Fragebogen an Arbeitgeber wegen 450,- € Nebenjob neben Rente ?

von
Nebenjobber

Ich habe folgende Frage :

ich beziehe eine volle EM-Rente und möchte einen 450,- € Job annehmen, als Hinzuverdienst neben der Rente.

Dann schreibt - soweit ich informiert bin - die DRV in Berlin (mein Träger) den Arbeitgeber an und schickt ihm einen Fragebogen, den dieser ausfüllen soll.

Da ich nicht sicher bin, ob mein zukünftiger Arbeitgeber mir diesen Fragebogen zeigt oder mich vor dem Ausfüllen einweiht oder sogar fragt, interessiert es mich, was darin konkret abgefragt wird.

Kennt jemand diesen Arbeitgeber-Fragebogen aus eigener Erfahrung oder kennt sich damit profund aus ? Welche R-Nummer (oder andere DRV-Nummer) hat denn dieser Fragebogen ?

Der Grund, warum mich die R-Nummer des Fragebogens interessiert ist einfach, dass ich diesen mit der Nummer dann auf der Seite der DRV besser suchen kann.

Beispiel für eine R-Nummer : R3214 für den ärztlichen Befundbericht.

Besten Dank im Voraus an alle, die mir weiterhelfen können und wollen.

von
Schorsch

Die DRV interessiert sich vor allem für die genaue Arbeitsdauer und den voraussichtlichen Verdienst.

Sollte Ihre Arbeitszeit MINDESTENS 3 Stunden/Tag betragen, könnte es Probleme geben, da dann neu geprüft werden könnte, ob Sie noch voll erwerbsgemindert sind.

Es kann auch sein, dass Ihr Arbeitgeber Ihre Tätigkeit genau beschreiben muss.

Sollten diese Angaben nicht mit den Feststellungen im sozialmedizinischen Gutachten harmonieren, droht ebenfalls eine erneute Überprüfung Ihrer Erwerbsfähigkeit.

Seien Sie bitte nicht so naiv zu glauben, dass die DRV nur genormte Vordrucke verwendet.

Auch individuell gestaltete Anfragen sind jederzeit möglich!

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Nebenjobber,
mit den Fragebögen können Hinzuverdienst und/oder Umfang der Tätigkeit beim Arbeitgeber erfragt werden (s. auch Beitrag von Schorsch). Die Vordrucke sind nicht auf der Internetseite verfügbar.

von
dereinfacheFritz

Hallo
Was mich grundsätzlich an der Sache Stört ist das, das diese Bögen hinter dem Rücken des Betroffenen verschickt werden!

Wir haben zum Glück eine Betriebsvereinbarung das nichts ohne Kenntnis des Betroffenen Verschickt wird.
Unser Cheffe musste Schon mal fast 50000,00€ Bezahlen! Grins

MfG

von
Nebenjobber

Schade, dass das Formular offenbar "Geheimsache DRV" ist. Das ist kein gutes Zeichen, denn wenn es nix zu verbergen gäbe, könnte man das Formular ja online stellen.

Vielleicht kann ich ja was bei meinem Arbeitgeber erreichen ...

von
GroKo

Zitiert von: dereinfacheFritz

Hallo
Was mich grundsätzlich an der Sache Stört ist das, das diese Bögen hinter dem Rücken des Betroffenen verschickt werden!

Wir haben zum Glück eine Betriebsvereinbarung das nichts ohne Kenntnis des Betroffenen Verschickt wird.
Unser Cheffe musste Schon mal fast 50000,00€ Bezahlen! Grins

MfG


Blödsinn.

von
Christina Nowak

Geheimsache - das ist wirklich blanker Unsinn.

Der Arbeitgeber bekommt ein Formular zum Ausfüllen - basta.

Wieso machen Sie eigentlich so ein Drama um die erforderlichen Auskünfte.

Das Personalbüro des Arbeitgebers muss seine Eintragungen zur Meldung über eine geringfügige Beschäftigung nicht mit Ihnen abstimmen.

Wenn doch Alles in Ordnung ist, warum pochen Sie dann so auf die Kenntnis des Formulars.

Einfach nicht nachvollziehbar !!!!!!!!!

von
Schorsch

Zitiert von: Nebenjobber

Schade, dass das Formular offenbar "Geheimsache DRV" ist. Das ist kein gutes Zeichen, denn wenn es nix zu verbergen gäbe, könnte man das Formular ja online stellen.

Offenbar haben Sie irgendetwas zu verbergen, sonst würden Sie nicht so einen Wirbel um Nichts veranstalten.

SIE selbst müssen darauf achten, dass Ihre angestrebte Nebentätigkeit zu den gesundheitlichen Einschränkungen passt, die in Ihrem Rentenverfahren dokumentiert wurden.

Wenn alles in Ordnung ist, kann es Ihnen doch völlig egal sein, welche Fragen die DRV Ihrem Arbeitgeber stellt.

Sollte irgendetwas unstimmig sein, wird sich die DRV automatisch mit Ihnen in Verbindung setzen und dann können Sie eventuelle "Falschangaben" Ihres Arbeitgebers immer noch korrigieren.

von
Nebenjobber

Wie ich ja bereits geschrieben hatte, habe ich nichts zu verbergen. Meine Erfahrung aus meiner aktiven Zeit ist ist einfach, dass beim Ausfüllen solcher Formulare Fehler gemacht werden. Dann geht das Teil 10x hin und her.

Ich gehe inzwischen ohnehin davon aus, dass mich der Arbeitgeber darauf ansprechen wird, beim Ausfüllen zu helfen. Einfach um genannte "Ausfüllfehler" zu vermeiden. Die kosten nämlich auch beim Arbeitgeber unnötige Zeit.

von
dereinfacheFritz

hallo
@ Schorsch@Nowack, was sie Schreiben ist Lebensfremd die 50000,00€ mußte unser cheffe Zahlen weil das Lohnbüro eine Falsche Bescheinigung ausgestellt hatte, die hatten Cheffe Gefragt wie viel Stunden macht Müller und Cheffe sagte wie alle also 8-12 Stunden pro Tag im Av Steht 2,5 Stunden so mit hat die DRV die Rente Gestrichen und so lange das nicht Geklärt war musste Cheffe Zahlen. Das wurde so vom Arbeitsgericht Entschieden!
Wer falsche Bescheinigungen ausstellt muss für den Schaden gerade Stehen.

von
dereinfacheFritz

Hallo
Nachtrag: Diese Rentner Jobs weichen in jeder Firma vom Standard ab somit empfehle ich so Vorsichtig wie Möglich zu sein.

von
Nebenjobber

Hallo "dereinfacheFritz",

kann Ihren Ausführungen nur voll und ganz zustimmen. Die Geschichte kann ich mir genau so vorstellen. Und deshalb will mich der Arbeitgeber ja beim Ausfüllen mit an Bord haben, dann bin ich nämlich Teil des Problems, wenn was schief geht.

Hat natürlich nicht nur Vorteile für mich (also Teil des Problemes zu sein), ist mir aber lieber, als die Art von Problemen zu bekommen, die Sie gerade geschildert haben.