< content="">

Fragen zu Rente 63 J.

von
Manfred

Guten Tag,

es geht um abschlagsfreie Rente mit 63.

Mein Fall:

bin z.Z. in ATZ (6 J. Blockmodel)
ATZ-Vertrag endet 31.10.2018
bin Jahrgang 1955; Rentenbeginn 01.11.2018 mit 9,9 % Anschlag

NEU: Rente mit 63 abschlagsfrei in meinen Fall 63 J. + 6 Monate (?)
würde bedeuten 01.05.2019 Rentenbeginn ohne Abschläge (?)
habe zum Zeitpunkt 31.10.2018 eine Wartezeit von 573 Monaten erbracht

„rollierender Stichtag“ in meinen Fall:
31.10.2018 + 6 Monate (da Jg.55) = 30.04.2019
30.04.2019 - 24 Monate = 30.04.2017 wäre mein Stichtag (?)
also muss man von den 573 Mon. 20 abziehen ( 31.10.2018 – 20 Mon. = 30.04.2017 Stichtag) (?)
Stichtag = 553 Mon. Wartezeit = 46 Jahre, wäre soweit erfüllt (?)

ab diesen Stichtag darf man nicht arbeitslos sein, wenn man abschlagsfrei in Rente geht (?)

so nun fehlen mir ja noch die 6 Monate (da Jg. 1955) nach meiner ATZ, was muss man machen (?)

ALG 1 beantragen (?) zählt glaubig nicht zu Wartezeit (?) Wie ist es in meinen Fall, da ich ja zu meinen Stichtag die 45J. erfüllt habe (?)
Wie zieht es da mit der Sperrzeit 12 Wochen bei ALG 1 aus (?) zählt auch nicht als Wartezeit (?)
Muss ich mir einen neuen Job suchen für 6 Monate (?) Wer will noch einen 63jährigen beschäftigen !!!
Oder kann man so Beiträge bezahlen (?)
Oder gibt es noch andere Möglichkeiten diese 6 Monate mit Anrechnungszeit zu überbrücken (?)

Sind etwas viele Fragen aber leider ungeklärt.

Wenn ein Experte darauf antworten kann wäre nicht nur für mich als hilfreiche Info, bestimmt noch für viele angehenden Rentner auch. In meinen Bekanntenkreis gehen da die Meinungen voll auseinander und keiner kennt sich richtig aus. Auch verständlich da Rente 63 abschlagsfrei neu ist.

Gruß Manfred

von
Jemand

Langer Frage kurze Antwort: Vereinbaren Sie einen Termin mit einer der Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung.

von
Christina Nowak

Da Sie innerhalb von wenigen Minuten die gleiche Frage in einem anderem Forum gestellt haben - sollten sich die Auskünfte in unserem Forum ja wohl erledigt haben.

von
Manfred

Stimmt, habe ich.

Konnte nicht wissen das man in
verschiedenen Foren die gleiche Frage stellen kann. Entschuldigung !!!

Also brauche ich mir hier keine Hoffnung auf eine Antwort machen ?

von
W*lfgang

Hallo Manfred,

das mit der Stichtagsregelung können Sie ausblenden, ist hier ohne Bedeutung, da Sie mit ganz normalen Pflichtbeiträgen die 45 Jahre locker erreichen werden.

Entscheidend ist bei Ihnen nur die Frage, will ich 6 Monate auf die abschlagsfreie Rente warten, wie überbrücke ich ggf. die Zeit - mit alternativen Einkommensmöglichkeiten oder 6 Monate Leerlauf/kein Einkommen/gehe ich noch zum Arbeitsamt ...und rechnet sich das überhaupt und wann.
Für die DRV wären diese 6 Monate Null-Zeit gar kein Problem, es muss nicht bis Rentenbeginn eine durchgehende Versicherung bestanden haben.

Entsprechende Hinweise finden Sie auch in diesem Beitrag:

https://www.ihre-vorsorge.de/index.php?id=46&no_cache=1&tx_mmforum_pi1[action]=list_post&tx_mmforum_pi1[tid]=26311&tx_mmforum_pi1[sword]=atz#pid213763

oder über die 'Forensuche' "atz", mit Dutzenden Beiträgen in den letzten Monaten zu dieser Frage.

Einfachster Weg wäre, mit dem Arbeitgeber über eine Verlängerung oder Verschiebung der ATZ zu reden.

Gruß
w.

von
Manfred

Hallo W.

mit der Verschiebung der ATZ wird nicht gehen. Da ich ja schon fast 2 Jahre in der Arbeitsphase bin. Bin auch nicht länger in der Lage diese Tätigkeit auszuüben. (nach der Arbeitsphase = fast 27 Jahre Bandarbeit,
2-Schichtsystem; Akkordarbeit)

Zwecks "Stichtag" alles klar.

Sie schreiben hier: ......."Für die DRV wären diese 6 Monate Null-Zeit gar kein Problem, es muss nicht bis Rentenbeginn eine durchgehende Versicherung bestanden haben".....Dies verstehe ich nicht ganz wias damit gemeint ist. Möchte ja die 63 J. + 6 Monate erreichen.

Gruß Manfred

von
Paule

Zitiert von: Manfred

Hallo W.

mit der Verschiebung der ATZ wird nicht gehen. Da ich ja schon fast 2 Jahre in der Arbeitsphase bin. Bin auch nicht länger in der Lage diese Tätigkeit auszuüben. (nach der Arbeitsphase = fast 27 Jahre Bandarbeit,
2-Schichtsystem; Akkordarbeit)

Zwecks "Stichtag" alles klar.

Sie schreiben hier: ......."Für die DRV wären diese 6 Monate Null-Zeit gar kein Problem, es muss nicht bis Rentenbeginn eine durchgehende Versicherung bestanden haben".....Dies verstehe ich nicht ganz wias damit gemeint ist. Möchte ja die 63 J. + 6 Monate erreichen.

Gruß Manfred

Das heißt, dass es für die Rentenversicherung völlig unbedeutend ist, was Sie in den 6 Monaten bis zum Erreichen der Altersgrenze der abschlagsfreien Rente treiben.
1.
Null-Zeit heißt, dass Sie in dieser Zeit nur von Ihrem Ersparten leben und nicht arbeiten (aber Achtung! Mit der Krankenversicherung reden und KV-Beiträge bezahlen).
2.
Sie können zum Arbeitsamt gehen und ALG1 beantragen (entsprechende Schikanen mit Sperrzeit und halbierte Leistungen bei ATZ, Zwangsschulungsmaßnahmen, Zwangsbewerbungen sind zu erwarten).
3.
Minijob mit oder ohne Rentenbeiträgen.
5.
SV-pflichtiger Job mit "normalen" Rentenbeiträgen.

All das ist völlig bedeutungslos für Ihre abschlagsfreie Rente ab 63 + 6 Monate. Mit evtl. zusätzlichen RV-Beiträgen steigern Sie Ihre Rente nur ein klein wenig. Das wollte Wolfgang wohl damit sagen.

von
Manfred

Alles klar, jetzt habe ich verstanden zweck Überbrückung der 6 Monate.

Habe dann noch eine Frage zwecks ATZ-Vertrag den ich so unterschrieben habe, wie bistimmt alle ATZler auch.

In meinen Vertrag steht:....."Die Parteien gehen davon aus, das der Mitarbeiter nach Ende der ATZ gesetzliche Rente bezieht, eine Arbeitslosmeldung mit der Geltendmachung von Ansprüchen auf Arbeitslosengeld gegenüber der Agentur für Arbeit also n i c h t in Betracht kommt"......

so habe ich es unterschrieben im April/2012

Ist dies bindend zwecks des neuen Rentengesetzes seit 1.7.14 ???

Wie wird das geregelt falls man sich doch danach arbeitslos meldet, weil ja glaubig das Arbeitsamt Zuschüsse zu meinen Aufstockung bezahlt hat???

Kann es sein das man die Zuschüsse wieder zurück zahlen müsste, wenn man den Vertrag nicht einhält???

Gruß Manfred

von
Paule

Ja, so etwas steht auch in meinem ATZ-Vertrag. Ich bin allerdings in der glücklichen Lage, dass ich Ende September 2015 alle Bedingungen der abschlagsfreien Rente mit 63 erfüllt habe (Wartezeit ohne Zeiten der Arbeitslosigkeit + Alter beim bevorzugten Geburtsjahr 01/1952). Am 31. Oktober endet dann mein ATZ-Vertrag. Das ist in meinem Fall eine absolute Punktlandung. Besser konnte das die Frau Nahles für mich nicht machen :-)

Nach allem was ich hier im Forum schon gelesen habe: Offenbar kann Sie kein Mensch zwingen, anschließend an die ATZ Rente zu beantragen. Sie haben wohl auch das Recht ALG1 zu beantragen. Das Arbeitsamt wird das vermutlich zähneknirschend zur Kenntnis nehmen müssen. Mit entsprechenden Restriktionen ist zu rechnen. Ich kann mir jedoch nicht vorstellen, dass die ATZ-Unterstützung zurückgefordert werden kann. Ganz sicher bin ich mir da aber nicht. Vielleicht kennt sich da jemand noch besser aus. Eine Nachfrage beim Arbeitsamt wäre in dem Fall kontraproduktiv. Mit denen wäre da wohl nicht gut Kirschen essen.

Experten-Antwort

Ihre Fragen zur Rente mit 63 wurden bereits korrekt beantwortet.

Zur Klärung Ihrer Fragen in Ihrem letzten Beitrag setzen Sie sich bitte mit Ihrem Arbeitgeber (Personalabteilung) und der Bundesagentur für Arbeit in Verbindung.

von
Paule

Übrigens:
Die Rentenversicherung ist da außen vor. Der ist das vollkommen wurscht, ob sie die Rente mit 63 mit Abschlägen oder mit 63 + 6 ohne Abschläge beantragen.

von
Manfred

genau, diese Frage wäre auf den Arbeitsamt nicht angebracht.

Man nimmt an, das das Arbeitsamt Zuschüsse für die Aufstockung bei der ATZ zahlt, wenn man nach ATZ nicht bei denen vorbei kommt.

Ob das nun auf Grund der neuen Rentenregel anders geht weis man nicht. Schließlich werden sich "einige" Jahrgänge so überbrücken.

Und der Arbeitgeber wird sich hüten, einen "Alten" noch ein halbes Jahr (in meinen Fall) länger zu bezahlen. Da wäre er ja dumm, wenn er einen ATZ-Vertrag verlängern würde.

Gruß Manfred

von
Paule

Hallo Manfred, ich habe da noch einen interessanten Artikel gefunden, der wohl (fast) alle Fragen beantwortet. Darauf berufen kann man sich jedoch nicht. Arbeitsämter sind da meist sehr ... (ich will niemandem etwas unterstellen)

http://www.noz.de/deutschland-welt/gut-zu-wissen/artikel/455832/altersteilzeit-und-die-neue-rente-mit-63

von
Manfred

.....habe gelesen.

Hier noch etwas wegen der Sperrzeit.

Sperrzeit: Wer einen Altersteilzeitvertrag abschließt, hebt – juristisch gesehen – sein Arbeitsverhältnis einvernehmlich auf, allerdings nicht kurzfristig, sondern zu einem Zeitpunkt, an dem Anspruch auf ein (vorgezogenes) Altersruhegeld besteht. Dies hat zur Folge, dass bei einem Antrag auf ALG I nach dem Ende der Altersteilzeit eine Sperrzeit eintreten kann.

a) In der Umwandlung eines unbefristeten Arbeitsverhältnis in ein befristetes durch Abschluss eines Altersteilzeitvertrages liegt ein Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitnehmer im Sinne der Sperrzeitvorschrift § 144 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB III.
…...................................................................................................................................................
144 SGB III
(1) Hat der Arbeitnehmer sich versicherungswidrig verhalten, ohne dafür einen wichtigen Grund zu haben, ruht der Anspruch für die Dauer einer Sperrzeit. Versicherungswidriges Verhalten liegt vor, wenn
1. der Arbeitslose das Beschäftigungsverhältnis gelöst ... und dadurch vorsätzlich oder grob fahrlässig die Arbeitslosigkeit herbeigeführt hat (Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe), ...
(2) Die Sperrzeit beginnt mit dem Tag nach dem Ereignis, das die Sperrzeit begründet, …

von
Paule

Ja, das werden die dann wohl ausnutzen, außer du kannst nachweisen, dass der Arbeitgeber dich in die ATZ gezwungen hat. Die Sperrzeit geht über 3 Monate. Ansonsten gibt es ALG 1 bezogen auf das halbe Bruttogehalt, also wesentlich weniger als ATZ + zusätzliche Gemeinheiten, Bewerbungsschulungen, Mindestanzahl Bewerbungen pro Monat usw.

Ob sich das lohnt? Das ist wohl auch so gewollt. Ich bin jedenfalls heilfroh, dass mich das nicht betrifft.

Das geht hier aber inzwischen am Thema vorbei, wir sind ja nicht im Tacheles-Forum.

von
W*lfgang

> von Manfred
RE: Fragen zu Rente 63 J.
genau, diese Frage wäre auf den Arbeitsamt nicht angebracht.
Man nimmt an, das das Arbeitsamt Zuschüsse für die Aufstockung bei der ATZ zahlt, wenn man nach ATZ nicht bei denen vorbei kommt.

Hallo Manfred,

für Jahrgang '55 zahlt das AA definitiv keine Zuschüsse für ATZ-Verhältnisse mehr. Die ATZ hätte zum 31.12.2009 _angetreten_ werden müssen UND der ATZler musste dafür vor Jg. '55 geboren sein. Das ATZG (Altersteilzeitgesetz) mit Förderoptionen für Arbeitgeber (AG) endete mit Ablauf 31.12.2009. Der AG kann also in Ihrem Fall nichts verlieren, was er nicht bekommen hat.

Warum in Ihrem ATZ-Vertrag die 'Knebel' "Die Parteien gehen davon aus, das der Mitarbeiter nach Ende der ATZ gesetzliche Rente bezieht (...)“ eingebaut ist, keine Ahnung. Ist eine wachsweiche Formulierung 'wir gehen davon aus' ...eine reine Erwartungshaltung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, ohne juristische Bindung - den AG geht es einen Feuchten an, wie man sein (Renten)Leben nach Beschäftigungs(ATZ)ende gestaltet, zu mal hier keine Restriktionen (was der AG für Konsequenzen aus 'vertragswidrigem' Handeln vorsieht) vorgesehen worden sind, wo ggf. etwaige Zusatzleistungen des AG zurückzuzahlen wären/bei Vertragsende nicht zur Auszahlung kommen.

Lassen Sie sich einfach mal in der nächsten Beratungsstelle durchrechnen, ob sich ein 6-monatiger (gekürzter) Rentenverzicht überhaupt rechnen würde ...grob, die 'Rentabilität' wird auf 7-10 Jahre zugehen, je nach dem, welche anderen Leistungen/Zusatzkosten (KV) da noch mit drinhängen.

Gruß
w.

von
Manfred

Hallo W*,

wäre auch eine Überlegung wert.

Wenn ich 9,9% in Kauf nehme und gehe mit 63 ohne die + 6 Monate, meinen sie das ?

Wenn bei den ALG1 eine Sperrzeit von 12 Wochen verhängt wird, würde ich ja keine Leistung bekommen. Wäre schon in den 3 Monaten ein Verlust von etwa 4200,- ohne BR bei Rente mit Abschlägen. Dann die anderen 3 Monate nur 50 % ATZ-Entgeld ohne Aufstockung (?)

von
Manfred

Hallo W*,

wäre auch eine Überlegung wert.

Wenn ich 9,9% in Kauf nehme und gehe mit 63 ohne die + 6 Monate, meinen sie das ?

Wenn bei den ALG1 eine Sperrzeit von 12 Wochen verhängt wird, würde ich ja keine Leistung bekommen. Wäre schon in den 3 Monaten ein Verlust von etwa 4200,- ohne BR bei Rente mit Abschlägen. Dann die anderen 3 Monate nur 50 % ATZ-Entgeld ohne Aufstockung (?)

von
Manfred

Hallo W*,

wäre auch eine Überlegung wert.

Wenn ich 9,9% in Kauf nehme und gehe mit 63 ohne die + 6 Monate, meinen sie das ?

Wenn bei den ALG1 eine Sperrzeit von 12 Wochen verhängt wird, würde ich ja keine Leistung bekommen. Wäre schon in den 3 Monaten ein Verlust von etwa 4200,- ohne BR bei Rente mit Abschlägen. Dann die anderen 3 Monate nur 50 % ATZ-Entgeld ohne Aufstockung (?)
kommen auch noch mal 3 x ca. 800,- weniger raus als bei Abschlagsrente, wären 2400 und 4200 ist man schon bei 6600,-€.

von
W*lfgang

Zitiert von: Manfred
Dann die anderen 3 Monate nur 50 % ATZ-Entgeld ohne Aufstockung (?)
Das lieber Manfred, streichen Sie gleich wieder. Das ATZ-Entgelt endet genau mit Ablauf ATZ-Vertrag/63 ...danach kann es nur noch ALG in den letzten 3 Monaten auf Basis des halben Brutto-Entgelt geben.

Und, das mit der (verlorenen) Betriebsrente in den 6 Monaten haben Sie schon richtig erkannt, ist (meist) an die gesetzliche Rente gekoppelt, keine Rente = keine BR. So langsam kommen Sie der Ahnung nahe, dass die Rente ab 63 mit Abschlag doch nicht so schlecht sein kann, als 6 Monate später mit dem 'mickrigem' Mehrbetrag die Verluste erst in Jaaaaahren wieder heraus zu bekommen - dann sind Sie wie alt?

Nun soll's aber gut sein, von mir ist alles gesagt/alle Hinweise gegeben - individuelle Lösungsvorschläge/-anregungen kann es nur im 4-Augen-Gespräch geben ...leider endet HIER mein 'Zuständigkeitsbereich' ;-)

Gruß
w.