freiwillige Beitragszahlung während EM-Rente mit Zurechnungszeit

von
Wundernase

Mein Onkel bezieht sein 1997 eine EM-Rente mit einer Zurechnungszeit bis Ende 2006. Er hat vor dem Rentenbeginn freiwillige Beiträge gezahlt und diese auch laufend bis heute weitergezahlt.
Jetzt zeigt sich, dass die freiwilligen Beiträge während der Zurechnungszeit "für die Katz" gezahlt wurden.
Da der Rentenversicherungsträger ja davon wusste, hätte er ihn doch darauf aufmerksam machen können, oder?
Kann mein Onkel Beiträge zurückgezahlt bekommen?

Experten-Antwort

Hallo Wundernase,

meines Erachtens kann Ihr Onkel die freiwilligen Beiträge während der Zurechnungszeit nur erstattet bekommen, wenn der Sachverhalt für den Rentenversicherungsträger ersichtlich war und er eine entsprechende Aufklärung Ihres Onkels unterlassen hat.

Ob dies erfüllt ist, kann ich ohne genaue Kenntnis des Falles nicht beurteilen.

Ihr Onkel sollte deshalb einen entsprechenden Antrag bei seinem Rentenversicherungsträger stellen.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 24.03.2014, 17:03 Uhr]

von
GroKo

Zitiert von: Wundernase

Mein Onkel bezieht sein 1997 eine EM-Rente mit einer Zurechnungszeit bis Ende 2006. Er hat vor dem Rentenbeginn freiwillige Beiträge gezahlt und diese auch laufend bis heute weitergezahlt.
Jetzt zeigt sich, dass die freiwilligen Beiträge während der Zurechnungszeit "für die Katz" gezahlt wurden.
Da der Rentenversicherungsträger ja davon wusste, hätte er ihn doch darauf aufmerksam machen können, oder?
Kann mein Onkel Beiträge zurückgezahlt bekommen?

Und immer sind die Anderen schuld.

von
Mitleser

Aus dem Rentenbescheid (Versicherungsverlauf und Rentenberechnung) geht eigentlich eindeutig hervor, dass für die Zeit vom Leistungsfall bis XX.XX.XXXX (derzeit bis zum 60. Lebensjahr) eine Zurechnungszeit gewährt wurde. Selbst bei der Renteninformation, die ab 27 jeder Versicherte jedes Jahr bekommt, wird auf der Mitte der 2. Seite darauf hingewiesen. Insoweit stehen die Chancen auf Rückerstattung auf dem Verwaltungsweg eher schlecht. Möglicherweise wird das vom Sozialgericht anders gesehen, aber verlassen würde ich mich nicht darauf.

von
Schade

Ich sehe die Aussichten eher gering, dass man der DRV einen Beratungsfehler nachweisen kann.

Man hätte beim Rentenantrag natürlich nachfragen können, ob im Fall der Bewilligung die freiwilligen Beiträge weiter eingezogen werden sollen.

andrerseits hätte auch der Kunde in den vergangenen 17 Jahren mal auf die Idee kommen können seine Finanzen zu überdenken.

PS an Mitleser: als Rentner hat er die jährliche Renteninfo eher nicht erhalten.
Aber natürlich jedes Jahr die Info über gezahlte Beiträge und Beratungsmöglichkeiten....