Freiwillige Rentenversicherungsbeiträge als Ärztin möglich und sinnvoll?

von
einefrage

Meine Frau ist Ärztin und hat sich damals von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien lassen. Da die Rechtslage damals so war, hat sie sich „ihre“ Rentenversicherungsbeiträge auszahlen lassen (waren nur ein paar hundert Euro, aus einer studentischen Nebentätigkeit, so dass keine Zeiten registriert sind).

Mittlerweile haben wir 2 Kinder für die sie ja Entgeltpunkte und Anrechnungszeiten in der GRV erhält (bis zum 10. Geburtstag des jüngsten Kindes?!). Lohnt es sich vor diesem Hintergrund ggf. freiwillige Beiträge (Mindestbeitrag) in die gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen (um z.B. eine Rente mit 63 aufgrund 35-jähriger Versicherungszeit erzielen zu können, auch die Rendite ist ja – vergleichsweise zu einer privaten Rentenversicherung nicht so schlecht) und ggf. auch für die Schulzeit nachzuzahlen (16-17 Lebensjahr)? Darf Sie das als „befreite“ überhaupt? Meine Frau ist noch unter 45 Jahre alt.

von
haesvau

Sind die Kinder vor oder ab dem 1.1.92 geboren worden? Bei Geburt ab 1/92 -und Erziehung durch ihre Frau- hätte sie bereits die Wartezeit für eine Regelaltersrente ab 67 erfüllt. Die Zahlung von freiwilligen Beiträgen scheint dann nicht mehr sinnvoll zu sein.
Zu empfehlen wäre eine Beratung bei einer A- und B-Stelle der DRV.

von Experte/in Experten-Antwort

Der Besuch einer Beratungsstelle der Rentenversicherung ist wirklich angezeigt. Ob und ggf. wie viele Monate an Kinderberücksichtigungszeiten bis zum 10. Geburtstag anzuerkennen sind, hängt unter anderen auch davon ab, ob Ihre Frau sich zwischenzeitlich selbständig gemacht hat. Auch wenn die Kinder nach dem 01.01.1992 geboren sind, kann eine frw. Versicherung - auch unter Renditegesichtspunkten- durchaus noch Sinn machen. In den Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung können Probeberechnungen durchgeführt, bzw. veranlasst werden, die das Ergebnis der Zahlung oder Nachzahlung frw. Beiträge simulieren.