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Fondsparplan oder Rentenversicherung?

von
Muppet

Hallo,
ich bin 29, habe 1 Kind unter 3 Jahren. Nicht sozialversicherungspflichtig in Elternzeit.
Verheiratet.
Mein Mann hat seit 3 Jahren eine Riesterrente bei der DWS.
Ich möchte jetzt - wg. Kinderzulage - ebenfalls Riestersparen mit der Mindestanlage von 60 bzw. 120 Euro (je nach Gesellschaft sind die Minimumbeiträge 10 Euro / Monat).
Was empfehlen Sie mir.
Fondgebundene Rentenversicherung, oder Fonds-Sparplan?
WAs sind die jeweiligen Vor- und Nachteile?

von
B´son

Schließen sie um Himmels Willen keine Riester-Rentenversicherung ab....

Das höchste Ergebnis (die höchste Rendite) erzielen sie mit dem Riester-Fondssparplan (fragen sie doch mal bei DWS nach ;-).

Hier können sie ein bißchen nachlesen :
http://www.ihre-vorsorge.de/Riester-Rente-Rentenversicherung-Bank-und-Fondssparplan.html

von
Muppet

Danke - ja da habe ich schon alles durch. Aber da werden ja auch Vorteile der Rentenversicherung aufgelistet?

von
B´son

Das schon gelesen ?

http://www.ihre-vorsorge.de/Riester-Rentenversicherung-Kuendigungen.html

Da gehts ausschließlich um gekündigte Riester-Renten.

Lassen sie sich doch einfach von dem einen oder anderen Anbieter Probeberechnungen machen.

Ein einigermaßen fähiger Berater wird ihnen aufgrund ihres Alters vermutlich ausschließlich zu einem Riester-Fonds raten.

Experten-Antwort

Man sollte immer vorsichtig sein mit solchen Ratschlägen. Fondsparpläne habe so ihre Vorzüge, Banksparpläne aber zum Beispiel auch. So haben sie bei einer vorzeitigen förderschädlichen Auflösung eben kein so hohes Kapitalmarktrisiko wie Fondssparpläne und Rentenversicherungen haben wiederum andere Vorzüge (z.B. Möglichkeit der Hinterbliebenenabsicherung).

Einen generellen Ratschlag gibt es also nicht und wir wollen da auch neutral bleiben. Verschiedene Angebote sollte man einholen und auch mal Testberichte der Verbraucherschützer studieren, um sich für seine Situation das beste Produkt heraussuchen.

von
Franck

Es gibt vier Sorten von Riester-Produkten und zwar:
Bank-Sparplan (BS), Fonds-Sparplan (FS), Rentenversicherung (RV) und ein Fonds-Rentenversicherung (FRV).

Bei allen vier schließt der Kunde immer eine Rentenversicherung ab. Das ist zwingend im Alterszertifizierungsgesetz (AltZertG) vorgeschrieben.

Bei der RV und FRV wird bei Vertragsbeginn Ihr geschätzter Todeszeitpunkt berechnet. Von Ihrer Prämie wird jeden Monat ein Teil weg genommen um dieses Langlebigkeitsrisiko zu finanzieren. Also wandert weniger Geld in Ihren Sparstrumpf.
Zu Rentenbeginn erhalten Sie dann eine lebenslange Rente oder vom Rentenbeginn bis zum 85. LJ einen Auszahlplan und ab dem 85. LJ. eine lebenslange Rente.
Der Auszahlplan bis zum 85. LJ ist i.d.R. etwas höher, die lebenslange Rente ab dem 85. LJ. dafür niedriger als die sofortige lebenslange Rente.

Die lebenslange Rente ab dem 85. LJ. ist wieder für alle vier Produkte gemäß (AltZertG ) zwingend vorgeschrieben.

Beim BS und beim FS werden zunächst keine Kosten für Ihre Langlebigkeit entnommen. Diese Produkte sind nicht bis zum Ende durchkalkuliert.

Mit Rentenbeginn wird Ihr Sterblichkeitsrisiko und Ihre Langlebigkeit berechnet. Aus dem bis dahin angesparten Guthaben wird nun eine Rentenversicherung mit Rentenzahlung oder Auszahlplan berechnet.

D.h. in der Ansparphase landet mehr Geld im Sparstrumpf, aber zu Rentenbeginn wird Ihnen dafür mehr Geld (Kosten) vom Vermögen genommen.

Je länger Sie sparen möchten um so attraktiver sind die Fondsvarianten für Sie.

Die Vererbung und die Hinterbliebenenversorgung bei Riester ist recht kompliziert. Dies hängt vom Eintritt des Todes des Sparers an (Anwärtertod oder Rentnertod). Hinzu kommt noch, ob es sich um eine lebenslange Rentenzahlung oder einen Auszahlplan handelt.
Erschwerend kommt nun noch hinzu, dass die vier Produkte bei Vererbung (= schädliche Verwendung) und bei der Hinterbliebenenversorgung unterschiedlich behandelt werden.

Dabei werden Ehepaare mit Trauschein und gleichgeschlechtliche, eingetragene Partnerschaften gleich behandelt. Alle andere fallen wieder aus dem Raster.

Schließen Sie nur Produkte mit Honorartarifen ab, dort sind keine Provisionen einkalkuliert. Die Provisionen sind oft so hoch, so dass die ganze staatliche Förderung für den Vermittler verbraucht wird.
Auch beim Abschluß über das Internet bei den Direktanbietern werden Innenprovisionen von Ihren Beiträgen ( etwas geringer als &#34;normal&#34;) entnommen. Dafür werden Ihnen aber interne Marketingkosten höher belastet.

Gruß

Frank J. Kontz