Fragen bezüglich befr. Zeitrente

von
Moppelchen71

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe einige Fragen bezüglich meiner befr. Zeitrente wegen voller Erwerbsminderung, welche ich seit 2005 erhalte.
Bin exam. Krankenschwester und habe sowohl eine gescheiterte medizinische Reha , als auch eine gescheiterte Teilhabe am Erwerbsleben durch die DRV Bund hinter mir, beides scheiterte aus gesundheitl., medizinischen Gründen.
Nun erhalte ich wie gesagt seit 2005 eine befr. Zeitrente wegen voller Erwerbsminderung. Bin auch auf Dauer zu 60 % " schwerbehindert". Im Herbst 2011 muss ich meinen 4. Antrag auf Rentenverlängerung stellen, ich weiss nicht, ob dann evtl. neue , ärztliche Gutachten fällig werden. Bei der 3. Antragsstellung war dies nicht der Fall. Ich leide an einer schweren, chron. Nierenerkrankung ( jedoch nicht dialysepflichtig), einer chronischen Wirbelsäulenerkrankung , sowie an Weichteil-, und Muskelrheuma und jahrelangen, chronischen Schmerzen. Bin immerzu, regelmäßig in nephrologischer, hausärztlicher , wie auch orthopädischer Behandlung. Meine chron. Erkrankungen sind nicht mehr heilbar, sie werden auch nicht besser. Dies wird mir auch von meinen beh. Ärzten bestätigt. Was, wenn es nun doch so eintreten würde, dass mich ärztliche Gutachter evtl. für arbeitsfäig halten sollten? Denn mich wird aufgrund meiner gesundheitlichen Voraussetzungen und der ständigen Krankheitsschübe sowie aufgrund des Schwerbehin.ausweises keine Klinik oder dergleichen mehr einstellen.
Nun sieht es jedoch leider so aus, dass ich meine Miete, Mietnebenkosten sowie Lebenshaltungskosten von der Zeitrente alleine nicht !!! bewältigen kann und ich deshalb einen 400-,€ - Job annehmen muss - sonst kann ich mich nicht über Wasser halten. Meine Eltern als auch Lebensgefährte sind verstorben, von ihnen kann ich also keine fin. Unterstützung erwarten. Wohngeld bekomme ich nicht, habe ich bereits versucht.
Nun mache ich mir große Sorgen, dass man mir evtl. die Zeitrente streichen könnte bzw. streichen wird, wenn ich einen 400-,€ - Job annehme. Doch in allen meinen Bescheiden steht ja, dass ich generell einen solchen 400-,€ - Job annehmen dürfe. Was also soll ich tun?

von
schwer

Nun mache ich mir große Sorgen, dass man mir evtl. die Zeitrente streichen könnte bzw. streichen wird...

schwer Ihnen zu raten.
Aber...
ich würde mir nicht allzuviele Sorgen machen, denn nach drei Verlängerungen wird in der Regel die Rente auf Dauer gewährt.
Dann kann man auch einen Antrag auf Grundsicherung stellen, sodass man evtl. nicht mehr unbedingt Hinzuverdienen muss.
Ihre Sorge geht aber wohl dahin, dass wenn sie jetzt den 400,-Euro Job machen, "die da oben" denken könnten: die kann ja noch, dann bekommt sie keine weitere Rente....;-)
Auch da würde ich mir nicht so viele Sorgen machen...meine waren auch unbegründet.
Lieben Gruß

von
Lobis

Nein, ein Zuverdienst im Rahmen der 400€ Grenze ist bei einer vollen EM-Rente ausdrücklich - gesetzlich ! - so vorgesehen und kann ihnen auf gar keinen Fall rentenschädlich ausgelegt werden und zwar ohne wenn und aber !

Sie müssen nur die 400€ Grenze penibel beachten und sollten die täglich erlaubte Arbeitszeit von unter 3 Stunden auch nicht überschreiten.

Auch kann/darf ihnen ein eventuell bei ihrem nächsten Verlängerungsantrag eingeschalteter Gutachter und/oder der med. Dienst der RV , ihnen diesen 400€ dann nicht rentenschädlich auslegen, diesen in die Beurteilung ihrer Erwerbsfähigkeit mit einfliessen lassen oder gar deshalb ihren Verlängerungsantrag ablehnen.

Da brauchen Sie sich wirklich überhaupt gar keine Sorgen zu machen.

Das im Herbst 2011 - nach dann 6 jährigem Rentenbezug mit 3 x ( problemloser ) Verlängerung - die Rente dann so einfach aberkannt und nicht weiter verlängert wird, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Das wird wohl bei ihnen entweder schon im Hertbst 2011 oder dann spätestens beim übernächsten Antrag
( EM-Rente kann ja nur bis max. 9 Jahre befristet werden ) auf eine
" Dauerrente " hinaus laufen.

Sollte die Rente doch abgelehnt werden ( man weiss ja nie.. ) sollten Sie sofort Widerspruch einlegen und durch alle Instanzen gegen die Rentenversicherung klagen.

Nach einer so langen Zeitspanne der Berentung haben Sie alle Chancen, so einer Prozeß auch zu gewinnen.

Vermute aber, das dies in ihrem Fall alles nicht notwendig sein wird und die Verlängerung sich zur reinern " Formsache " entwickeln wird.

Wobei die RV gerne - bevor eine Dauerrente - dann letztlich zuerkannt wird, noch mal eine Begutachtung durchführen lässt.

Darauf sollten Sie sich dann schon einstellen.

Die Arbeitsaufnahme müssen Sie übrigens unverzüglich und schriftlich der Rentenversicherung dann angeben ( steht auch so in ihrem Rentenbescheid ).

von
Dürfen die nicht

Selbstverständlich dürfen die das nicht, aber ob die sich dran halten ist die Frage.

Bei dem Krankheitsbild und der Krankengeschichte werden die sich an die Vorgaben halten.

Allerdings kann man hier exemplarisch erkennen, wie schlecht der Ruf der Gutachter und der DRV sind.

Woran das wohl liegt?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Moppelchen71,

die Entscheidung, ob eine befristete Rente wegen voller Erwerbsminderung weitergewährt werden kann wird erst im Herbst 2011 getroffen werden. Dabei spielt die eventuelle Ausübung eines Minijobs keine Rolle, sondern es werden ausschließlich medizinische Gesichtspunkte in die Beurteilung des Restleistungsvermögens mit einbezogen.
Insoweit sind Ihre Sorgen - man könne die Ausübung des Minijobs rentenschädlich auslegen -unbegründet.
Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen bei der nächst gelegenen Auskunfts- und Beratungsstelle einen Termin zu vereinbaren, damit Sie individuell beraten werden können. Die Ihrem Wohnort nächst gelegene Beratungsstelle können Sie unter dem Link "Service/Beratungsstellen" ermitteln.