Freiwillige Einzahlung

von
Krug

Ich werde die Rente nach 45 Berufsjahren 2023 antreten.
Meine Regelaltersrente wäre 2025 fällig.
Die Rente 2023 würde ca. 2.000 Euro betragen und die 2025
ca. 2090 Euro.
Kann ich eigentlich die 90 Euro freiwillig ausgleichen. Also
freiwillig ca. 20.000 Euro einzahlen, um dann eine höhere Rente zu bekommen.

von
Valzuun

Ganz klar: jein.

Also: Sie können nicht einfach für zwei zukünftige Jahre zahlen.

Aber: Sie können (je nach Lage) des Einzelfalls:
1. Eine „Rentenminderung“ ausgleichen, um diesen Effekt zu erzielen. Das geht auch wenn Sie -eigentlich- ohne Minderung gehen wollen, wenn Sie schnell genug sind. Dann haben Sie ab Rentenbeginn den höheren Betrag.

2. Sie können während der laufend Rente (bis zum erreichen der Regelaltersgrenze) weiter Beiträge einzahlen und erhalten dann an erreichen der Regelaltersgrenze die höhere Rente.

von
W°lfgang

Zitiert von: Valzuun
Aber: Sie können (je nach Lage) des Einzelfalls:
1. Eine „Rentenminderung“ ausgleichen, um diesen Effekt zu erzielen. Das geht auch wenn Sie -eigentlich- ohne Minderung gehen wollen, wenn Sie schnell genug sind. Dann haben Sie ab Rentenbeginn den höheren Betrag.

Ergänzend zu Valzuun:

Sie (Jahrgang 1959?) können gar sogar noch gut 50.000 EUR für eine Ausgleichszahlung aufwenden, um die Rente um etwa 220 EUR zu erhöhen (rückgerechnet aus Ihren Daten). Gesplittet in 4 Raten bis in 2023 ...sprechen Sie mit Ihrer DRV-Beratungsstelle über diese 'Ausgleichszahlung' UND auch mit Ihrem Steuerberater, wie das geht, wie EFFEKTIV das sein könnte/Ihre tatsächlichen Aufwendungen wären ...

Erst-Info hier:

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/DRV/DE/Rente/Allgemeine-Informationen/Wissenswertes-zur-Rente/FAQs/Gesetzesaenderungen/Flexirente/Flexirente_Sonderzahlung.html

Kürzliche Nachfrage im Forum dazu hier:

https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/justus.html

Artikel auf dieser Web-Site:
https://www.ihre-vorsorge.de/magazin/lesen/rente-mit-63-wie-sie-rentenabschlaege-langfristig-ausgleichen-koennen.html
https://www.ihre-vorsorge.de/nachrichten/lesen/ausgleich-von-rentenabschlaegen-die-preisfrage.html

Da 2019 quasi rum ist, reicht ein Beratungstermin im nächsten Jahr aus.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo, Krug,

um die gewünschten 90 EUR mehr an mtl. Rente zu generieren, könne Sie die Möglichkeit nutzen, Sonderzahlungen zum Ausgleich von Abschlägen zu leisten.
Dazu ist es erforderlich einen Antrag zu stellen. Wir empfehlen Ihnen eine Beratung bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung in Ihrer Nähe. Dort kann man Ihnen berechnen, wie hoch der notwendige Betrag sein wird. Des Weiteren sollten Sie dies evtl. mit Ihrem Steuerberater besprechen, da eine zusätzliche Leistung in Form der genannten Zahlung ins Rentensystem Auswirkung auf Ihre Steuerlast haben könnte und somit Amortisationszeiten beeinflusst.
Ferner verweisen wir auf die beiden von W*lfgang genannten Links.