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Frage an einen Experten

von
Fragende

Habe mir erlaubt einen Expertenbeitrag zu kopieren und hier als Zitat erneut einzustellen.

Thema/Beitrag: RE: EM- Rente: Zahlung ab Antragstellung?

Zitat
Teilnehmer: Experte
Datum, Zeit: 07.04.2008, 12:06 Uhr
Die unterschiedlichen Rentenhöhen resultieren daraus, dass der Durchschnitt der letzten 5 Jahre vor der Berechnung zu Grunde gelegt wird.
Zitat Ende

Dieser Satz hat mich einigermaßen verwirrt. Hier schreibt der Experte, dass der Durchschnitt der letzten 5 Jahre für die Rentenberechnung zu Grunde gelegt wird.

Ich dachte immer, dass für Zurechnungszeiten bei einer Erwerbsminderungsrente der Gesamtleistungswert maßgebend ist.

Vielleicht stehe ich nur auf der Leitung. Wäre nett wenn mich jemand aufklären könnte.

Vielen Dank!

von
Wolfgang Amadeus

Hallo Fragende,

ich habe mir einmal den Beitrag angeschaut.

&#34;Ju&#34; hatte angegeben, dass seine Rente um 100 Euro höher gewesen wäre, wenn er seine Rente ein Jahr früher beantragt hätte.

Darauf bezog sich der Experte und gab an, dass sich die unterschiedliche Rentenhöhen daraus ergäben, dass jeweils der Durchschnitt der letzten fünf Jahre für die Rentenberechnung zugrundegelegt würde.

Erstmal, Deine Aussage ist völlig richtig, für die sogenannte Zurechnungszeit ist die sogenannte Gesamtleistungsbewertung massgebend.

Dem kann ich hinzufügen, dass der Durchschnitt der letzten 5 Jahre an keiner Stelle der Rentenberechnung eine Rolle spielt, das kann ich Dir hundertprozentig garantieren.

Wo der Durchschnitt der letzten 5 Jahre ausschließlich eine Rolle spielt, und da kommen wir dem Geheimnis auf die Spur, ist bei der in der Renteninformation sowie in der Rentenauskunft enthaltenen Hochrechnung bis zur Regelaltersrente.

Die Renteninformation und die Rentenauskunft enthalten eine unverbindliche Hochrechnung unterstellt, dass jemand bis zum Beginn der Regelaltersrente mit der Altersrente wartet und soviel verdient hat, wie im Durchschnitt der letzten fürn Kalenderjahr (oder genauer gesagt, soviel Entgeltpunkte erzielt, wie im Durchschnitt der letzten fünf Kalenderjahre).

Der Experte hatte nun einfach unterstellt, dass die unterschiedlichen Rentenbeträge aus unterschiedlichen Hochrechnungen resultieren.

Ob es allerdings tatsächlich so war, halte ich für zweifelhaft, und ich hätte an Stelle des Experten &#34;Ju&#34; nachgefragt, wie er überhaupt zur Erkenntnis kommt, dass seine Rente ein Jahr früher 100 Euro höher gewesen wäre. Überhaupt kommt mir diese Aussage etwas suspekt vor.

Ich werde in dem entsprechenden Beitrag demnächst einmal nachfragen, vielleicht bekomme ich von &#34;Ju&#34; eine Rückmeldung.

von
Fragende

Hallo Wolfgang Amadeus,

danke für Ihre ausführliche Antwort.

Den Hinweis, wo der zitierte Beitrag zu finden ist, habe ich natürlich absichtlich eingestellt. Denn irgend einen Satz aus dem Zusammenhang zu lösen, macht erfahrungsgemäß keinen Sinn.

Ich treibe mich viel hier im Forum herum - meistens nur lesend. Dadurch habe ich schon viel gelernt - auch Dank Ihrer professionellen Antworten.

Da ich das mit den 5 Jahren noch nie gehört habe interessierte es mich einfach.

Den genannten Thread werde ich weiter beobachten weil mich hier auch mehr Details interessieren würden.

Freundliche Grüße

Experten-Antwort

Es ist richtig, dass der Durchschnitt der letzten 5 Jahre bei der Hochrechnung der EM-RT keine Rolle spielt. Ich wollte lediglich vereinfacht ausdrücken, dass der unterschiedliche Verdienst der letzten Jahre bei der Grundbewertung und Vergleichbewertung eine Rolle spielt, die als Grundlage der Berechnung der Zurechnungszeit genommen wird, ohne gross auf die komplizierte Rentenberechnung einzugehen.