Fragebogen für den Hausarzt

von
Helge

Hallo wir haben vor einigen Monaten einen Antrag auf EM Rente gestellt.

Nun teilte mir meine Hausärztin mit, sie wurde von der DRV angeschrieben und soll einen mehrseitigen Fragebogen ausfüllen und alle Befunde mitschicken.

Sie war selbst überrascht und meinte zum Antrag damals noch, die Hausärzte werden nicht abgeschrieben sie hätte das jedenfalls noch nie bei EM Rente erlebt. Wenn offene Fragen wären die einer Entscheidung entgegenstehen würden, würde man zu einem Gutachter eingeladen.

Wir sind jetzt etwas unsicher und fragen uns ob uns die DRV nicht glaubt, wir hatten ja bereits alle Befunde und Ergebnisse und Berichte in Kopie mit dem Antrag eingereicht.

Auch sind sowohl währed des Antrag mitlerweile der GdB und der Pflegegrad erhöht worden und Merkzeichen hinzugekommen und demnach auch aktuelle Untersuchungen und Gutachten von Amtsärzten. Das alles haben wir ebenfalls umgehend an die DRV geschickt. Und jetzt soll die HÄ nochmal alles beschreiben erklären und kopieren.

Woran kann das liegen?

von
W*lfgang

Zitiert von: Helge
Und jetzt soll die HÄ nochmal alles beschreiben erklären und kopieren.

Hallo Helge,

ist Sie dazu etwa nicht in der Lage/fehlt ihr die Qualifikation dafür - oder will Sie es nicht/kann die amtliche Anforderung nicht lesen?

HÄ werden wohl üblicherweise eher seltener von der DRV kontaktiert. Hier scheint aber auch deren med. Bewertung zur EM gefragt, sonst hätte sie keine Post von der DRV bekommen, damit der med. Dienst der DRV sich ein Gesamtbild machen kann.

Machen Sie ihr Beine, ihre Stellungnahme könnte den Ausschlag geben – auch wenn sie erstmals eine Begegnung der besonderen Art mit den Aliens der DRV hat ;-)

Gruß
w.

von
Helge

Zitiert von: W*lfgang
Zitiert von: Helge
Und jetzt soll die HÄ nochmal alles beschreiben erklären und kopieren.

Hallo Helge,

ist Sie dazu etwa nicht in der Lage/fehlt ihr die Qualifikation dafür - oder will Sie es nicht/kann die amtliche Anforderung nicht lesen?

HÄ werden wohl üblicherweise eher seltener von der DRV kontaktiert. Hier scheint aber auch deren med. Bewertung zur EM gefragt, sonst hätte sie keine Post von der DRV bekommen, damit der med. Dienst der DRV sich ein Gesamtbild machen kann.

Machen Sie ihr Beine, ihre Stellungnahme könnte den Ausschlag geben – auch wenn sie erstmals eine Begegnung der besonderen Art mit den Aliens der DRV hat ;-)

Gruß
w.

Sie ist jetzt für 2 Wochen im Urlaub und hat mir gesagt sie teilt das der DRV mit und beantwortet das alles erst nach dem Urlaub.

Wir haben jetzt Angst dass Unterlagen die DRV vielleicht nicht erreicht haben oder ein anderes Problem vorliegt. Sehr glücklich war die HÄ tatsächlich nicht, vielleicht weil sie dafür kein Geld bekommt?

Dann müssen wir erstmal alles abwarten, bis die Antwort der HÄ raus ist und dann den Richtigen bei der DRV erreicht wird wohl noch mindestens einen weiteren Monat dauern.

von
T83

Hallo Helge.
Ich kann deine Fragestellung nachvollziehen.
Wenn man GdB und Pflegegrad hat werden ausreichende gesundheitliche Gründe vorhanden sein. Und der Hausarzt wird auch nichts anderes schreiben, als in den Unterlagen steht.

Du könntest der Rentenkasse die Frage stellen (Anruf oder E-Mail) die sollten dir am ehesten sagen können, warum sie das von deinem Hausarzt wollen.

von
Schorsch

Zitiert von: Helge

Sehr glücklich war die HÄ tatsächlich nicht, vielleicht weil sie dafür kein Geld bekommt?

Selbstverständlich bekommt sie Geld dafür.
Zwar kein Vermögen aber einen durchaus angemessenen zweistelligen Euro-Betrag.

Ein Gutachter bekommt nur unwesentlich mehr, wenn man seinen höheren Zeitaufwand berücksichtigt.

Zwei Wochen Verzögerung sind auch nicht tragisch, weil die Bearbeitung eines EM-Rentenantrags durchaus mehrere Monate (oder Jahre) dauern kann.

Lehnen Sie sich besser entspannt zurück und warten Sie ab was in den nächsten Wochen passiert.

Wenn Sie sich tatsächlich telefonisch nach dem Sinn dieser Vogehensweise erkundigen, erreichen Sie im besten Fall, dass man Sie tatsächlich zu einem neutralen Gutachter schickt.
Und bis der einen Termin frei hat, können deutlich mehr als zwei Wochen vergehen.

MfG

von
SE

Hallo Helge,
teilen sie dem Rentenversicherungsträger mit, dass sich
die Auskunft des Hausarztes wegen Urlaub verschiebt um 4 Wochen.
Ausfüllhinweise zum Befundbericht im Rentenverfahren

https://www.rehainfo-aerzte.de/de/Inhalt/Allgemeines/Downloads/ausfuellhilfe_rente.pdf?__blob=publicationFile&v=1

von
SE

Hallo Schorsch,

die Vergütung ist sehr schlecht.
Die Rentenversicherungsträger vergüten ärztliche
Befundberichte zum Antrag auf
Leistungen zur Teilhabe einschlie
ßlich Anschlussrehabilitation und Kinderrehabilitation
sowie zum Antrag auf Rente mit einem Betrag in Höhe
von 21,24 EUR
Vergütung ärztlicher Leistungen (Gutachten und Befundberichte)
für die gesetzliche Rentenversicherung

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Rheinland/de/Inhalt/Allgemeines/publikationen/reha_vordrucke/01_aerzte/01_01_rentenverfahren/aed_verguetungsregelung_und_ergaenzende-hinweise.pdf?__blob=publicationFile&v=4

von
Helge

Vielen Dank für die Antworten.

Es ist manchmal sehr nervenaufreibend und man interpretiert vielleicht zu viel in einen Vorgang hinein. Wenn man aber schon ein paar Monate wartet und dann die erste Handlung ist, alle Befunde erneut abzufordern und eine Stellungnahme der HÄ anzufragen, die nochmal alles haarklein detailliert aufschreiben soll, dann finde icz das schon merkwürdig.

Wir hoffen das beste.

von
Marius

Zitiert von: SE
Hallo Schorsch,
die Vergütung ist sehr schlecht.
Die Rentenversicherungsträger vergüten ärztliche
Befundberichte zum Antrag auf
Leistungen zur Teilhabe einschlie
ßlich Anschlussrehabilitation und Kinderrehabilitation
sowie zum Antrag auf Rente mit einem Betrag in Höhe
von 21,24 EUR

Für noch nicht einmal 30 Minuten Arbeit ist das ein schöner Stundenlohn.

von
Schorsch

Zitiert von: SE

Die Rentenversicherungsträger vergüten ärztliche
Befundberichte zum Antrag auf
Leistungen zur Teilhabe einschlie
ßlich Anschlussrehabilitation und Kinderrehabilitation
sowie zum Antrag auf Rente mit einem Betrag in Höhe
von 21,24 EUR
Vergütung ärztlicher Leistungen (Gutachten und Befundberichte)
für die gesetzliche Rentenversicherung

Dann haben Sie vermutlich übersehen, dass die Hausäztin einen mehrseitigen Fragebogen ausfüllen soll, was laut Gebührenordnung erheblich großzügiger vergütet wird als ein normaler Befundbericht und dass der Schreibaufwand zusätzlich mit 7,50 Pro Befundbericht vergütet wird.

Mein Mitleid hält sich somit in Grenzen.

MfG

Experten-Antwort

Hallo Helge,

um die Bearbeitung Ihres Antrages nicht zu verzögern, sollte Ihre Hausärztin (nach dem Urlaub) die Anfrage der Rentenversicherung einfach beantworten.