FSJ im Rahmen der KDV

von
egal

Guten Tag,

mein Sohn ist anerkannter Kriegsdienstverweigerer und absolviert seinen Zivildienst im Rahmen des Freiwilligen sozialen Jahr für 12 Monate beim Sportbund NRW. Als Wehr -oder Zivildienstleistender würden pro Monat in den alten Bundesländern 1512 EUR rentenrechtlich als fiktives Einkommen zugrunde gelegt. Beim FSJ wären es -wie ich im Forum gelesen habe- diese 6 % der Beitragsbemessungsgrenze. Wie verhält es sich bei meinem Sohn als Zivildienstleistender im FSJ?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo "egal",

Teilnehmer am FSJ werden rechtlich annähernd so behandelt wie Beschäftigte oder Auszubildende, d. h., sie sind während ihrer freiwilligen Dienstzeit sozial abgesichert. Sie sind in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versichert. Die abzuführenden Beiträge werden vom Träger gezahlt. Die Beiträge zur Unfallversicherung zahlt die Einsatzstelle oder der Träger. Obwohl die für die Versicherungspflicht in der Renten-, Pflege- und Krankenversicherung maßgebliche Geringfügigkeitsgrenze mit dem Taschengeld, das die Teilnehmerinnen und Teilnehmererhalten, unterschritten werden kann, schreibt der Gesetzgeber eine Versicherungspflicht vor. Als Berechnungsgrundlage dienen Taschengeld plus Wert der Sachbezüge (Unterkunft, Verpflegung).

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Deutsche Rentenversicherung

von
egal

.....d.h. unser Sohn wäre demnach obwohl ihm alle sonstigen Vorteile der vollen Versicherungspflicht zustehen rentenrechtlich bezüglich der Berechnungsgrundlage für die Dienstzeit schlechter gestellt als wenn er seinen Zivildienst nicht über das Freiwillige soziale Jahr machen würde.

Wie hoch werden bei "Heimschläfern" die Sachwerte Unterkunft und Verpflegung veranschalgt.

Unser Sohn bekommt 306,00 EUR an "Taschengeld" durch den Sportbund überwiesen.

Besten Dank für die schnelle Beantwortung.

Ein besorgter Vater

von
Schade

... ja die Welt ist halt nicht gerecht, ....er hätte Zivi ja auch woanders machen können,...wer weiß heute wie das in 45 Jahren bei seiner Rente wirklich bewertet wird,...vielleicht wird er ja Beamter und dann ist es eh egal,...wenn er die übrigen Zeiten immer gut verdient, sind etwaige Unterschiede in diesen 12 Monaten wirklich nur Peanuts,....ich versteh ja die Fragen besorgter Eltern, Ihrem Sohn ist dieses "Problem" aber höchstwahrscheinlich so lang wie breit.

von
egal

Schade, Schade.......
Mit meinem zweiten Beitrag wollte ich mein Anliegen nicht bewertet haben, sondern eine Fachkompetente Antwort eines Experten wie vor.

........und mit Ihrer Einschätzung zu meinem Sohn liegen Sie außerdem völlig falsch......zum Glück.....auch mit der "Verbeamtung".

....aber.........egal

Würde mich über eine fachlich fundierte, kompetente Antwort freuen.