Freibetragsgrenze

von
Christian B

Guten Tag,

ich habe folgendes Problem und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können. Im vergangenen Monat habe ich als Student 550€ verdient. Da ich zur Zeit eine Halbwaisenrente mit dem Freibetrag von etwa 494€ beziehe (Westen), würde ich gerne wissen, ob ich den Freibetrag „überschritten“ habe. Teilweise habe ich gelesen, dass der Verdienst auf das Jahr (also 12 Monatsverdienste geteilt durch 12) so hochgerechnet wird, dass ein monatlicher Durchschnitt herauskommt. Wäre dies nämlich der Fall, stellt dies keine Problematik dar, da ich gesamten Jahr im Durschnitt den Freibetrag nicht überschritten habe.
Auf der anderen Seite habe ich von einer 40%-Regelung gehört. Diese würde dafür sorgen, dass ich die 550€ nicht komplett angerechnet bekomme? Es handelt sich hierbei nicht um eine selbstständige Tätigkeit, sondern um einen „400€-Job“ sowie um Eintagesverträge im Catering-Bereich.

Über hilfreiche Informationen würde ich mich sehr freuen!

Danke!

Experten-Antwort

Hallo Christian B,
soweit Sie einen geringfügigen 400 € -Job ausüben erfolgt hinsichtlich der Einkommensanrechnung kein Pauschalabzug. Mit 550 € überschreiten Sie die Geringfügigkeitsgrenze des § 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV. Tritt Versicherungspflicht ein, werden pauschal 40 % abgezogen, um einen Nettobetrag zu erhalten.
Handelt es sich bei der Beschäftigung im Cateringsbereich um eine kurzfristige Beschäftigung, verbleibt es insgesamt bei der Versicherungsfreiheit und es sind 550 € zu berücksichtigen.Haben Sie bisher lediglich 400 € verdient, handelt es sich um eine Einkommenserhöhung, die sich frühestens zum nächsten 1.7. auswirkt.

von
Christian B

Vielen Dank für die schnelle und ausführliche Antwort.

Bei dem Catering-Service heißen diese Verträge "50-Tage-Verträge", bei denen ich als Student im Jahr max. 50 Tage a ca. 65€ verdienen darf. Ja, es handelt sich um einen 400€-Vertrag. Allerdings schwankt hier die Einnahme stark, da dies auch von den Schulferien abhängig ist, wie ich arbeiten kann. Alles in allem habe ich auf das Jahr hochgerechnet im Schnitt etwa 430€ verdient (geringfügige Beschäftigung + Catering). Würde sich dies dann auch negativ auf meine Rente auswirken?
Und wenn das erst ab den 1.7. relevant wird, bedeutet dies, dass mir ab diesem Dezember etwas von meiner Rente "abgezogen" wird und ich dies dann nachträglich zurückzahlen muss oder das diese "Änderung der Rentenhöhe" erst mit dem 1.7. in Kraft tritt?

Nochmals danke!

Experten-Antwort

Hallo Christian B,
sollte sich das Einkommen so erhöhen, dass es zu einer Anrechnung kommen könnte, kann sich dies frühestens zum 1.7.2013 auswirken.

von
Seb bel

Ich habe ein ähnliches Problem. Also wird tatsächlich ein monatlicher Mittelwert durch den 'Jahresverdienst' errechnet?