Freiberuflische Tätigkeit

von
Ratlos

Hallo,

ich/wir sind Ratlos!
Meine Ehefrau bezieht seit ca. 6 monaten eine Erwerbsunfähigkeitsrente. Sie leidet unter Depressionen und ist voll erwerbsunfähig! Da sie trotzdem etwas machen möchte, ihr zu Hause langweilig ist und dadurch noch depressiver wird, habe ich durch eine Bekannte die als freiberufliche Interviewer tätig ist für sie eine Beschäftigung gefunden. Wir sind erfreut darüber, da sie sonst keine andere Tätigkeit ausüben kann und sie auch keine einstellen würde. Bei der Tätigkeit ist sie quasi die Herrin und darf bestimmen wann und wie lange sie arbeiten möchte!
Meine konkrete Frage ist nun: Was müssen wir beachten, wenn sie zu der Erwerbsunfähigkeitsrehnte eine Hinzuverdienst als freiberufliche Interviewer tätig ist? Darf sie diese Tätigkeit ohne weiteres ausüben?

von Experte/in Experten-Antwort

Bei Beziehern einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, die neben ihrer Rente eine Beschäftigung oder selbstständige Tätigkeit aufnehmen, ist zu prüfen, ob das für die Rente maßgebende Leistungsvermögen noch (weiter) vorliegt.
Liegt das Leistungsvermögen, das zur Zahlung der Rente geführt hat, weiterhin vor, wird die Rentenhöhe in Abhängigkeit vom erzielten Hinzuverdienst festgestellt. Dabei sind bestimmte individuelle Hinzuverdienstgrenzen zu beachten, die Sie dem Rentenbescheid entnehmen können.
Änderungen bezüglich des Hinzuverdienstes sowohl dem Grunde als auch der Höhe nach muss der Betroffene von sich aus mitteilen.