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Frage zu Abschluss- und Vertriebskosten

von shakun18.09.2008 | 07:51
1742 Ansichten
8 Antworten

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Hallo, bin durch Zufall 'hereingestolpert', da ich mich gerade im Internet wegen der Riesterrente umschaue. Meine Frage ist: Wie kann man Abschluss- und Vertriebskosten senken (was sind die guenstigsten Anbieter/Vermittler - Bank, Makler, Fondsgesellschaft etc.?). Ich habe zwei Angebote ueber 5.5% und ueber 4% Vertriebskosten, bin mir nicht sicher, ob es wirklich so viel sein muss. Habe die entsprechende Antwort noch nicht gefunden. Vielen Dank im voraus, shakun

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Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Moderation · 1Ihre Vorsorge

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7 Antworten

nohelpam 18.09.2008 | 13:04
Da sollte man doch ein paar Euro für die Beratung bei der Verbraucherzentrale investieren. Am besten finde ich, wenn bei großen Betriebsrententrägern wie z.B. im öffentlichen Dienst freiwillige Versicherungen angeboten werden; zumindest müssen da weder Vertreter noch Aktionäre an Abschluss- und Verwaltungskosten (!) mit verdienen.
Vorsichtam 18.09.2008 | 13:28
BÖSE FALLE!!! Das Riestern über betriebl. Altersvorsorge bringt den entscheidenden Nachteil, daß bei Auszahlung noch volle KV/PV-Beiträge zu zahlen sind! Dann lieber privat riestern. Im aktuellen Heft der Finanztest - Heft 10/08 - ist gerad eine Test der Riesterrentenversicherungen...
3105gtjunioram 19.09.2008 | 10:19
Zu ihrer Frage: Sparkassen haben bei Riester-Sparverträgen in der Regel keine Abschluß- und Vertriebskosten.
shakunam 19.09.2008 | 12:27
Hallo, vielen Dank allen, die auf mein posting geantwortet haben. Vielleicht sollte ich die Frage etwas konkretisieren: Es besteht Interesse an einem db Foerderrente Premium Vertrag (also eine fondsbasierte Riester-Rentenversicherung). Das Angebot der Deutschen Bank ist sehr teuer. Ich kann mir vorstellen, dass es da Alternativen gibt, evtl. Fondsvermittler? Gruesse, Shakun
Maria L.am 21.09.2008 | 00:09
Hallo shakun, bei einer fondsgebundenen Riester-Rentenversicherung wird nur ein kleiner Teil Ihres Beitrags überhaupt in Fonds angelegt, die Sie zudem in der Regel nicht selber auswählen dürfen. Das ist eine Mogelpackung. Alle staatlichen Zulagen werden z.B. nicht in Fonds angelegt (das müßte auch irgendwo im Kleingedruckten stehen), ebenso werden die hohen Abschluß- und Vertriebskosten abgezogen - sowie die Verwaltungskosten, und Achtung, diese werden Ihnen nicht ausgewiesen und können von Jahr zu Jahr unterschiedlich hoch sein. Alle Riestervarianten sind recht teuer, Versicherungen sind am teuersten (die werden von den Beratern am liebsten verkauft, weil da die Provision am höchsten ist). Die hohen Kosten liegen auch an der Förderbürokratie. Die staatlich vorgeschriebenen Förderbedingungen sind renditeschädlich (z.B. die sogenannte Beitragserhaltungsgarantie, die zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht ist). Wenn Sie unbedingt riestern wollen, ist die meines Wissens kostengünstigste Variante ein Riester-Fondssparplan (also ohne Versicherung). Den haben alle großen Banken bei ihrer Investmentfondstochter im Angebot. Diese Angebote gibt es wohl noch etwas kostengünstiger auch bei Fondsvermittlern. Ich empfehle allerdings in der Regel, auf vermeintliche staatliche Förderung zu verzichten und lieber vollständig selbständig in Aktienfonds zu investieren. Wie man das machen sollte, damit es rentabel UND sicher ist, habe ich hier wiederholt beschrieben, finden Sie z.B. über Stichwort "Aktienfonds". Lesen Sie bitte auch folgende Beiträge von mir: Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. Gruß, Maria L.
shakunam 21.09.2008 | 05:01
Vielen Dank fuer die hilfreichen Informationen, Maria. Die Riesterrente ist fuer meine Tochter. Sie hat keine Zeit, sich um den ganzen Kleinkram zu kuemmern und ueberlasst das Ihrer Mutter...Sie moechte unbedingt riestern. Ich denke, dass ich dann ein Produkt ohne Versicherung aussuche, wie die DWS (oder db?) Foerderrente premium oder so aehnlich. Gut, dass Sie mir bestaetigen, dass der Abschluss beim Fondsvermittler guenstiger ist. Bin noch nicht dazu gekommen, zu googeln - wie hoch liegt die Einsparung ungefaehr? Irgendwo las ich, bei 50%. Gruesse, shakun
Maria L.am 21.09.2008 | 11:27
Hallo shakun, wie alt ist Ihre Tochter? Ich halte es für völlig falsch, wenn Sie einer volljährigen Tochter die Verantwortung für deren Altersvorsorge abnehmen. Informationen sammeln, beraten, unterstützen - das ist gut, aber mehr sollte es nicht sein. Ihre Tochter sollte auch in dieser Hinsicht erwachsen werden. Ich müßte Informationen zu Riester-Fondssparplänen jetzt selber googlen. Hier ist ein älterer Testbericht zum Thema: http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/meldung/-Riester… Auch Riester-Fondssparpläne haben die Nachteile aller Riester-Verträge, beispielsweise Rückzahlung aller Zulagen und Steuervorteile bei vorzeitiger Kündigung oder auch bei Verzug ins Ausland (auch im Rentenalter!). Hohe Kosten bei Anbieterwechsel, d.h. man bindet sich im Prinzip an einen Anbieter für die gesamte Laufzeit. Das beinhaltet sehr wenig Risikostreuung. Die Riesterrente wurde konzipiert, um 3% (!) Rentenminderung auszugleichen. Damit gewinnt man im Alter keinen Blumentopf, das ist allenfalls ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Renditen bei freiem Fondssparen sind höher, sofern man dieses richtig macht - das ist allerdings schon mit einigem zeitlichen Einarbeitungsaufwand verbunden. Geben Sie Ihrer Tochter den Rat, sich selber intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. Es geht hier nicht um "Kleinkram". Es liegt an ihr selber, ob sie später als Sozialfall mit Millionen anderen von irgendeiner staatlichen Grundsicherung leben muß, oder ob sie ihren Lebensstandard halten und ggf. sogar deutlich steigern kann. Der Weg zur Vermögensbildung in Eigenverantwortung steht jedem offen! Wer sich um dieses Thema nicht eigenverantwortlich kümmert, hat noch nicht begriffen, worum es dabei geht. Die Zeiten, in denen "Vater Staat" gut für uns sorgte, sind vorbei. Ein hochverschuldeter Staat wird sich zwangsläufig immer mehr zurückziehen müssen. Es wird Zeit, daß wir Staatsbürger erwachsen werden! Die beste mir bekannte website zum Thema: www.finanzuni.org Empfehlen Sie diese Ihrer Tochter und schauen Sie gerne auch selber mal hinein. Haben Sie selber noch mindestens 20 Jahre Zeit für die Vermögensbildung? Dann sollten Sie für sich selber ebenfalls über freies Ratensparen in Aktienfonds vorsorgen. Freundliche Grüße, Maria L.
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