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Frührente

von
Tom

Hallo,

ich hatte 1997 einen Unfall. Danach wurde ein Grad der Behinderung von 70% festgestellt. Meinen damaligen Beruf &#34;Steinmetz&#34; konnte ich nicht mehr ausüben.
Damals wollte mich die LVA in Frührente schicken. Dagegen legte ich Berufung ein und machte eine Umschulung zum Mediengestalter. Ich konnte nie richtig Berufserfahrungen sammeln, weil ich gleich 2002 wieder gekündigt wurde.

Danach habe ich versucht mit Unterstützung (Übergangsgeld vom Arbeitsamt ) mich selbständig zu machen. Das musste ich leider nach 10 Monaten wieder aufgeben.

Seit 2003 bin ich durchgehend arbeitslos, bis auf einen Euro Job, Bewerbungskurs und eine Fortbildung mit Zertifizierung zum MCSA ist nicht mehr viel passiert.

Ich denke ich habe genug versucht wieder eigenständig Geld zu verdienen.

Nun denke ich über eine Frührente nach und weiß nicht wie ich vorgehen muss um diese erfolgreich durchzusetzen.

Über die richtigen Tips und Vorgehensweise wäre ich Dankbar.

Viele Grüße
Tom

von
Realist

&#34;Damals wollte mich die LVA in Frührente schicken. Dagegen legte ich Berufung ein.......&#34;

&#34;Nun denke ich über eine Frührente nach und weiß nicht wie ich vorgehen muss um diese erfolgreich durchzusetzen......&#34;

Dazu fällt mir ehrlich gesagt nichts mehr ein! Wie kann man denn freiwillig eine Rente ablehnen? Auch als Frührentner darf man schließlich noch arbeiten!

von
Jack

Hallo,

ich glaube nicht, dass IHNEN damit geholfen ist, indem ein User Ihnen vorhält, warum Sie den nicht vor Jahren die Chance der Frührente ergriffen hatten. Immerhin gibt es gottseidank immer noch Menschen, die nicht unnötig und zu früh eine Rente beanspruchen wollen, sondern ihre Arbeitskraft solange wie möglich der Versichertengemeinschaft zur Verfügung stellen möchten.
Dies ist Ihnen hoch anzurechnen.
Doch nun muss es weiter gehen.
Stellen Sie umgehend einen neuen Antrag auf eine Erwerbsminderungsrente und fügen Sie alle medizinischen Unterlagen hinzu (die alten und auch die neuen).
Suchen Sie jetzt schon Ärzte auf, die Sie betreuen und die Erkrankungen erneut attestieren können.
Weisen Sie die DRV ausdrücklich darauf hin, dass Sie vor Jahren die Rente abgewiesen haben, um es weiter im Beruf zu probieren, aber dass dies nun endgültig nicht mehr geht.
Wenn die DRV Mitarbeiter hat, die dies zu würdigen wissen, dann wird man Ihnen bei einer erneuten Bewertung des Falles auch keine Steine in den Weg legen.
Ich hoffe jedoch, dass die verischerungsrechtlichen Voraussetzungen noch vorliegen, da Sie ja eine Zeit lang selbständig waren nund wahrscheinlich keine Beiträge zur DRV geleistet haben.
Falls die letzten 60 Monatte jedoch beitragsmäßig belegbar sind, dann sind die Voraussetzungen schon günstiger.

von
tom

@Realist
nun ich stand zu der zeit mitten im Leben. Ich war zu der zeit gerade 33 Jahre alt und konnte mir in dieser zeit noch nicht vorstellen in Frührente zu gehen. Jeder Mensch hat Ziele und Pläne für sein Leben. Mein Plan war es jedenfalls nicht in Frührente zu gehen.
@Jack
Ganz genau so sieht es aus. Wer in so eine Situation kommt gibt alles um möglichst an seinen alten Leben anzuknüpfen. Doch nach dieser langen Zeit habe ich viel Energie erfolglos investiert. Was immer immer fehlte war der Erfolg. Nun deswegen hat meine Vernunft mich schließlich zu dieser Entscheidung gebracht nun Frührente einzureichen.

Das mir damals Frührente angeboten wurde werde ich mit Sicherheit im Antrag einbringen.

Wie läuft so ein Antragsverfahren ab. Wird solch ein Antrag zusammen mit dem Hausarzt verfasst oder geht man direkt zur BFA?

von
Schade

den Antrag auf Rente sollten Sie stellen, ich sehe aber folgendes Problem:

Damals (1997) gab es noch die Berufsunfähigkeitsrente, die es heute für Ihren Jahrgang (1964?) nicht mehr gibt. Berufsunfähig dürften Sie aber eh nicht mehr sein, weil Sie durch Umschulung einen neuen Beruf erworden haben.

Insofern kommt es m.E. aus heutiger Sicht nur noch darauf an, ob Sie erwerbsgemindert sind, d.h. die Ärzte sagen, dass Sie heute (!) nicht mehr vollschichtig arbeiten können - egal was.

von
Jack

Setzen Sie sich sofort mit Ihren Ärzten in Verbindung und informieren Sie diese über Ihren Schritt.
Nehmen Sie evtl. abgebrochene Behandlungen wieder auf.
Fordern Sie den Antrag für die Erwerbsminderungsrente bei der DRV (früher bei Ihnen LVA) an.
Oder stellen Sie diesen bei Ihrem zuständigen Amt der Gemeinde oder Stadt zusamme mit einem Mitarbeiter.

von
Realist

Zitat: &#34;......sondern ihre Arbeitskraft solange wie möglich der Versichertengemeinschaft zur Verfügung stellen möchten.&#34;

Also ich kenne keinen einzigen Erwerbsgeminderten, der aus Rücksicht auf die Versichertengemeinschaft auf zustehende Renten verzichten würde. Würden Sie das etwa tun, @Jack?

Selbst schuld!

Experten-Antwort

Hallo Tom,

auch ich würde Ihnen vorschlagen, einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente zu stellen. Neben den Beratungsstellen der DRV sind Ihnen hierfür auch eingewiesene Mitarbeiter der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung behilflich.

von
Gaby

Hallo Tom,
aus Ihrer Schilderung entsteht bei mir der Eindruck, dass Sie nur eine Rente beantragen wollen, da Sie keinen Job finden und nicht, weil Sie gesundheitlich nicht in der Lage sind, eine Tätigkeit auszuüben. Dies ist aber Voraussetzung, um eine EM-Rente zu beziehen. Eine Behinderung von 70 % besagt nicht, dass man erwerbsgemindert ist.
Gaby

von
Realist

Stimmt genau, @Gaby!

Zumal er eventuelle Ansprüche auf eine BU-Rente, (oder teilweiser EM-Rente bei BU) durch seine erfolgreich abgeschlossene Umschulung verwirkt hat.

Nur wenn sein Leistungsvermögen auf dem ALLGEMEINEN Arbeitsmarkt unter sechs Stunden täglich liegt, (könnte) Anspruch auf EM-Rente bestehen.

Dieses Eigentor hat der Fragesteller aber selbst geschossen!