Flexirente

von
ganss

Guten Tag,
ich kann ab Dezember 2019 mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen. Ich möchte gerne stundenweise weiterarbeiten und die "Flexirente" in Anspruch nehmen.
Meine Fragen:
1. Muss der Arbeitgeber einer stundenweisen Weiterbeschäftigung zustimmen?
2. Werden mir von dem Gehalt RV-Beiträge und Beiträge für die Sozialversicherungen abgezogen?
3. Steht mit Urlaub zu und wenn ja, ist der abhängig von der stundenzahlt die ich arbeite, oder von der 5-Stunden Woche?
4. Wie verhält es sich mit dem Weihnachtsgeld?
5. Sollte ich weiterhin in die Riesterrente einzahlen?
Danke im Voraus für die Antworten!
Viele Grüße
ganss

von
Mondkind

Hallo ganss,
Ihre Fragen 1,3 und 4 sind arbeitsrechtliche Fragen, die müssten Sie mit Ihrem Arbeitgeber klären.
Wenn Sie weiterhin mehr als geringfügig beschäftigt sind, werden Ihnen bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze auch Rentenbeiträge von Ihrem Gehalt abgezogen. Falls Sie nur geringfügig Beschäftigt sind können Sie sich von der Versicherungspflicht befreien lassen.
Die Frage zur Riesterrente kann Ihnen bestimmt noch jemand anderer beantworten.

von
senf-dazu

Zitiert von: ganss
Guten Tag,
ich kann ab Dezember 2019 mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen. Ich möchte gerne stundenweise weiterarbeiten und die "Flexirente" in Anspruch nehmen. ...

Mit 63 abschlagsfrei, also mit 63+x in die Rente für *besonders* langjährig Versicherte?

Zitiert von: ganss
...
2. Werden mir von dem Gehalt RV-Beiträge und Beiträge für die Sozialversicherungen abgezogen? ...

Ab der Regelaltersgrenze sind Sie bei einer vollen Rente nicht mehr versicherungspflichtig. Sie können allerdings auch (für das betreffende Arbeitsverhältnis) auf die Versicherungsfreiheit verzichten und erhöhen damit zum nächsten Juli Ihre Rente.
Vor der Regelaltersgrenze und bei Bezug einer Teilrente sind Sie versicherungspflichtig und zahlen Beiträge zur Rentenversicherung etc.

Experten-Antwort

Zitiert von: ganss
Guten Tag,
ich kann ab Dezember 2019 mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen. Ich möchte gerne stundenweise weiterarbeiten und die "Flexirente" in Anspruch nehmen.
Meine Fragen:
1. Muss der Arbeitgeber einer stundenweisen Weiterbeschäftigung zustimmen?
2. Werden mir von dem Gehalt RV-Beiträge und Beiträge für die Sozialversicherungen abgezogen?
3. Steht mit Urlaub zu und wenn ja, ist der abhängig von der stundenzahlt die ich arbeite, oder von der 5-Stunden Woche?
4. Wie verhält es sich mit dem Weihnachtsgeld?
5. Sollte ich weiterhin in die Riesterrente einzahlen?
Danke im Voraus für die Antworten!
Viele Grüße
ganss

Hallo ganss,

wie Mondkind schon geschrieben hat, betreffen Ihre Fragen im Wesentlichen das Arbeitsrecht.
Sie vereinbaren mit Ihrem Arbeitgeber, wie Sie Ihr Beschäftigungsverhältnis nach Rentenbeginn gestalten und welche Lohn- und Urlaubsansprüche sich daraus ergeben.

Die Rentenversicherung hat damit nichts zu tun und kann auch Ihrem Arbeitgeber keine Vorgaben machen.

Bei einer Weiterbeschäftigung wird Ihr Gehalt ggf. sv-pflichtig - abhängig von der Höhe, bei einem Minijob können Sie auf die Versicherungspflicht verzichten.

Bezüglich Ihrer Riester-rente sollten Sie sich individuell beraten lassen, es kommt auf Ihre persönliche Situation nach Rentenbeginn an.

von
ganss

danke für die Antworten,
Gruß ganss

von
W*lfgang

Zitiert von: ganss
Guten Tag,
ich kann ab Dezember 2019 mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen. Ich möchte gerne stundenweise weiterarbeiten und die "Flexirente" in Anspruch nehmen.

Hallo ganss,

warum arbeiten Sie dann nicht einfach bis zum 31.12.2019 zunächst voll weiter und nehmen die 'Flexirente' in diesem Monat/Dez. sogar _neben der Beschäftigung_ in voller Höhe mit - sofern das mtl. Brutto-Einkommen (incl. Sonderzahlungen im Dez.) die zulässigen 6300 EUR Hinzuverdienst nicht überschreitet. Und selbst wenn Sie mit einer Sonderzahlung aufs Doppelte kämen, wäre die zusätzliche Weihnachtsrente ;-) nur sehr minimal zu kürzen ('n 200er in diesem Fall).

Den Januar arbeiten Sie auch noch voll weiter, und - sofern das Monatseinkommen die 6300 nicht überschreitet - erhalten Sie auch in diesem Fall die volle Rente extra ...dann aber Vorsicht bei beabsichtigtem Minijob für den Rest des Jahres 2020, dann erfolgen kleine Kürzungen der Rente in allen Monaten des Jahres bei Überschreitung der 6300 EUR.

Sie haben noch Zeit, buchen Sie mal einen Rentenberatungstermin explizit wegen 'Flexirente' vor Ort und sondieren Sie beabsichtigen Beschäftigungsmöglichkeiten ab Rentenbeginn bei Ihrem AG. Beachten Sie dabei auch etwaige Betriebsrentenansprüche und deren Beginn bei Altersvoll- und/ oder -teilrenten.

Gruß
w.