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Frauenrente

von
Rentnerin

Aktuell ist ja wieder im Gespräch, dass Frauen weniger Einkommen für gleiche Arbeit erhalten.
Wird diese Benachteiligung bei der Rentenberechnung eigentlich berücksichtigt?

von
Schiko.

Unabhängig ob Frau oder Mann, maßgebend ist der Jahresverdienst für alle not-
wenigen Beitragsjahre die zur
Beantragung der Rente Voraus
setzung sind.

MfG.

von
Rentnerin

Ja, natürlich. Aber hier ist ja der Knackpunkt: wenn Frau um die 22% weniger Gehalt bekommt, ist das Jahreseinkommen dementsprechend geringer als bei einem Mann in gleicher Position.
Ergo wird auch die Rente geringer ausfallen.

Die Frau läuft also dem Mann jahrelang hinterher und nur wenn sie Glück hat, kann sie dessen Einkommenshöhe evtl. in den letzten Jahren der Berufstätigkeit erreichen.

Und das schmälert doch ihre Rente!!?

von
Hella

Ist Ihre Frage ein Scherz? Ist doch klar, wer weniger verdient,und weniger einbezahlt bekommt weniger Rente. Nur so ist das System gerecht. Eine Frau ,Lehrerin bekommt ja auch ca. 3 fache an Pension, gegenüber einem Mann der Arbeiter war.

von
auch rentnerin

na klar, die Rentenversicherung ist nun mal trotz aller politischen Eingriffe eine Versicherung, d.h. die Zahlung hängt überwiegend von der Beitragshöhe ab.

von
Wolfgang Amadeus

Vorausschicken möchte ich, dass ich es für skandalös finde, wenn Frauen für gleiche Arbeit weniger verdienen als Männer, eine Schande für die entsprechenden Arbeitgeber (umgekehrt gilt das natürlich auch, aber das dürfte eher selten vorkommen, am ehesten noch beim Modeln).

Allerdings ist es so, dass es bei den Verdiensten, die die Arbeitgeber der Rentenversicherung übermitteln, kein zusätzlicher Parameter mitgeliefert wird, der aussagt, ob es sich bei dem Verdienst um einen gerechten oder ungerechten Verdienst gehandelt hat.

Die Rentenhöhe muss sich somit aus den eingezahlten Beiträgen ohne Ausgleichsfaktor für ungerechte Unter- oder Überzahlung berechnen.

Umso wichtiger ist es, sich schon frühzeitig gegen eine ungerechte Bezahlung zu wehren.

Allerdings gibt es bestimmte Ausgleichsfaktoren bei der Rentenberechung, von denen besonders häufig Frauen mit unterdurchschnittlichen Einkommen profitieren, egal ob der unterdurchschnittliche Verdienst aus ungerechter Bezahlung resultiert oder daraus, dass beispielsweise nur eine Teilzeitbeschäftigung oder eine weniger qualifizierte Beschäftigung ausgeübt wurde:

So gibt es zum einen für Beschäftigungszeiten bis 1991 die Möglichkeit, dass unter bestimmten Voraussetzungen niedrige Verdienste bei der Rentenberechung aufgestockt werden, es dafür sogenannte zusätzliche Bonuspunkte und damit eine Rentenerhöhung gibt.

Für Zeiten ab 1992 kann es Bonuspunkte geben, wenn man unterdurchschnittlich verdient und mindestens ein Kind unter 10 Jahren erzieht oder ein pflegebedürftiges Kind unter 18 Jahren betreut (man spricht in dem Fall von sogenannten Pflichtbeitragsberücksichtigungszeiten).

von
Alter Rentner

Es hindert niemand eine Frau daran,auch viel zu verdienen.Oder wurde Ihnen das verboten???

Die Zeiten die sie beschreiben, sind ca 400 Jahre herr, Mittelalter würde ich sahen. Wer sich einmal in einer Behörde umgesehen hat, sieht, das auch Frauen in sämtlichen Positionen vertreten sind.

von
Rentnerin

Ich hatte niemanden nach seiner persönlichen Meinung gefragt
sondern ein wieder mal aktuell gewordenes Thema aufgegriffen.

Danke Wolfgang Amadeus, Sie waren der einzig gescheite und sachlich kompetente Partner und haben meine Frage aufgegriffen.

Bei den anderen Damen und Herren kann ich mir gut vorstellen, dass sie mit Hut Autofahren.

von
Alter Rentner

Dies ist ein Forum der Rentenversicherung. Ihr Beitrag passte daher überhaupt nicht hier hin. Oder wie lautete noch gleich Ihre Frage zur Altersvorsorge.Daher ist es völlig normal, das solche Reaktionen kommen.

Und mit Hut fährt hier keiner, aber wie sie fahren, lässt sich an Ihren Beiträgen ablesen.

von
Rentnerin

Ups...

Experten-Antwort

Hallo Rentnerin,

ein konkreter Nachteilsausgleich für zu gering bezahlte Frauen ist im Recht der gesetzlichen Rentenversicherung nicht verankert.