Forumsanfragen zur Bearbeitungsdauer …

von
Machts Sinn

… sind alltäglich und sicher nur die „Spitze des Eisberges“. Trotzdem hat es bei der DRV immer noch nicht „geklingelt“.

Klar, ein Anruf beim Sachbearbeiter wäre direkter / schneller! Aber darum geht es doch gar nicht. Sich trotzdem an ein Forum zu wenden und sich ständig wortgleiche – teilweise dumme – Antworten abzuholen, ist eine Form von Protest: von beiden Seiten, denn der Leser spürt förmlich, wie sich aufgestauter Ärger gegenseitig hochschaukelt.

Da hilft es auch wenig, ob die Unterlagen im Stapel beim Sachbearbeiter oder in den Rückständen beim Arzt liegen. In der heutigen Zeit darf der Bürger ohne überhöhte Anforderungen an die öffentliche Verwaltung davon ausgehen, dass er initiativ und qualifiziert benachrichtigt wird, wenn eine zeitgemäße Erledigung seines Antrages ausnahmsweise nicht möglich ist – ganz zu schweigen von den Pflichten wenn derart untragbare Zustände die Regel sind.

Wer das ernstlich bestreitet, hat das SGB I im Kern nicht begriffen.

von
klomputz

Ich bezweifle auch, das sich bei der Rentenversicherung immer nur Papierberge abzuarbeiten gibt.
Benötigt ungekehrt die DRV aber ein fehlendes Papier, wird direkt mit Konsequenzen gedroht.
Der Antragsteller muß aber warten, denn er möchte ja etwas von der DRV.
Eine Untätigkeitsklage kann auch nur vom Anwalt eingereicht werden, der kostet natürlich.
Also Schnauze halten und warten und warten !

von
Knut Rassmussen

Was bitte ist daran untragbar?

Es geht hier ja wohl nicht um die Beseitigung eine Flurschadens!

Könnte es eventuell sein, dass ständig neue Gesetze, neue Urteile und neue Rechtsauffassungen und stete AUSLASTUNG der Sachbearbeitung eben zu in meinen Augen normalen Bewarbeitungszeiten führen.

Sie glauben wohl auch der Werbung, dass die liebe gute uneigennützige Versicherung SOFORT hilft???? Dann habe Sie noch nie eine Arztrechnung bei einer PKV eingereicht. Oder sich nie monatelang mit einer Kfz-Versicherung um Gutachterkosten zoffen müssen?

Zudem gibt es Eingangsmitteilungen und Zwischennachrichten. Aber es gibt ja auch die gefühlte Temperatur ...

von
klomputz

Gibt es denn eigentlich in den Behörden Vorgaben die täglich zuerledigen sind ?
So wie in der freien Wirtschaft.
Oder geht man die Sache doch ein bißchen gemächlich an ? Ich habe früher öffters meine Pause opfern müssen,damit ich bei Diensschluß alles erledigt hatte.
Und wenn ich in Urlaub war, hat ein anderer Kollege meine Arbeit übernommen.
Und genau das scheint in den Behörden nicht so zu sein.
Ist der Sachbearbeiter krank ruht die Sache eben.

von
Knut Rassmussen

Oh mann, was haben Sie für eine Ahnung ...

Glauben Sie wirklich, bei uns ist es anders als bei Ford oder Schering im Büro? Controlling, Zeitdruck, Krankheitsvertretung ... kennen auch wir.

von
Elisabeth

Wie lange wartest du denn schon? Wenn du im Widerspruchsverfahren bist, kannst du doch die Untätigketisklage nach 3 Monaten einreichen. Warum machst du da nicht?

von
W*lfgang

Zitiert von: Elisabeth

Wie lange wartest du denn schon? Wenn du im Widerspruchsverfahren bist, kannst du doch die Untätigketisklage nach 3 Monaten einreichen. Warum machst du da nicht?

Hallo Elisabeth,

Gute Idee, schlechter Rat - der nächste Fall rutscht in die verlängerte Warteschleife, der legt wiederum Untätigkeitsklage ein, der nächste Fall rutscht ...

Mit diesen zusätzlichen Verfahrensmöglichkeiten wird im Ergebnis für alle nichts erreicht, es beschäftigt nur die DRV und Folgebehörden, sollte daher nur in Extremfällen die Ausnahme sein. Manchmal ist's gescheiter, wenn der Versicherte in diesen Verfahren unmittelbar und mehrfach 'Druck' bei seinem Gutachter/dem med. Dienst macht, warum der so rumtrödelt. Die direkten Telefonnummern rücken die DRV-Sachbearbeiter auch gerne raus, weil sie die ständigen/ergebnislosen Nachfragen selbst ätzend finden und die Sache nicht abschließen können.

Gruß
w.

von
Huuuuuuuuuuurz

Zitiert von: Elisabeth

Wie lange wartest du denn schon? Wenn du im Widerspruchsverfahren bist, kannst du doch die Untätigketisklage nach 3 Monaten einreichen. Warum machst du da nicht?

Mit einer sogenannten "Untätigkeitsklage" erreichen Sie allenfalls eine weitere Verzögerung des Verfahrens. Ein "zureichender Grund" kann z. B. die umfangreiche Aufklärung medizinischer Sachverhalte durch entsprechende Sachverständige (Gutachter) sein. In über 35 Jahren habe ich noch nicht erlebt, dass durch eine solche Klage irgendein Vorteil für den Antragsteller entstanden wäre.

http://bundesrecht.juris.de/sgg/__88.html
"Ist ein Antrag auf Vornahme eines Verwaltungsakts ohne zureichenden Grund in angemessener Frist sachlich nicht beschieden worden, so ist die Klage nicht vor Ablauf von sechs Monaten seit dem Antrag auf Vornahme des Verwaltungsakts zulässig. Liegt ein zureichender Grund dafür vor, daß der beantragte Verwaltungsakt noch nicht erlassen ist, so setzt das Gericht das Verfahren bis zum Ablauf einer von ihm bestimmten Frist aus, die verlängert werden kann. Wird innerhalb dieser Frist dem Antrag stattgegeben, so ist die Hauptsache für erledigt zu erklären.

Das gleiche gilt, wenn über einen Widerspruch nicht entschieden worden ist, mit der Maßgabe, daß als angemessene Frist eine solche von drei Monaten gilt."

Mit anderen Worten: "Außer Spesen, nichts gewesen!"

von
Machts Sinn

... und die liegt nicht daran, dass die DRV zu schnell ist, sondern dass sie ständig zu viel vor sich her schiebt, was einen Großteil der Energie verbraucht, die damit für die eigentliche Erledigung nicht mehr verfügbar ist.

von
TCK

Zitiert von: Machts Sinn

... und die liegt nicht daran, dass die DRV zu schnell ist, sondern dass sie ständig zu viel vor sich her schiebt, was einen Großteil der Energie verbraucht, die damit für die eigentliche Erledigung nicht mehr verfügbar ist.

Hallo "Machts Sinn",

Ihre Aussagen ergeben überhaupt keinen Sinn. Tatsache ist, die DRV schiebt n i c h t s vor sich her. Wer das behauptet lügt.

Tatsache ist ferner, dass die durchschnittliche Laufzeit im Jahre 2010 bei allen Regionalträger
bei Altersrenten 44 Tage,
bei Renten wegen Todes 45 Tage und
bei Renten wegen Erwerbsminderung 135 Tage beträgt.
Daraus ergibt sich, dass für die medizinische Sachaufklärung ca. 90 Tage zusätzlich benötigt werden. Dies beginnt oft schon beim Hausarzt der für einen poppeligen Befundbericht schon mal allein 6 Wochen verschwendet.
Die Rentensachbearbeiter selbst liefern also eine ganz hervorragende "Laufzeit" ab. Wer was anders sagt hat entweder überhaupt keine Ahnung und will nur provozieren.

von
klomputz

Zu schnell bearbeitete Anträge könnte ja auch vermuten lassen, das gerade diese Stelle der
DRV nicht richtig ausgelastet ist.
Also immer schön Zeit lassen. Stress gibt es in solchen Behörden überhaupt nicht.
Ich habe bei den Behörden noch niemand laufen gesehen, es sei denn zum Kaffeeautomaten oder zur Kantine.
Es mag Ausnahmen geben, da handelt es sich dann um Mobbingopfer die man unterm Aktenberg begraben möchte.
Ich weiß, das hört sich hart an, aber ich kenne einige Fälle.

von
Herrlich

Zitiert von: klomputz

Zu schnell bearbeitete Anträge könnte ja auch vermuten lassen, das gerade diese Stelle der
DRV nicht richtig ausgelastet ist.
Also immer schön Zeit lassen. Stress gibt es in solchen Behörden überhaupt nicht.
Ich habe bei den Behörden noch niemand laufen gesehen, es sei denn zum Kaffeeautomaten oder zur Kantine.
Es mag Ausnahmen geben, da handelt es sich dann um Mobbingopfer die man unterm Aktenberg begraben möchte.
Ich weiß, das hört sich hart an, aber ich kenne einige Fälle.

"Ich weiß, das hört sich hart an, aber ich kenne einige Fälle"

..das hört sich in der Tat "hart"an.
Hat zware mit der Realität nichts zu tun, aber das haben Soaps wie GZSZ, oder früher der Denver Clan, ja auch nicht. Und die Leute gucken es trotzdem.

Ich find es klasse, das es Menschen wie sie gibt, die solch lustige Beiträge hier ins Forum setzen. da haben die normalem Menschen wenigstens etwas zu lachen.
Das man sie nicht ernst nimmt, und belächelt, sind sie ja gewöhnt.

Daher ist es doppelt toll, das sie sich nicht entmutigen lassen.

Klar, solche Beiträge hört man sonst nur in der Kneipe nach dem 20.Bier.
Aber lachen tut man doch immer gerne.

Es würde mich auch brennend interessieren, was sie zum Thema Poltiker, Beamte etc denken.

Sicher auch ähnlich niveauvoll wie der aktuelle Beitrag.

Wer weiss, vielleicht haben wir ja Glück und sie nennen uns auch dazu ein paar echt "harte" Fälle.

Ich fänd es sehr amüsant.

von
W*lfgang

> Ich weiß, das hört sich hart an, aber ich kenne einige Fälle.

Machen Sie sich mit der Gauß'schen Normalverteilungskurve vertraut ...mehr muss man zu dem Thema nicht sagen. Oder gehört das inzwischen nicht mehr zur Allgemeinbildung ? ;-)

http://de.wikipedia.org/wiki/Normalverteilung

Gruß
w.

von
Machts Sinn

Zitiert von: W*lfgang
Machen Sie sich mit der Gauß'schen Normalverteilungskurve vertraut ...mehr muss man zu dem Thema nicht sagen.

... warum die Entscheidungen soviel Zeit brauchen! Oder?

Gruß!
Machts Sinn

von
TCK

... warum die Entscheidungen soviel Zeit brauchen! Oder?

Gruß!
Machts Sinn
[/quote]

Hallo Machts Sinn,

Sie haben's schon wieder nicht kapiert.

Korrekt muß es heißen:

... warum e i n i g e w e n i g e Entscheidungen soviel Zeit brauchen!
(99,9 % aller Entscheidungen werden innerhalb Sekunden getroffen!)

Gruß!
TCK

von
PISA

Zitiert von: TCK

... warum die Entscheidungen soviel Zeit brauchen! Oder?

Gruß!
Machts Sinn

Hallo Machts Sinn,

Sie haben's schon wieder nicht kapiert.

Korrekt muß es heißen:

... warum e i n i g e w e n i g e Entscheidungen soviel Zeit brauchen!
(99,9 % aller Entscheidungen werden innerhalb Sekunden getroffen!)

Gruß!
TCK
[/quote]

Wer die Beiträge von "Machts Sinn" liest, weiss warum wir in der PISA Studie so schlecht waren. Es sind nicht die Kinder die doof sind!!!!

von
W*lfgang

> Wer die Beiträge von "Machts Sinn" liest, weiss warum wir in der PISA Studie so schlecht waren. Es sind nicht die Kinder die doof sind!!!!

...hmm, und das soll empirisch belastbar sein?:
http://de.uncyclopedia.org/wiki/Dummheit

- ich wei'ß' ja nicht *gg

Gruß
w.

Experten-Antwort

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass ich mich als Vertreter der Deutschen Rentenversicherung zu einen solchen Beitrag nicht positionieren werde.