019 erhalten. Warum wird meine Hinzuverdienstprognose Einkommen "0" €, das entspricht einer Einkommensveränderung von 100 %, für 2020 nicht berücksichtigt und ein neuer Rentenbescheid ab 01.01.2020 erteilt?

Mit der Teilrente wegen Hinzuverdienst bekomme ich keine Anschlussfinanzierung für unser Wohneigentum. Mit der Vollrente und der Rente aus der Zusatzversorgung gibt es keine Probleme bei der Finanzierung. Die Rente aus der Zusatzversorung bekomme ich auch erst dann, wenn ich einen Bescheid über die Altersrente für besonders langjährige Versicherte bekomme.

Mit meinen Nerven bin ich nun fast am Ende und das nach 49 Arbeitsjahren.

Bitte um Informationen zum Sachverhalt.

Vielen Dank.

Hallo,

Wenn ich Sie richtig verstehe, ist das, was Sie wollen, eine vorzeitige Änderung der bisherigen Prognose, weil sich Ihr Hinzuverdienst um mehr als 10 Prozent ändert.
Das ist in § 34 Abs 3e SGB VI gesetzlich ausdrücklich so vorgesehen. In der Rechtlichen Arbeitsanweisung der RVträger heisst es hierzu

Änderung des prognostizierten kalenderjährlichen Hinzuverdienstes
§ 34 Abs. 3e SGB VI räumt den Versicherten die Möglichkeit ein, außerhalb der turnusgemäßen Prognoseerstellung zum 01.07. Hinzuverdienständerungen auf Antrag berücksichtigen und eine neue abweichende Prognose des Hinzuverdienstes erstellen zu lassen.

Eine solche Hinzuverdienständerung ist auch der Hinzutritt oder der Wegfall von Hinzuverdienst.

Eine Änderung des Hinzuverdienstes ist jedoch regelmäßig nur auf Antrag zu berücksichtigen und auch nur dann, wenn der neue voraussichtliche kalenderjährliche Hinzuverdienst um mindestens 10 % vom bisher berücksichtigten abweicht und sich dadurch eine Auswirkung auf die Rente ergibt. Dies gilt unabhängig davon, um welche Art von Änderung es sich handelt. Auch ein Hinzutritt und Wegfall von Hinzuverdienst ist nur zu berücksichtigen, wenn die Abweichung mindestens 10 % beträgt.

Eine Änderung im vorstehenden Sinne liegt nicht vor, wenn sich zwar der monatliche Hinzuverdienst um mindestens 10 % ändert, aber auf das gesamte Kalenderjahr gesehen keine 10%ige Änderung eintritt.

Für die Frage, ab wann bei einer 10%igen Änderung die Rente in geänderter Höhe zu zahlen ist, ist danach zu unterscheiden, ob sich aufgrund der Änderung eine höhere oder eine niedrigere Rente ergibt. Erhöht sich die Rente, wird diese gemäß § 100 Abs. 1 SGB VI ab dem Beginn des dem Antrag folgenden Monats gezahlt.....

Ich würde den RVträger darauf ansprechen...

von
Zusatzfrage

Zitiert von: Evchen
Zitiert von: iwen1219
Seit dem 01.02.2018 habe ich neben meiner Erwerbstätigkeit eine Teilrente Flexirente erhalten. Der Hinzuverdienst wurde jeweils gezwöfltet. Mein Arbeitsverhältnis habe ich zum 01.07.2019 beendet. Was für 2019 auch in Ordnung ist. Ab 01.01.2020 habe ich daher dann keinen Hinzuverdienst mehr.

Auf Nachfrage beim Rentenversicherungsträger , was ich jetzt tun muss, wurde mir empfohlen eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst der Rente ab dem 01.01.2020 vornehmen zu lassen.
Daraufhin habe ich einen Bescheid bekommen, dass
eine Neuprüfung des jährlichen Hinzuverdienstes erst zum nächsten Juli erfolgt und bis dahin als Teilrente bestehen bleibt.

Allerdings verstehe ich nicht: Im November 2018 wurde ich aufgefordert eine Prognose des Hinzuverdienstes für 2019 abzugeben. Dieser Aufforderung bin ich nachgekommen. Dazu habe ich im Dezember 2018 einen geänderten Teilrentenbescheid ab 01.01.2019 erhalten. Warum wird meine Hinzuverdienstprognose Einkommen "0" €, das entspricht einer Einkommensveränderung von 100 %, für 2020 nicht berücksichtigt und ein neuer Rentenbescheid ab 01.01.2020 erteilt?

Mit der Teilrente wegen Hinzuverdienst bekomme ich keine Anschlussfinanzierung für unser Wohneigentum. Mit der Vollrente und der Rente aus der Zusatzversorgung gibt es keine Probleme bei der Finanzierung. Die Rente aus der Zusatzversorung bekomme ich auch erst dann, wenn ich einen Bescheid über die Altersrente für besonders langjährige Versicherte bekomme.

Mit meinen Nerven bin ich nun fast am Ende und das nach 49 Arbeitsjahren.

Bitte um Informationen zum Sachverhalt.

Vielen Dank.

Hallo,

Wenn ich Sie richtig verstehe, ist das, was Sie wollen, eine vorzeitige Änderung der bisherigen Prognose, weil sich Ihr Hinzuverdienst um mehr als 10 Prozent ändert.
Das ist in § 34 Abs 3e SGB VI gesetzlich ausdrücklich so vorgesehen. In der Rechtlichen Arbeitsanweisung der RVträger heisst es hierzu

Änderung des prognostizierten kalenderjährlichen Hinzuverdienstes
§ 34 Abs. 3e SGB VI räumt den Versicherten die Möglichkeit ein, außerhalb der turnusgemäßen Prognoseerstellung zum 01.07. Hinzuverdienständerungen auf Antrag berücksichtigen und eine neue abweichende Prognose des Hinzuverdienstes erstellen zu lassen.

Eine solche Hinzuverdienständerung ist auch der Hinzutritt oder der Wegfall von Hinzuverdienst.

Eine Änderung des Hinzuverdienstes ist jedoch regelmäßig nur auf Antrag zu berücksichtigen und auch nur dann, wenn der neue voraussichtliche kalenderjährliche Hinzuverdienst um mindestens 10 % vom bisher berücksichtigten abweicht und sich dadurch eine Auswirkung auf die Rente ergibt. Dies gilt unabhängig davon, um welche Art von Änderung es sich handelt. Auch ein Hinzutritt und Wegfall von Hinzuverdienst ist nur zu berücksichtigen, wenn die Abweichung mindestens 10 % beträgt.

Eine Änderung im vorstehenden Sinne liegt nicht vor, wenn sich zwar der monatliche Hinzuverdienst um mindestens 10 % ändert, aber auf das gesamte Kalenderjahr gesehen keine 10%ige Änderung eintritt.

Für die Frage, ab wann bei einer 10%igen Änderung die Rente in geänderter Höhe zu zahlen ist, ist danach zu unterscheiden, ob sich aufgrund der Änderung eine höhere oder eine niedrigere Rente ergibt. Erhöht sich die Rente, wird diese gemäß § 100 Abs. 1 SGB VI ab dem Beginn des dem Antrag folgenden Monats gezahlt.....

Ich würde den RVträger darauf ansprechen...

Also doch! Vielleicht sollte sich User „Siehe hier“ mal mit dieser Sachlage vertraut machen, statt falsche Tipps zu geben.

von
Siehe hier

Zitiert von: Zusatzfrage
Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Zusatzfrage

Die Teilrente ergibt sich doch im Regelfall, automatisch aus dem über 6300 € jährlich liegenden Hinzuverdienst, außer der Vers. hat im Vorfeld direkt eine prozentuale Teilrente beantragt.
Wenn dieser Hinzuverdienst wegfällt und das dem Rententräger mitgeteilt wird, wieso sollte dann erneut ein Antrag auf Vollrente gestellt werden müssen?
Wo findet sich denn dafür die Rechtsgrundlage?

Wenn eine Flexirente beantragt war, mit zum Beispiel 50%, gilt eine höhere Zuverdienstgrenze als bei einem 100%-Rentner.
Wenn für diese 50%-Flexirente nur eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst angefragt wird, erhöht sich dadurch die Flexirente nicht automatisch auf 100%.

Weitere Informationen zur Flexirente finden Sie hier:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/flexirente_das_ist_neu_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Falscher Sachverhalt.
Es wurde vorab keine Teilrente beantragt, sondern diese ergab sich erst aus dem Hinzuverdienst (übrigens der Normalfall). Wenn man dann der Rentenversicherung mitteilt, dass der Hinzuverdienst komplett wegfällt, warum sollte man dann zusätzlich noch wieder die Vollrente beantragen müssen, bzw. warum sollte es dann bei der Teilrente bleiben? Diese Logik erschließt sich mir nicht. Die genannte Broschüre gibt darauf im Übrigen auch keine Antwort.

Wenn Sie von vornherein eine 100%-Rente erhalten und Zuverdienst über den Freibetrag haben, wird dieser angerechnet, richtig. Und wenn der wegfällt, erhalten Sie weiterhin 100% Rente, ohne besonderen Antrag. Seit der Einführung der Flexirente ist es nicht unbedingt auch "der Normalfall".

Der ursprüngliche Fragesteller hatte geschrieben, dass er eine Flexirente erhielt/erhält. Höhe des %-Satzes hier unbekannt.
Wenn eine Flexirente von vornherein beantragt wird, verbleibt es ohne Änderungsantrag (bis zu Regelaltersrente) bei diesem Teilbetrag, egal ob ein Hinzuverdienst anfällt oder nicht.

Siehe auch hier:

https://www.ihre-vorsorge.de/magazin/lesen/flexirente-lebenslanger-steuervorteil-durch-eine-fruehe-10-prozent-teilrente.html

von
Berater

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Zusatzfrage
Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Zusatzfrage

Die Teilrente ergibt sich doch im Regelfall, automatisch aus dem über 6300 € jährlich liegenden Hinzuverdienst, außer der Vers. hat im Vorfeld direkt eine prozentuale Teilrente beantragt.
Wenn dieser Hinzuverdienst wegfällt und das dem Rententräger mitgeteilt wird, wieso sollte dann erneut ein Antrag auf Vollrente gestellt werden müssen?
Wo findet sich denn dafür die Rechtsgrundlage?

Wenn eine Flexirente beantragt war, mit zum Beispiel 50%, gilt eine höhere Zuverdienstgrenze als bei einem 100%-Rentner.
Wenn für diese 50%-Flexirente nur eine Neuberechnung ohne Hinzuverdienst angefragt wird, erhöht sich dadurch die Flexirente nicht automatisch auf 100%.

Weitere Informationen zur Flexirente finden Sie hier:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/national/flexirente_das_ist_neu_fuer_sie.pdf?__blob=publicationFile&v=2

Falscher Sachverhalt.
Es wurde vorab keine Teilrente beantragt, sondern diese ergab sich erst aus dem Hinzuverdienst (übrigens der Normalfall). Wenn man dann der Rentenversicherung mitteilt, dass der Hinzuverdienst komplett wegfällt, warum sollte man dann zusätzlich noch wieder die Vollrente beantragen müssen, bzw. warum sollte es dann bei der Teilrente bleiben? Diese Logik erschließt sich mir nicht. Die genannte Broschüre gibt darauf im Übrigen auch keine Antwort.

Wenn Sie von vornherein eine 100%-Rente erhalten und Zuverdienst über den Freibetrag haben, wird dieser angerechnet, richtig. Und wenn der wegfällt, erhalten Sie weiterhin 100% Rente, ohne besonderen Antrag. Seit der Einführung der Flexirente ist es nicht unbedingt auch "der Normalfall".

Der ursprüngliche Fragesteller hatte geschrieben, dass er eine Flexirente erhielt/erhält. Höhe des %-Satzes hier unbekannt.
Wenn eine Flexirente von vornherein beantragt wird, verbleibt es ohne Änderungsantrag (bis zu Regelaltersrente) bei diesem Teilbetrag, egal ob ein Hinzuverdienst anfällt oder nicht.

Siehe auch hier:

https://www.ihre-vorsorge.de/magazin/lesen/flexirente-lebenslanger-steuervorteil-durch-eine-fruehe-10-prozent-teilrente.html

Ich bin mir nicht sicher, ob Sie wirklich wissen, wie viele Versicherte von vornherein eine geminderte Teilrente in Anspruch nehmen. In unserer Beratungsstelle ist das eher die Ausnahme. Der überwiegende Teil hat einen Hinzuverdienst über 6300 € und damit eine Teilrente und nach Wegfall des Hinzuverdienstes automatisch wieder eine Vollrente. Der Fragesteller wird ja jetzt aufgrund der behandelten Thematik wissen, was auf ihn zutrifft.

von
Siehe hier

Zitiert von: Zusatzfrage

Also doch! Vielleicht sollte sich User „Siehe hier“ mal mit dieser Sachlage vertraut machen, statt falsche Tipps zu geben.

https://rvrecht.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/rvRecht/01_GRA_SGB/06_SGB_VI/pp_0026_50/gra_sgb006_p_0042.html

von
Siehe hier

Zitiert von: Berater

… Der Fragesteller wird ja jetzt aufgrund der behandelten Thematik wissen, was auf ihn zutrifft.

Und sonst geht er doch noch mal persönlich in eine Beratungsstelle vor Ort :-)

Schönen Feierabend!