Frühpensionierung, Hörbehinderung, Rente ?

von
Horst Wolf

Guten Tag,
aufrgrund einer Hörbehinderung werde ich von meinem Dienstherren in den vorzeitigen Ruhestand versetzt.
Bekomme ich jetzt von der DRV automatisch eine Frührente dazu oder muss ich diese erst beantragen ?
Vor meiner verbeamtung habe ich Rentenbeiträge entrichtet.

Mit freundlichem Gruss
Horst Wolf

von
???

Wenn Sie Rente von der DRV wollen, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Ob Sie die rentenrechtlichen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, ist wieder eine andere Frage. Wenn Sie längere Zeit Beamter waren, wohl eher nicht.

von
Nachfrager

Hallo Herr Wolf
automatisch geht bei der DRV gar nichts ;)
Und nur weil Ihr Dienstherr Sie in den vorzeitigen Ruhestand versetzt heißt es nicht automatisch, dass Sie die Voraussetzungen für eine, wie Sie es nennen, Frührente erfüllen.

Besorgen Sie sich bei Ihrer nächstgelegenen A+B-Stelle der DRV einen Termin für die Antragstellung.

Da wird Ihnen geholfen.

von
Rotkäppchen

Hallo Wolf !
Gehen Sie auf die Webseite der DRV.
Da gibt es einen dunklen Bereich, den finden Sie, indem Sie den Markierungen folgen.
Dort laden Sie das Formular Antrag LSD_JWD_4711 runter.
Der Rest ist, besonderer Service für Kollegen !

Experten-Antwort

Den Ausführungen von ??? und Nachfrager schließen wir uns an. Bitte setzen Sie sich mit einer Beratungsstelle in Ihrer Nähe in Verbindung. Dort wird man Ihnen Auskunft geben, ob und ab wann Sie Anspruch auf Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung haben.

von
Schade

Vorraussetzung für eine EM Rente sind 5 Beitragsjahre und 36 Pflichtbeiträge in den 5 Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung.

Dies erfüllt ein Beamter "normalerweise" nicht.

Wann waren Sie denn letztmals rentenversichert?

von
Horst Wolf

Ich wurde vor 8 Jahren Beamter auf Lebenszeit.
Horst Wolf

von
Schade

Dann kriegen Sie von der DRV garantiert keine Frührente, weil Sie in den letzten 5 Jahren keine 36 Pflichtbeiträge haben.

von
Horst Wolf

Wie der Experte bereits schrieb, werde ich mich mit einer Beratungsstelle auseinander setzen.
Recht kann ich mir eine Verweigerung nicht vorstellen, schließlich bin ich mit 51 Jahren bereits dienstunfähig.
Ein Glückwunsch ist da vollkommen unangebracht.

Horst Wolf

von
Erklärbär

Zitiert von: Horst Wolf

Recht kann ich mir eine Verweigerung nicht vorstellen, schließlich bin ich mit 51 Jahren bereits dienstunfähig.

1.Ob Sie als Versicherter in der DRV ebenfalls als "Dienstunfähig"beurteilt würden ist eher unwahrscheinlich.
2.Auch für Beamte gilt das SGB.
Zitiert von:
Voraussetzung für die Gewährung einer Rente wegen Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit und Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit ist die Erfüllung der allgemeinen Wartezeit. Es handelt sich dabei um eine Mindestversicherungszeit, die vor Eintritt des Leistungsfalles erfüllt sein muß. Die allgemeine Wartezeit beträgt 60 Monate belegt mit Beitragszeiten (Pflichtbeiträge oder freiwillige Beiträge SGB VI § 55), auch Ersatzzeiten (SGB VI § 250) und Monate, die sich aus dem Versorgungsausgleich nach SGB VI § 52 ergeben zählen hierzu. Beitragszeiten sind auch Zeiten der Kindererziehung (SGB VI § 55 Satz 2 und § 56), Beitrags- und Beschäftigungszeiten nach dem Fremdrentengesetz (FRG) und nach dem 08. Mai 1945 im Beitrittsgebiet zurückgelegte Beitragszeiten.


http://www.rentenseiten.de/eu-bu/bueu8.htm

von
michel1

Zitiert von: Horst Wolf

Glückwunsch Herr Wolf, für nur 8 Jahre Beamter und Frühpensionierung mit 51 Jahren.
Sie haben 16 Jahre arbeiten gespart und erhalten lebenslänglich volle staatliche Fürsorge.
Des Steuerzahlers Dank ist Ihnen sicher !

Beschweren Sie sich bei seinem Arbeitgeber er kann nichts dafür!

Was glauben Sie wohl was alles in der BRD möglich ist.....fragen Sie mal Postler und Telekomer die vor Jahren in die Frühpension geschickt wurden nur weil Personal abgebaut werden musste oder oder

von
Michel2

Da wird sich auch nichts daran ändern.
Das sieht man hier.
Bei uns werden immer mehr verbeamtet und dann frühpensioniert.
Die Arbeiter sind halt dumm genug das zu finanzieren und dafür müssen sie dann bis 67 bald 70 arbeiten.

von
junge Frau :-)

Sie schreiben:
"aufrgrund einer Hörbehinderung werde ich von meinem Dienstherren in den vorzeitigen Ruhestand versetzt"

Es ist sicher schlimm und ich kann es auch bedingt nachvollziehen, da auch ich eine solche Behinderung habe....

Dennoch ist es für mich unbegreiflich, warum Sie (gar) nichtmehr Arbeiten können (sollen) und in den vorzeitigen Ruhestand "versetzt" werden. Wie siehts denn mit einem Cochlear-Implantat aus oder soweit möglich Höhilfen? Geht da gar nixmehr bei Ihnen? Und warum gibt es keinen Arbeitsplatz bei Ihrem Dienstherrn für Hörbehinderte (Bürotätigkeiten etc)???

Nein, Sie werden keine "Frührente" von der DRV erhalten, weil Sie schlichtweg seit dem Beamtentum nicht mehr versichert waren (sind), daher erhalten Sie die gesetzliche Rente erst ab dem regulären Rentenanlter. Den Weg in die Beratungsstelle können Sie sich sparen :-)

p.s. Nein, ich bin nicht neidisch!
Ich liebe meine Arbeit und hoffe, diese bis zum (bitteren) Ende auch machen zu können! Auch mit Hörbehinderung :-)

p.p.s
Das Cochleaimplantat (englisch cochlear implant, CI) ist eine Hörprothese für Gehörlose, deren Hörnerv noch funktioniert

von
ÖDler

Hallo junge Frau !
Das ist aber so üblich.
Ein Bekannter von mir ist Polizeibeamter, der bekam mit dem Hören auch Probleme und wurde pensioniert.
Im Innendienst sind im ÖD meist Angestellte und es wird grundsätzlich darauf Wert gelegt, daß diese Stellen nicht von Beamten besetzt werden, denn die werden ja extra für den Aussendienst ausgebildet und belasten das Budget meist stärker.
Pensioniert belasten sie das Budget des Dienstherrn überhaupt nicht mehr.
Genau da liegt nämlich der Systemfehler.