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Frührente

von Lisa19.10.2009 | 19:56
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Wollte auch mal meine Meinung sagen. Mein Mann, Jahrgang 53, 70% Schwerbeh., kann nicht mehr arbeiten, mehrere OP. usw. Er bekommt schon 8 mon. Krankengeld. Das Krankengeld liegt höher, als die zu erwartende Erwerbsunfähigkeitsrente. Er hat 38 J. in einer Firma schwer an der Maschine arbeiten müssen, auch in Schichtdienst. Sollte er Rente bekommen, Aufrechnung als würde er bis 60 J. arbeiten, und dann 10,8% Abschlag? Ist meine Info. richtig? Dann Krankenkasse u. Pflegekasse Abzug, bekommt er 880 Euro Netto-Rente. Ich war nur Zuhause bei den Kindern, und teilweise Jobs. Das kann nicht gerecht sein ,für so viele Jahre so wenig Rente. Davon können wir im Alter schlecht leben. Unser gespartes Geld haben wir für das Studium der Kinder gebraucht. Stimmt meine Info. das Menschen die nie gearbeitet haben , im Alter auch ca. diese Summe vom Staat bekommen? Wer soll das verstehen?,wir nicht. Danke für ev. Antwort.

Antworten der Moderation

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Moderation · 1Ihre Vorsorge

Siehe Beitrag von "Heiner Stuhlfauth".

4 Antworten

Heiner Stuhlfautham 19.10.2009 | 20:45
Schauen Sie sich als Erstes die letzte Renteninformation ihres Gatten einmal genauer an. Bei den drei fettgedruckten Beträgen ist der obere der zutreffende für die Erwerbsminderung. In dieser Summe ist die Hochrechnung alias Zurechnungszeit übrigens bereits enthalten, und das ist auch der Grund, weshalb die Erwerbsminderungsrente bei Versicherten unter 60 bei der Renteninfo stets höher ausfällt als die bisher erreichte Regelaltersrente (mittlerer Betrag bei der Renteninfo). Unterstellen wir einmal, daß als Erwerbsminderungsrente eine Summe von sagen wir mal 1094,34 EUR ausgewiesen ist, dann müssen Sie für die Erwmittlung der Nettorente lediglich 9,85 % für Kranken- und Pflegeversicherung abziehen, um auf ein netto von 986,55 EUR zu kommen. Auf 880 EUR kommen Sie nur, wenn Sie die in der Renteninfo bereits abgezogenen 10,8 % Rentenminderung nochmals abziehen würden (1094,34 EUR minus 10,8 % (118,19 EÚR) = 976,15 EUR minus 9,85 % KV/PV (96,15 EUR) = 880,00 EUR. Eine Bruttorente von 1094,34 EUR entspricht übrigens etwas mehr als 40 durchschnittlichen Arbeitsjahren. Ihre Info, daß Menschen, die nie gearbeiten haben, die gleiche Summe vom Staat bekommen würden, stimmt natürlich nicht.
Najaam 19.10.2009 | 21:02
Wer nie im Leben gearbeitet hat,der bekommt trotzdem mit Hartz IV 359 € im Monat plus KDU.Dazu noch GEZ Befreiung,zahlt keine Gebühren für Perso Ausstellung,bekommt in vielen Gemeinden eine Hiundesteuer Ermäßigung,kann bei der Tafel einkaufen usw. Da sind in der Summe besagte 880 € auch keine Utopie.
Lisaam 19.10.2009 | 21:30
Wenn sie schreiben nach 40 J. !094 Euro Brutto,ca. 1000 Netto. In meinen Augen ist das nicht sehr viel, bei den hohen Abgaben. Urlaubsgebiete können wir uns im Fernsehen ansehen. Sie sehen ich nehm es mit Humor. Danke
Erfahreneram 19.10.2009 | 21:40
Sie dürfen aber auch nicht verkennen, das sich die zu erwartende EM-Rente immer auch nach dem Verdienst und den danach einbezahlten Rentenversicherungsbeiträgen berechnet. Insofern kann es tatsächlich auch bei einer 38 jährigen oder längerer Beschäftigungszeit und einem nur relativ geringem Verdienst in dieser gesamten Zeit , dann zu einer nur sehr bescheidenen Rente kommen. Dafür kann aber nunmal die Rentenversicherung nichts. In ihrem Falle kommt noch erschwerend hinzu, das ihr Mann bereits 57 Jahre alt ist und damit nur noch 3 Jahre ( also bis zum 60. Lebensjahr ) als sog. Zurechnungszeit bei einer EM-Rente mit einberechnet werden. Je höher der Verdienst war und je länger die Zurechnungszeit ausfällt, umso höher ist dann auch die EM-Rente. Ein Bekannter von mir wurde z.B. mit 30 Jahren EM-Rentner und hat vor seiner Berentung nur ganze ca. 10 Jahre gearbeitet ( aber in der Zeit relativ viel verdient als Fernfahrer ! ) und bekommt jetzt eine EM-Rente von ca. 1250 Euro brutto / ca. 1100 Euro netto . Sein Durchschnittsverdient war also sehr hoch und er bekommt ganze 30 Jahre ( vom 30. bis zum 60. Lebensjahr ) als Zurechnungszeit gutgeschrieben. Ihr Mann hat also ca. 30 Jahre länger gearbeitet, bekommt aber erheblich weniger EM-Rente - weil er eben weniger verdient hat. So ist nunmal das System..... Und ja, auch wer gar keinen Rentenanspruch erworben hat, bekommt im Alter Sozialleistungen. Wovon sollte dieser Mensch sonst leben ? Aber wohl nicht ganz in der Höhe der EM-Rente ihres Mannes. Wenn Sie so wollen,lohnt sich arbeiten also nicht immer.....
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