Freiwillige Einzahlung zur Abschlagsverhinderung

von
Herbert Petersen

Guten Tag,
ich bin Jahrgang 10/1953 und möchte möglichst bald in 2017 in die vorzeitige Rente gehen. Habe nun zufällig erfahren (leider nicht von der RV-Rentenberatung), dass ich freiwillig einzahlen kann, um die Abschläge auszugleichen. Bitte um Info
- welchen Antrag ich ausfüllen muß um den Ausgleichsbeitrag zu erfahren
- zu welchem Zeitpunkt ich frühgestmöglich den Ausgleich beantragen kann
- wie es dann weiter läuft wenn ich eine Auskunft über den Ausgleichsbetrag bekommen habe d.h. muß ich dann einen weiteren Antrag auf "freiwillige Einzahlung" oder ähnlich stellen?
Wär klasse, wenn mir jemand weiterhelfen kann.
Vielen Dank.
MfG
H.Petersen

von
Karl Sch.

Hallo, ich bin wie sie Okt. 53 geb., bin ab 1.1.17 in Rente ohne Abschlag. Oder haben sie keine 45 Beitragsjahre?

von
Bartl

Hallo,

zu erst müssen Sie mit Formular V210 erklären, welche Rente Sie vorzeitig mit Abschlag erhalten wollen. Dann teilt Ihnen der Rentenversicherungsträger mit, wie hoch die Rente, der zu erwartende Abschlag und der max. zahlbare Betrag zum Ausgleich des Abschlages ist. In dieser Auskunft steht dann auch Bankverbindung usw. drin. Die Erstellung der Auskunft ist frühestens ab Vollendung des 50. Lebensjahres möglich. Der nächste Schritt wäre dann einfach die Zahlung, wobei Sie nicht exakt den Betrag zahlen müssen sondern bis zu diesem zahlen können. Aus diesem Betrag werden dann Zuschlagsentgeltpunkte ermittelt, die dann bei einer vorzeitigen Inanspruchnahme der Rente berücksichtigt werden.

Experten-Antwort

Hallo Herbert Petersen,

Sie müssen mit dem Vordruck V0210 die Erteilung einer besonderen Rentenauskunft beantragen. Dabei müssen Sie angeben, welche Rente Sie mit welchem Rentenbeginn in Anspruch nehmen wollen.

Der Antrag kann frühestens mit Vollendung des 50. Lebensjahres gestellt werden.

Sie erhalten dann von Ihrem Rentenversicherungsträger die entsprechende Auskunft. Daraus ersehen Sie die Rentenminderung beim beabsichtigten Rentenbeginn und den höchstmöglichen Ausgleichsbetrag.

Es kann jeder Betrag bis zum höchstmöglichen Ausgleichsbetrag gezahlt werden, wobei die Zahlung freiwillig ist, d. h. es besteht keine Verpflichtung. Außerdem ist es auch möglich, mehrere Teilbeträge zu bezahlen.

Die Berechtigung zur Ausgleichszahlung endet spätestens bei Erreichen der Regelaltersgrenze.