!!! Fühlt sich allein gelassen !!!

von
Navina

Hallo, bei mir wurde Feb 2011Brustkrebs festgestellt. Hatte Chemo, Op und Bestrahlung. Behindertenausweis 60%
Hatte im Dez 2011 bis mitte Januar 2012 Ahb dort auch ein Gespräch mit jemandem von der Rentenversicherung. Antrag auf Umschulung läuft.
Hatte zwischenzeitlich ein Gespräch mit Betriebsrat und Betriebsarzt. Arzt meinte ich könnte meine alte Tätigkeit wieder aufnehmen. Trotz Rehabericht keine dauerbelastung des armes länger wie 3 std.
Habe Wiedereingliederungsversuch gestartet, ging leider nicht. Neuer Termin mit Betriebsrat der nun meinte ich sollte Teilrente beantragen, trotz Rehabericht, Tätigkeit 6 std und mehr. Neuer Termin mit Betriebsarzt steht noch an. Der auch in die richtung Teilrente tendiert. Bin im moment etwas hilflos, an wen ich mich wenden kann. Ich möchte Arbeiten und keinen Rentenantrag stellen.

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn Sie keine Erwerbsminderungsrente beanspruchen, sondern vorher die Möglichkeiten, wieder berufstätig zu sein, ausschöpfen möchten, warten Sie den lfd. Antrag (Umschulung) ab.

Wenn Sie bei Ihrer Entscheidung auch für sich selbst ganz sicher sein wollen, rate ich Ihnen zu einem Beratungsgespräch bei der Beratungsstelle Ihres Rentenversicherungsträgers, um die Rahmenbedingungen in Bezug auf eine Erwerbsminderungsrente zu klären.

von
chrissie

Erstmal bis Nachricht wg. beruflicher Reha
kommt unbedingt weiter AU bleiben!
Wie alt bist Du? Hast Du Berufsschutz? Hast Du noch andere Erkrankungen?
Du könntest Dich beim Integrationsamt erkundigen, ob die helfen können.
Aber ganz ehrlich: Chemo und Bestrahlung- Du hast eine fünfjährige Heilungsbewährung (nach Ende der Behandlung) und RUHE gehört absolut zum Heilungsprozess bei Krebs ! Glaub mir, ich weiß vorüber ich schreibe, habe auf der Onkologie gearbeitet.
Überlege bitte genau, was Du Dir zumuten kannst. Ich wünsche Dir alles Gute!

von
Navina

Danke für die Antworten, ich werde diesen Monat 43. Berufschutz sagt mir jetzt gerade überhaupt nichts. Bin im moment auch ein wenig durch den Wind.Mein Krankengeld läuft im August aus, deshalb der Versuch der Wiedereingliederung.
Andere Erkrankungen hab ich nicht.
Ich weiss das ich diese Heilungsbewährung habe und Ruhe ist für mich im moment ein Fremdwort. Da dieser Hick Hack mir mehr zu schaffen macht, wie das ganze die letzten Monate.

von
Force

Wie soll sie denn 5 Jahre Ruhe haben, wenn es gerade mal 1,5 Jahre Krankengeld gibt ?
Höchstens sie ist verbeamtet, dann kann sie ewig im Krankenstand verharren.

Für dein Geburtsjahr gibt es keinen Berufsschutz mehr.
Das gibt es in Deutschland nur noch für Beamte.

Force

von
Chrissie

Ich würde
1. dem VDK beitreten (falls nicht schon geschehen oder Gewerkschaftsmitgliedschaft besteht)
2. trotz Antrag auf berufliche Reha einen
Antrag auf EMR stellen (da vollschichtige
Tätigkeit nicht möglich ist- Abbruch der Widereingliederung ist als positives Indiz anzusehen)
3. nicht selbst kündigen (oder vom Betrieb dazu drängen lassen), Arbeitsplatz ruht
4.nach dem Krankengeld gibt es ALG 1 (man ist ausgesteuert)
5. falls doch Umschulung (falls es Dir bald besser geht- ich wünsche es Dir jedenfalls sehr) - Augen auf bei der Berufswahl, oft ist man finanziell schlechter gestellt, als in seinem alten Beruf! Besser ist eine berufliche Qualifikation, nach der man in
seinem Beruf aufsteigen kann.
Ich sollte z.B. eine Umschulung als Kauffrau im Gesundheitswesen machen, wobei ich danach nur die Hälfte meines Einkommens
erzielt hätte!!! Habe dann Rentenantrag gestellt und der wurde auch befürwortet.

von
...

Zitiert von: Force

Wie soll sie denn 5 Jahre Ruhe haben, wenn es gerade mal 1,5 Jahre Krankengeld gibt ?
Höchstens sie ist verbeamtet, dann kann sie ewig im Krankenstand verharren.

Für dein Geburtsjahr gibt es keinen Berufsschutz mehr.
Das gibt es in Deutschland nur noch für Beamte.

Force

Ich fasse Ihren Beitrag mal kurz zusammen :

"Bla, Bla, Bla, Keine Ahnung, Stammtischgeschwätz, Bla, Bla,Bla"