Freibeträge Witwenrente

von
Ilsi

Es geht mir hierbei nochmals um die Witwenrente.
Es gibt bei der Berechnung Freibeträge, die nach West und Ost gestaffelt unterschiedlich hoch sind.

Wenn die Rentenhöhe niedriger ist,als der Freibetrag, wie wird das dann berechnet?

Ilsi

von
Rosanna

Freibetrag bei Witwen-/Witwerrente = 26,4-fache des aktuellen Rentenwertes (§ 97 SGB VI):
West: akt.RTWT 26,27 EUR x 26,4 > 693,53 EUR
Ost: akt.RTWT 23,09 x 26,4 > 609,58 EUR

Beispiel:
W-Rente = 500,- EUR

Einkommen = 1000,-
./. Freibetr. West = 693,53 Differenz = 306,47
davon 40 % = 122,59
ergibt (500,- ./. 122,59 =)
Witwenrente von 377,41
(bei Ost gleiche Rechnung mit Ost-
Werten). Bei einer W-Rente in diesem Beispiel unter 122,59 EUR ergibt sich eine Nullrente.
Der Freibetrag kann sich um das 5,6-fache des akt. RTWT für jedes Kind des Berechtigten, das Anspruch auf Waisenrente hat oder nur deshalb nicht hat, weil es nicht ein Kind des Verst. ist, erhöhen (West: 147,11 EUR, Ost: 129,30 EUR).

von
DSF

Die Höhe der tatsächlichen Rente hat keine Auswirkungen auf den Freibetrag.

von
Ilsi

Das war nicht meine Frage.

Ich wollte wissen wie sich das zeigt, wenn die Rente als Beispiel nur 600 € beträgt, der Freibetrag egal,ob Ost oder West darüber liegt...also wie dann die Berechnung verläuft.

Ilsi

Isli

von
Markus

Hallo Ilsi,

vom zur Verfügung stehenden Freibetrag wird die eigene Nettorente abgezogen.

Ansonsten hat eine Versichertenrente unter den Freibeträgen keine Wirkung auf die Hinterbliebenenrentenhöhe.

Wenn dann ein Verdienst dazu kommt, der den restlichen Freibetrag übersteigt, kommt es zur bereits von den Vorrednern genannten Einkommensanrechnung.

MfG Markus

von
Rosanna

Dies ergibt sich aber aus dem Beispiel (Rente = 500,- EUR, liegt also unter dem Freibetrag).
Ihre Frage wurde doch somit ausreichend beantwortet.

von
Ilsi

Nein, Rosanna, die Frage wurde nicht zufriedenstellend beantwortet.
Ich möchte dich bitten, mir klar zu sagen,wenn eine Rente von 600 € besteht,wie das mit dem Freibetrag und die 40% davon ist?

Es kann ja wohl kaum sein, dass von 600 € die 40% gerechnet werden!!!

Ilsi

von
Rosanna

Ich möchte auf das Berechnungsbeispiel verweisen.
VON DEM DEN FREIBETRAG ÜBERSTEIGENDEN EINKOMMEN WERDEN 40 % auf die Witwenrente angerechnet. Dies hat in erster Linie mal überhaupt nichts mit der Rentenhöhe zu tun. Sind allerdings die 40 % HÖHER als die Witwenrente, wird diese nicht mehr ausgezahlt.
Liegt das Einkommen (nicht die Witwenrente) unter dem Freibetrag, ergibt sich auch keine Anrechnung. Ob die W-Rente 800,- oder 600,- EUR beträgt, ist egal!!!

von
Ilsi

Es wäre schön gewesen, wenn du ganz einfach meine konkrete Frage beantwortet hättest...das von dir ist hier immer lediglich eine allgemeine Plauderei.
Ich schätze, ich werde mich mit meiner Frage doch an einen Experten wenden.

Wenn ein Einkommen von 800€ vorliegt, dann ist der Freibetrag wesentlich geringer, so dass immer noch ein Wert herauskommt.

Ilsi

von
Rosanna

Hallo Ilsi,

also ich möchte mich gegen die "allgemeine Plauderei" verwehren! Ich nehme nicht zu den Fragen Stellung, weil mir langweilig ist, sondern weil ich helfen möchte.

Ich habe mit mehreren Antworten genau zu DEINEN Fragen Stellung genommen. Einmal kommst Du mit der Rente von 600 EUR, jetzt wieder mit Einkommen von 800 EUR??? Was möchtest Du eigentlich hören?

Wenn Du meine Stellungnahmen nochmals GENAU durchliest, findest Du vielleicht die erhofften Antworten.

Ich weiß nicht, was Dir die Experten anderes antworten sollten. Vielleicht finden sie Deine hier eingestellten Fragen ebenso unverständlich.

MfG Rosanna

Experten-Antwort

Der Freibetrag bezieht sich auf das Einkommen des Hinterbliebenen. Die Höhe der Hintebliebenenrente ist für den Freibetrag nicht relevant!
Wenn das eigene Einkommen ( ich nehme an in Ihrem Beispiel 600,-€ ) den Freibetrag in Höhe von 693,53 € West bzw. 609,58 € Ost nicht übersteigt, so wird auch nichts von der Witwenrente abgezogen. Nur wenn die o.g. Grenzbeträge überschritten werden, müssen 40% des den Freibetrag übersteigenden Wertes von der Witwenrente abgezogen werden ( so wie Rosanna richtig beschrieben hat ).

Im übrigen können Sie sich diesbezüglich auch in einer Auskunfts-u. Beratungsstelle diesen Sachverhalt noch einmal persönlich erklären lassen.

von
Ilsi

Nee...den Experten, den ich für Rentenfragen kenne, erklärt es einem so, dass man es auch versteht.
Du knallst dagegen hier einige Brocken Rentenwesen ins Forum und jeder hat das sogleich zu kapieren.

Nur sind die Denk- und Überlegensweisen der Menschen unterschiedlich.
Das solltest du bei deiner Hilfeaktion bedenken.

Ilsi

von
Ilsi

Danke, lieber Herr Experte, diese Antwort habe ich verstanden.
Sie ist klar und verständlich gegeben worden.

Ilsi

von
Rosanna

Hallo Isli,

wenn DU meinst, dass es so ist, dann ist es wohl so (bist aber die Erste, die so denkt).

Sogar der Experte hat auf meinen Beitrag verwiesen. Er hat genaugenommen nichts anderes gesagt (tja, mit anderen Worten halt).

Ich habe es meiner Meinung nach anschaulich an einem Beispiel erklärt, WIE sich die Einkommensanrechnung auswirkt! Einkommen unter Freibetrag > keine Anrechnung auf die Witwenrente, Einkommen über Freibetrag > Anrechnung von 40 % des den Freibetrag überschreitenden Einkommens.

Ich kann absolut nicht nachvollziehen, selbst wenn man Laie ist, dass das nicht oder mißverstanden wird.

Wenn meine Beiträge für DICH nicht hilfreich sind, dann werde ich eben in Zukunft Deine Fragen auch übersehen.

Schönen Tag noch. Rosanna

von
Ilsi

Zum einen bin ich nicht die Erste, die diesen Gedankengang deiner Kommentierung etwas verständnislos verfolgt und zum anderen wäre es wohl echt zum Lachen, wenn der Experte deinen Ausführungen nicht folgen könnte.
Für einen Renten-Laien jedoch nicht immer nachvollziehbar.

Ich habe nichts dagegen einzuwenden,wenn du meine Fragen überliest, denn für mich ist Qualität mehr als Quantität.

Ilsi

von
M

Sie sollten wieder etwas auf den Teppich zurück kommen und nicht Leute, die Ihnen helfen wollen "dumm anmachen"......

(und mal so ganz nebenbei, was wird wohl mit einem Einkommen passieren, dass UNTERHALB des Freibetrags liegts ??? Das sollte einem eigentlich schon der gesunde Menschenverstand sagen...)

von
ILlsi

Empfehlung meinerseits...
den Knigge lesen..

ILSI

von
Ilsi

Da es mit der Berechnung einigen Wirrwarr gibt , möchte ich nochmals zusammenfassen.

Stirbt ein Mann, der noch keine Rente bezieht, erhält die Witwe, nach dem Todesmonat noch 3 Monate lang, den vollen Rentenbetrag,den ihr Mann bis zum Todestag erhalten würde.
Sie hat Anspruch auf Witwenrente bereits ab dem Todestag....
Erst ab dem 4.Monat erfolgt eine Einkommensanrechnung.

Anders verhält es sich jedoch, wenn der Verstorbene bereits eine Rente bezogen hat.
Dann erhält die Frau einen Rentenvorschuss in dreifacher höher...also wie für 3 Monate..., der jedoch mit ihrer Witwenrente verrechnet wird.
Anspruch auf Witwenrente hat sie jedoch nicht mit dem Todestag, sondern ab dem darauffolgenden Monat nach dem Todeseintritt.

Und vom Einkommen des HINTERBLIEBENEN (nach Abzug der Pauschalbeträge,um auf das Netto zu kommen).....werden zuerst der jeweilige Freibetrag (ob Ost oder West) abgezogen und von der Summe die 40% berechnet.

Der sich daraus ergebende Betrag wird vom Nettoeinkommen des VERSTORBENEN abgezogen ...das ist dann die Witwenrente.

Ist das nun so richtig???

Ilsi

von
M

Das empfehlen Sie mir ?

Zu einem höflichen Umgangston gehört es zuallererst schon einmal, dass ich meinen Gegenüber nicht andauernd penetrant "duze"...

von
Erklärbär

Nicht Nettoeinkommen des Verstorbenen ...........

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