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Freiwillige Versicherung - Aufenthalt China

von
Andrea B.

Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich werde ab Juli 2014 für 3 Jahre nach China gehen. Mein deutsches Arbeitsverhältnis wird ruhend gestellt, ich werde in China im Tochterunternehmen meines jetzigen Arbeitgebers arbeiten, bekomme dort einen lokalen Arbeitsvertrag. Mein Arbeitgeber in Deutschland wird nicht die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge für mich in Deutschland einzahlen, d.h. ich werde die freiwillige Versicherung selbst beantragen/bezahlen müssen, um die Versicherungszeiten für den Rentenanspruch nicht zu verlieren.
Kann die freiwillige Versicherung ohne die Mitwirkung meines jetzigen Arbeitgebers in Deutschland beantragt werden? Wenn JA, ist das Formular V035 das richtige Formular? Ist es grundsätzlich überhaupt vom Gesetz her möglich, dass der Arbeitgeber die Zahlung bei einem befristeten Arbeitsverhältnis und einer begrenzten Auslandsdauer verweigern kann?

Experten-Antwort

Eine freiwillige Versicherung ist grundsätzlich unabhängig von Ihrem Arbeitgeber möglich. (Formular V060)

Bitte vereinbaren Sie vorher unbedingt einen Termin bei einer Auskunfts- und Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers für ein persönliches Beratungsgespräch.

von
zu wenig

Die Antwort des Experten finde ich etwas knapp.

Zumindest ein Hinweis auf die Möglichkeit der Antragspflichtversicherung nach § 4 SGB 6 wäre sinnvoll...

von
W*lfgang

Hallo Andrea,

China ...VW?, aber egal, _der_ Betrieb hätte sie umfassend informiert.

no Chance. Bei Ihrem 'neuen' Arbeitgeber unterliegen Sie nicht mehr den Sozialversicherungspflichten in D, hier entstehen 3 Jahre 'Luft' im Rentenkonto. Eine Antragspflichtversicherung, wie "von zu wenig" erwähnte, ist nicht möglich.

Die freiwillige Versicherung können Sie als Deutsche in jedem Land der Erde beantragen, der alte/neue Arbeitgeber hat damit nichts zu tun.

Nur, ob es sinnvoll ist??? Sie verlieren nach 2 Jahren Ihren EM-Rentenanspruch, weil freiwillige Beiträge den nicht erhalten können. Die Rendite liegt schön gerechnet bei 5 % (real unter 3). Sie müssten 20+ Jahre Ihre spätere Rente beziehen, bevor Sie Ihr Kapital wieder ausbezahlt hätten. Lediglich im Hinblick auf die 35 Jahre (Rente ab 63 mit Abschlag) könnte es hilfreich sein, für eine abschlagsfreie Rente vor Erreichen der Regelaltersgrenze zählen freiwillige Beiträge nicht.

Der 'Rentenverlust' in diesen 3 Jahren könnte bei max. rd. 170 EUR mtl. liegen, dafür müssten grob 40T EUR freiwillig einzahlen.

Folgen Sie der Experten-Antwort, sich beraten zu lassen.

Gruß
w.

von
Andrea B.

Vielen Dank zuerst einmal, die Beiträge haben meine Annahmen bestätigt.
W*lfgang, eine Frage zu Ihrem Beitrag: Wenn ich 420 Monate (35J.) in die Rentenversicherung eingezahlt habe, kann ich mit 63 Jahren mit Abschlägen in Rente gehen. Ich habe bisher 413 Monate eingezahlt, d.h. wenn ich nach den 3 Jahren aus China zurückkomme, muss ich noch mind. 7 Monate arbeiten, um die Rente mit 63 zu bekommen. Richtig? Die Monate, in denen ich freiwillig einzahle, zählen nicht.

von
Schade

Doch, freiwillige Beiträge zählen auch bei den 35 Jahren mit.
Wenn Sie bisher 413 Monate haben, fehlen noch 7 Monate.....