Frage zur EM-Teilrente.Gibt es Nachteile dadurch?

von
herrthomas

Guten Abend.
Hier wird sehr viel über Erwerbsminderungsrenten gefragt. Oft kommt wohl zuerst mal eine halbe EM-Rente heraus.
Das könnte wohl auch mich (42,ständig in Rentenkasse einbezahlt) zutreffen.
Natürlich werde ich mir einen Beratungstermin beim Rententräger geben lassen.
Möchte mich jedoch hier vorab informieren.

Aktuell:
Bin krankgeschrieben und beziehe Krankengeld. Keinen Job. Werde Antrag auf teilhabe am Arbeitsleben stellen. Wenn eine Umschulung rauskommt toll!
Wenn eine halbe EM-Rente rauskommt (befristet) gibts offene Fragen!

-Ich bleibe ja während des Reha/Rentenantrages weiterhin krankgeschrieben und beziehe weiter Krankengeld. (Bin während meines letzten Jobs AU gewoden).Die Bearbeitungsdauer kann ja
Monate dauern. Lt. Attest bin ich zur Zeit max. 4h am Tag arbeitsfähig. Also nicht vermittelbar und weiterhin AU.

Frage:
Wenn nun nach Monaten eine Entscheidung der halben EM-Rente eintrifft, darf ich ja bis zu einer Grenze hinzuverdienen!

-Schreibt mich der Arzt -nach Teilrentengenehmigung" dann "gesund", damit ich vermittelbar bin? Ich muß mir ja einen Teilzeitjob suchen!

-Ich falle dann ja ins ALG1, da ich ja dann vermittelbar wäre! oder?

-Hindert mich die Teilrente in der Ausübung eines Jobs? Oder zählt wirklich nur der Zuverdienst?

-Dürfte ich mich z.B. Selbständig machen? Hätte ja noch ALG1 und könnte es über den Gründungszuschuss probieren.

Oder bleibe ich weiterhin arbeitsunfähig, da ich ja nur 4 Stunden am Tag arbeitsfähig bin.
Das würde aber doch für einen Teilzeitjob oder kleine Selbständigkeit reichen!

Danke!!!

von
-_-

Zitiert von: herrthomas

...

Teilweise Erwerbsminderung liegt nach § 43 Abs. 1 S. 2 SGB 6 bei einem gesundheitsbedingt eingeschränkten Leistungsvermögen auf 3 bis unter 6 Stunden täglich vor, gemessen an den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Nach dieser Gesetzesdefinition ist somit im Einzelfall festzustellen, wie viele Stunden täglich der Versicherte auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt unter den dort üblichen Bedingungen erwerbstätig sein kann (abstrakte Betrachtungsweise). Ist nach dem festgestellten Leistungsvermögen von (medizinisch) teilweiser Erwerbsminderung auszugehen, liegt gleichzeitig auch volle Erwerbsminderung vor, wenn der Versicherte keinen seinem Leistungsvermögen entsprechenden Arbeitsplatz innehat, und der Arbeitsmarkt für ihn daher als verschlossen anzusehen ist. Obwohl eigentlich (medizinisch) nur teilweise erwerbsgemindert, sind daher Versicherte mit einem Leistungsvermögen von 3 bis unter 6 Stunden täglich voll erwerbsgemindert, wenn von einem für sie verschlossenen Arbeitsmarkt auszugehen ist.

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_43R3.1

Experten-Antwort

Beim Hinzuverdienst ist die Höhe des erzielten Einkommens maßgeblich. Die Anzahl der Arbeitsstunden ist hierbei also grundsätzlich nicht von Bedeutung.

Auch eine selbständige Tätigkeit wäre möglich.

Bezüglich des Arbeitslosengeldes rate ich Ihnen, sich mit der zuständigen Agentur für Arbeit in Verbindung zu setzten.

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