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Früheste Altersrente

von
Katharina1949

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich habe 20 Jahre lang in die RV eingezahlt, dann wurde ich Beamtin und habe aus Unkenntnis nicht weiter in die RV eingezahlt. 8 Jahre später wurde ich geschieden, mein Mann war auch Beamter. Der Versorgungsausgleich wurde meinem Rentenkonto gut geschrieben. Ein knappes Jahr später erkrankte ich schwer und wurde deshalb 5 Jahre später dienstunfähig. Als Versorgung habe ich nun nur die Zeiten meiner Beamtentätigkeit (14 Jahre) plus eines kleinen Zuschlages aus der entgangenen RV abzüglich 10,8 %. Auch der Versorgungsausgleich wird erst mit der Altersrente fällig. Ich lebe jetzt mit der Mindestversorgung und brauche jetzt mein Erspartes auf. Jetzt bin ich 60 Jahre alt. Wenn ich auf Grund meiner schweren Erkrankung die Rentenzahlung einschl. VA überhaupt noch erleben sollte, kam mir die Idee, dass ich vielleicht schon mit 63 Jahren diese beantragen könnte? Ich habe seit dem Jahre 2000 einen Schwerbehindertenausweis, nunmehr 100 % und Buchstabe "G". Oder spielt das keine Rolle?
Mit freundlichen Grüßen
K.

von
Wolfgang

Hallo Katharina,

&#62; Auch der Versorgungsausgleich wird erst mit der Altersrente fällig

Ihr Versorgungsträger muss(te) leider die Beamtenversorgung nach seinen/Ihren Versorgungszeiten ermitteln/berechnen - nach Grundsätzen Ihrer ruhegehaltsfähigen Dienstzeiten (erklärt Ihnen Ihre Dienststelle besser :-)

Was Sie aus dem Versorgungsausgleich für Ihre Beamtenpension als Zuschlag erhalten haben, dürfte in Ihrer Pension schon erhalten sein - machen Sie sich daher keine großen Hoffnungen ab Lebensalter 63 ...für eine (zusätzliche) Rente vor der Regelaltergrenze der gesetzlichen Rentenversicherung brauchen Sie 35 Versicherungsjahre in &#39;diesem&#39; System. Die nächste DRV-Beratungsstelle wird Sie über (vorgezogenen) Rentenansprüche aufklären. Ihre Dienststelle über das, was übrig bleibt.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Bitte vereinbaren Sie einen Termin bei der für Sie zuständigen Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Dort wird geprüft, ob, ab wann und ggf. für welche Altersrente die geforderten Voraussetzungen erfüllt sind. Zu klären sind dabei die Auswirkungen des Versorgungsausgleiches hinsichtlich der zu erfüllenden Wartezeit von 35 Versicherungsjahren und die Prüfung des Vertrauensschutzes (Schwerbehinderung bereits am 16.11.2000?).

von
Elfriede

wie ist die Formulierung zu verstehen bei Altersrente fuer Frauen, "wenn mehr als zehn Jahre nach dem 40. Lebensjahr Pflichtbeitraege vorliegen?, um vorzeitig mit 60 Jahren in Rente mit Abschlag gehen zu koennen. Heisst dies, Pflichtbeitraege in dem Zeitraum 40. bis 50. Lebensjahr?...auch wenn insgesamt die Pflichtbeitraege zuusammen sind?

Frage 2) kann ich eine Schwerbeschaedigung auf Grund einer Sehschwaeche (beide Augen ueber 10 Diop.) mit 50% beantragen?

von
Tschacka

Hallo Elfriede,

zu Frage 1:

Im Grunde zwischen dem 40.Lj. und dem 60.Lj. (oder später) müssen insgesamt mehr als 10 Jahre Pflichtbeiträge (also mind. 121 Monate) vorhanden sein. Außerdem müssen insgesamt mind. 15 Jahre Beitragszeiten vorhanden seine (Wartezeit).
Vor dem 60.Lj. gibt&#39;s diese Altersrente ja net :)

zu Frage 2:
klar können Sie einen Antarg auf Schwerbehinderung stellen. was dabei rauskommt, entscheidet aber das Versorgungsamt/Landratsamt.

Rufen Sie bei Ihrem Versorgungsamt an und lassen sich das entsprechende Formular zuschicken (kostenfrei) und dann los. Es kann ja nie weniger als nichts rauskommen, aber vielleicht haben Sie Glück und bekommen die 50 %. Ob es dann aber rein Wartezeittechnisch für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen hinhaut? 35 Jahre Wartezeit plus mind. 50 % Schwerbehinderung und mind. 60 Jahre alt (ja nach Jahrgang variabel)

MfG
Tschacka

Experten-Antwort

Die vom Gesetzgeber geforderte Voraussetzung mehr als zehn Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit nach Vollendung des 40. Lebensjahres bedeutet, dass nach dem vollendeten 40. Lebensjahr mindestens 121 Kalendermonate mit Pflichtbeiträgen oder gleichgestellten Zeiten belegt sein müssen. Es ist also nicht so, dass diese Pflichtbeiträge z.B. ab Vollendung des 40. Lebensjahres entrichtet sein müssen. Nicht zu den 121 Monaten an Pflichtbeitragszeiten zählen u.a. im Rahmen des Versorgungsausgleiches übertragene/begründete Rentenanwartschaften.

Zur zweiten Frage ist zu sagen, dass schwerbehindert im Sinne des § 2 Abs. 2 SGB 9 Menschen sind, deren Grad der Behinderung wenigstens 50 unabhängig von der jeweiligen Diagnosenlage beträgt. Bitte beachten, dass die Schwerbehinderteneigenschaft im Zeitpunkt des Rentenbeginns vorliegen muss. Einer Antragstellung beim für Sie zuständigen Landratsamt steht nichts im Wege.

von
Katharina1949

Nochmal auf meine Anfrage zurückzukommen: Der Versorgungsausgleich wurde nicht anteilig über meine Pension verrechnet, der liegt noch komplett und wahrscheinlich für immer bei der DVR. Meine Rente würde - bekäme ich sie ausgezahlt - noch einmal ca. 600 Euro ausmachen. Von diesen 600 Euro bekomme ich bis zum Eintritt meiner Altersrente (die ich wahrscheinlich nicht erreichen werde) zurzeit und nur eben vorübergehend eine Summe von 178 Euro, wovon schon die 10,8 Prozent abgezogen sind.

Ich werde mir noch mal einen Termin geben lassen, aber ich sehe schwarz und fühle mich ehrlich gesagt betrogen. Wer fast sein Leben lang gearbeitet hat, darf im Krankheitsfalle nicht von der Mindestpension (fast) leben müssen.

Meine Frage: Ich habe noch eine Versicherungsrente von der VBL zu beanspruchen, ca. 60 Euro. Bekomme ich die vielleicht schon mit 63 oder früher?

Meine Schwerbehinderung bestand schon am 16.11.2000. Im Normalfall hätte ich ohne Abzüge in diesem Jahr in Pension gehen können. Aber leider bin ich seit mehr 2 Jahren dienstunfähig und in Pension.

K.

von
Tschacka

Hallo Katharina,
also ich muss ehrlich gestehen, das ist eine super unglückliche &#34;Ausgangspostion&#34;.

Sie werden die VBL wahrscheinlich auch erst erhalten, wenn die gesetzliche Rente (DRV-Rente) beginnt.

Einen Beratungstermin zu vereinbaren halte ich auch für ratsam. Wenn durch den Versorgungsausgleich, wie Sie schreiben, Entgeltpunkte Ihrem Versicherungskonto gutgeschrieben wurden, dann hatte Ihr Ex auch Beschäftigungszeiten ohne Beamter zu sein. Ansonsten würde das alles über die jeweiligen Pensionsansprüche &#34;abgewickelt&#34;.
Auch wenn ich Ihre momentane Situation verstehen kann und Sie es sicher nicht so gewollt haben, die Anspruchsvoraussetzungen sind und bleiben erforderlich. Wenn Sie nicht in der gesetzlichen RV versichert sind, warum auch immer, dann erhalten Sie auch keine Leistungen. Bei einer Erwerbsminderungsrente ist es besonders tragisch. Grundsätzlich gilt heute wie damals...

was passiert im Falle eines Falles? Sie sind aufgrund Ihres Beamtenstatus raus aus der gesetzlichen RV und haben auch keine Beiträge mehr eingezahlt. Ihre bisher erreichte Rente wird spätestens mit Erreichen der Regelaltersgrenze fällig. Versicherungsschutz hat nur derjenige, welche auch weiterhin versichert ist. Das ist kein Trost, aber so sind die Gesetze. Und ganz ehrlich, ich zahle Monat für Monat, Jahr für Jahr meine Beiträge in die gesetzl. RV ein, weil ich muss und damit finanzieren wir als aktive Beitragszahler die derzeitigen Rentner. Ich würde es nicht begrüßen, wenn auch noch die &#34;Beamten&#34; von uns finanziert werden, obwohl von denen keinerlei Leistung mehr erbracht wurde. Bitte nicht böse sein, aber das geht irgendwie nicht und wenn Sie das mal neutral betrachten, sehen Sie es genauso. Verschiedene Versorgungen, verschiedene Leistungsansprüche.
Ich hätte Ihnen gewünscht, dass Sie nicht krank würden. Dann wäre dieses Thema für Sie gar keines gewesen. Sie hätten sich in diesem Fall auch nicht darum gekümmert, wer wie und wann eine gesetzliche Rente erhalten kann, da Sie ja Beamtin sind.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und viel Gesundheit.

MfG
Tschacka