Fragen über Fragen! Reha zuende! Und jetzt? Teilhabe oder EM-Rente?

von
herrlein

Hallo zusammen,

wie soviele, habe auch ich (40) viele Fragen
wie es bei mir weitergehen soll.
Habe erfolglos eine med. Reha hinter mir.
Wurde arbeitsunfähig -wie ich gekommen bin- entlassen.
Falle also wieder ins Krankengeld, welches ich schon vor der Reha über 6 Monate bezog.
Arbeitsstelle habe ich keine. Wurde vor 6 Monate während Krankheit gekündigt (Probezeit).

Nachdem ich seit über 15 Jahren mit meiner Krankheit (Rheuma) und dem berufsleben nicht mehr zurechtkomme, wurde ich von der Kasse auf Reha geschickt.

Nun meine Fragen:
-Da ich arbeitsunfähig entlasse wurde, brauche ich doch nur meine Kasse informieren, damit ich wieder mein KG erhalte.
-Da ich bereits vor der Reha auch einen Antrag zur teilhabe am Arbeitsleben gestellt habe, liegt dem Rententräger ja bereits ein erneuter Antrag vor.
-Da ich jedoch nicht einschätzen kann, ob für mich überhaupt eine Teilhabe sinnvoll ist (bin Kaufmann), bliebe noch der Weg in die Erwerbsminderungsrente übrig. Wohl max. ne halbe, da ich lt. Rehaärzte ca. 4-5h pro Tag arbeiten könnte. Dies sollte jedoch noch ein Psychologisches Gutachten klären.

Ich möchte erstmals ne Klärung, ob es eine Möglichkeit der Teilhabe über eine Umschulung gibt. Also weg vom Bürojob hin zu einer anderen Tätigkeit.
Ist natürlich schwierig mit Rheuma. Doch Bewegung mindert die Schmerzen mehr als das starre sitzen (da bringt auch eine Arbeitsplatzumgestalltung nichts. Schon probiert! Auch schon 2x wiedereingliederung)

Was wird mich nun die nächsten Wochen erwarten?
MDK über die Kasse?
Psychologisches Gutachten über den Rententräger?
Rehaberatung über den Rententräger?
Umwandlung in EM-Rente?

Ich möchte keinen Fehler machen.
Ich wäre dankbar, wenn ich endlich mal ein Reha-Beratungsgespräch erhalte, welche Möglichkeiten der Teilhabe es gibt.
Notfalls muß ich den Weg in die EM-Rente wählen.

Danke
herrlein

von
Krämers

Ja , der MDK könnte durch die Kasse jetzt irgendwann eingeschaltet werden um ihre wietere AU zu überprüfen.

Ja, ein psychiatrisches Gutachten wird wohl anberaumt werden und erst danach dann über eine EM-Rente und ihren Teilhabeantrag entschieden werden.

Entscheidend ist alleine die Einschätzung des RV hinsichtlich ihrer Erwerbsfähigkeit. Wenn ihnen eine EM bescheinigt wird können Sie sich eine Teilhabe wohl " abschminken " ...

Eine Beratung was grundsätzlich möglich ist an Teilhabe für sie Kaufmann ist iimmer möglich. Halte dies aber zum jetzigen Zeitpunkt bei ihnen für zu früh, da ja erst mal ihre EM zweifelsfrei geklärt werden muss und da ist man ja noch dabei und mittendrin.

Also erstmal jetzt die psychiatrische Begutachutng abwarten. Danach werden Sie schon schlauer sein...

Kriegen Sie letztlich dann keine Teilhabe weil Sie EM sind bleibt ihnen nur die EM-Rente.

von
-_-

Sie haben die Möglichkeiten schon selbst aufgeführt. Da man Sie hier im Forum sehr schlecht untersuchen kann, müssen Sie die Entscheidung des Rentenversicherungsträgers abwarten. Zunächst lassen Sie sich weiter arbeitsunfähig krank schreiben und beziehen Krankengeld. Nach meinen Erfahrungen läuft es aber auf die Gewährung einer Rente hinaus. Sind sie arbeitsunfähig aus der Reha entlassen worden, gilt der Reha-Antrag kraft Gesetzes als Rentenantrag.

Der Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben gilt als Antrag auf Rente, wenn Versicherte vermindert erwerbsfähig sind und Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben nicht erfolgreich gewesen sind, weil sie die verminderte Erwerbsfähigkeit nicht verhindert haben (http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__116.html).

Sie werden dann vom Rentenversicherungsträger aufgefordert, den formularmäßigen Rentenantrag nachzureichen. Wenn das Krankengeld höher als die Rente ist, müssen Sie sich damit im eigenen Interesse nicht besonders beeilen. ;-)

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo herrlein,

den Beiträgen von Krämers und -_- ist aus meiner Sicht zuzustimmen.

PS: Vergessen Sie bitte nicht, sich bei Ihrem behandelnden Arzt vorzustellen und sich die weiterhin vorliegende Arbeitsunfähigkeit bescheinigen zu lassen (Krankenschein). Die Meldung bei der Krankenkasse mit Verweis auf die arbeitsunfähige Entlassung aus der Reha dürfte für die weitere Zahlung des Krankengeldes grundsätzlich nicht ausreichend sein.