Führt die betriebliche Altersvorsorge in die Katastrophe?

von
Unschlüssiger betrieblicher Altersvorsorger

Als Laie habe ich mir jetzt einmal Gedanken gemacht über die betriebliche Altervorsorge und ob es Sinn macht, weiterhin in ein System einzuzahlen, von dem ich vielleicht später nur noch die Hälfte zurückbekomme.
Mit der anderen Hälfte unterstütze ich die Versicherung, den Arbeitgeber, die Krankenkasse und die sonstigen Sozialkassen.
Zwecks Unterstützung der maroden Banken und Staaten, die die Finanzkrise verursacht haben, fehlen mir derzeit p.a. ca. 3 % an Rendite, das sind in 10 Jahren bereits 30 % ohne Zinseszinseffekt.
Sollte später tatsächlich noch etwas da sein, muss ich den vollen Krankenkassen- und Pflegekassenbeitrag bezahlen, also Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil.
Da sind dann auch nochmal mind. 20 % weg. Tendenz hier sicherlich steigend.
Von meinen Einzahlungen profitieren sehr viele, nämlich der Arbeitgeber, der Kapitalanleger, die Sozialkassen, der Staat, der einzige, der hier drauflegt und Risiko trägt bin ich.
Was taugt eine Anlage, bei der die Chancen und Risiken so ungleich verteilt sind?
Wenn ich falsch liege mit meinen Feststellungen und meiner Absicht, die Zahlungen auf die betriebliche Altersvorsorge einzustellen und künftig unter Ausschaltung der vorg. gefräßigen Geier selbst für mich vorzusorgen, bitte ich um Richtigstellung

von
Aufklärer

Ich zitiere von der Startseite des Forums:

"Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum und keine Bühne für politische Meinungsäußerungen"

Außerdem wäre das sowieso das falsche Forum für Ihr Anliegen.

von
antwort

Die bAV ist eine kapitalgedeckte Altersvorsorge mit allen typischen Vor- und Nachteilen. Tendenziell ist eine bAV mesit kostengünstiger als z.B. eine private Rentenversicherung. Hängt natürlich alles am konkreten Produkt.
Ob sich die bAV "lohnt" liegt an vielen Faktoren. Je höher Dein Steuersatz jetzt ist und je niedriger er in der Zukunft (Rente) ist, desto eher lohnt sie sich.

von
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Zitiert von: Aufklärer

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Wieso dann die Bemerkung

"Falsches Forum"?

von
AuslandsAltersvorsorger

Hallo Fragesteller.
Die Frage habe ich mir bereits vor Jahren gestellt.
Und habe in Folge, jegliche private Vorsorge gestoppt.
Dann habe ich begonnen, mir eine vom deutschen Staat unkontrollierbare Altersvorsorge in Immobilien im Ausland aufzubauen.
Heute ist dies durch Internet und Flugverbindungen noch einfacher möglich.
Es muß ein Staat sein, der kaum Verbindungen zu Deutschland unterhält.
Am besten ein Staat, mit lahmer Bürokratie.
Nur so ist man vor den Raubrittern in Deutschland im Alter noch sicher.
Was glauben Sie, wie viel sie erst von ihrer Altersvorsorge verlieren, wenn die in Europa beabsichtigte 10%tige Vermögensabgabe im Krisenfall Gesetz wird ?

von
Gustav K.

Die betriebliche Altersvorsorge ist von den vorhandenen Altersvorsorgemöglichkeiten zur Zeit sicherlich die Schlechteste:

In der Rente muß der gesetzlich Krankenversicherte ca. 40 % der Betriebsrente für Steuern und Sozialabgaben abführen.

Wenn man bedenkt, daß Versicherung, Vertrieb mit mindestens 10 % auch was verdienen wollen, gehen locker ca. 50 % der Betriebsrente einfach weg.

Zwar hat man in der Ansparphase im Rahmen der sogenannten Bruttoentgeltwandlung Ersparnisse an Steuern und Sozialabgaben, doch ist es fraglich, ob das kompensiert werden kann.

Obendrein ist die betriebliche Altersvorsorge auch an ein Beschäftigungsverhältnis gebunden. Ohne Arbeit kein Entgelt und damit gibt es nichts umzuwandeln. Wer kann heute von sich noch sagen, daß sein Arbeitsplatz sicher ist?

Schließlich hat man mit der Bruttoentgeltumwandlung, indem man einen Teil seines Bruttolohns bzw. Bruttoentgehalts in die Betriebsrente steckt, auch seine Altersrente gekürzt und damit auch sein Arbeitslosengeld, Krankengeld etc.

Der Arbeitgeber wird sich fragen, warum soll er eine Altersvorsorgemöglichkeit wählen, von der ca. 40 % im Endeffekt der Staat und die Krankenkasse des Arbeitnehmers einsteckt. Ich möchte für meine Arbeitnehmer sorgen und nicht den Staat und die Krankenkasse mästen. Ferner gehe ich mit der betrieblichen Altersvorsorge hohe Haftungsrisiken ein und Prozesse zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber sind für beide Parteien nicht erstrebenswert.

Eine Rente oder ein Produkt, von dem ich etwa die Hälfte wieder abgeben muß, ist im Grunde schon ein Mißgriff oder Fehlkonstruktion, das man nicht erwerben oder kaufen soll.

Als Alternativen sehe ich die private Vorsorge bzw. Riestern (keine Sozialabgaben in der Rente) oder falls möglich den Kauf von Sachwerten (Immobilie).

Dessen ungeachtet, muß man bei allen Vorsorgeprodukten ganz scharf darauf schauen, daß man nicht durch überhöhte Verwaltungskosten/Betriebskosten und Vertriebskosten der Versicherung bzw. der Vertriebsorgane mit einem überteuerten Produkt über den Tisch gezogen wird..

von
Aufklärer

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Zitiert von: Aufklärer

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Wieso dann die Bemerkung

"Falsches Forum"?

Weil es hier um Fragen zur Deutschen Rentenversicherung geht.

von
Aufklärer

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Zitiert von: Aufklärer

Ich zitiere von der Startseite des Forums:

"Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum und keine Bühne für politische Meinungsäußerungen"

Außerdem wäre das sowieso das falsche Forum für Ihr Anliegen.


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Wieso dann die Bemerkung

"Falsches Forum"?

Weil es hier um Fragen zur Deutschen Rentenversicherung geht.

von
Rüdiger Metzler

Zitiert von: Aufklärer

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Zitiert von: Aufklärer

Ich zitiere von der Startseite des Forums:

"Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum und keine Bühne für politische Meinungsäußerungen"

Außerdem wäre das sowieso das falsche Forum für Ihr Anliegen.


Der Name des Forums ist:

„Ihre-Vorsorge.de, Ihr unabhängiger Altersvorsorge-Berater“

Wieso dann die Bemerkung

"Falsches Forum"?

Weil es hier um Fragen zur Deutschen Rentenversicherung geht.

nein, bei den aktuellen Themen steht ausdrücklich auch das Stichwort "Betriebsrente". also kann man auch Ausführungen zur Betriebsrente machen.

von
Unschlüssiger betrieblicher Altersvorsorger

Hallo Aufklärer,

ich glaube nicht, dass ich mit meinem Anliegen im falschen Forum bin, ich glaube eher, Sie sitzen auf dem falschen Pferd!
Sie sollten mal ganz schnell die Stichworte oben lesen, um die es hier im Forum geht.
Wenn Sie die Scheuklappen abziehen, werden Sie feststellen, dass es neben der gesetzlichen Rentenversicherung noch andere Produkte der Altersvorsorge gibt.
Was ich nicht verstehe ist, dass sehenden Auges Verluste von 50 % aus diesen Produkten in Kauf genommen werden und niemand schreitet ein.
Wo bleiben da z.B. die Gewerkschaften, die doch eigentlich ihre Mitglieder vor Verlusten schützen müßten?
Offensichtlich verdienen die jedoch auch an diesen Geschäften.

von
Zörrer

Zitiert von: Unschlüssiger betrieblicher Altersvorsorger

Hallo Aufklärer,

ich glaube nicht, dass ich mit meinem Anliegen im falschen Forum bin, ich glaube eher, Sie sitzen auf dem falschen Pferd!
Sie sollten mal ganz schnell die Stichworte oben lesen, um die es hier im Forum geht.
Wenn Sie die Scheuklappen abziehen, werden Sie feststellen, dass es neben der gesetzlichen Rentenversicherung noch andere Produkte der Altersvorsorge gibt.
Was ich nicht verstehe ist, dass sehenden Auges Verluste von 50 % aus diesen Produkten in Kauf genommen werden und niemand schreitet ein.
Wo bleiben da z.B. die Gewerkschaften, die doch eigentlich ihre Mitglieder vor Verlusten schützen müßten?
Offensichtlich verdienen die jedoch auch an diesen Geschäften.

Die Versicherung bzw. die Vertriebler werden den Kunden mit den Ersparnissen an Sozialabgaben und Steuern ködern.

Die negativen Punkte werden diese Leute höchstwahrscheinlich nicht erwähnen, falls der Kunde nicht danach fragt.

Denn hat man mal auf einen negativen Punkt hingewiesen, könnte der Kunde nachdenklich werden und nach weiteren Schwachstellen fragen.

von
Thomas Cullmann

Ich finde die betriebliche Altersvorsorge deshalb sehr schlecht, weil sie eine unheimliche schlechte Signalwirkung hat.

Jedermann kann sehen, wie stark diese Form der Altersvorsorge vom Gesetzgeber abgegriffen und mit horrenden Abgaben belastet ist.

Jedermann wird sich fragen. Was kommt da noch an Abgaben in der Zukunft dazu? Muß ich etwa, wenn ich riester, bald auch hier bei dieser Altersvorsorge-Form noch mit Sozialabgaben rechnen? Wann langt der Staat wieder zu, wenn in der Kasse ebbe ist?

Kann ich dem Staat noch trauen? Wie soll und kann ich vorsorgen, wenn auf den Staat kein Verlass mehr ist?

Einerseits will der Staat, daß die Leute fürs Alter vorsorgen, andererseits zögert er nicht, die Altersvorsorge für die Leute mit Fallstricken zu versehen und völlig unwirtschaftlich und unrentabel zu machen.

von
S. Urteil

Zitiert von: Thomas Cullmann

Ich finde die betriebliche Altersvorsorge deshalb sehr schlecht, weil sie eine unheimliche schlechte Signalwirkung hat.

Jedermann kann sehen, wie stark diese Form der Altersvorsorge vom Gesetzgeber abgegriffen und mit horrenden Abgaben belastet ist.

Jedermann wird sich fragen. Was kommt da noch an Abgaben in der Zukunft dazu? Muß ich etwa, wenn ich riester, bald auch hier bei dieser Altersvorsorge-Form noch mit Sozialabgaben rechnen? Wann langt der Staat wieder zu, wenn in der Kasse ebbe ist?

Kann ich dem Staat noch trauen? Wie soll und kann ich vorsorgen, wenn auf den Staat kein Verlass mehr ist?

Einerseits will der Staat, daß die Leute fürs Alter vorsorgen, andererseits zögert er nicht, die Altersvorsorge für die Leute mit Fallstricken zu versehen und völlig unwirtschaftlich und unrentabel zu machen.

Sowas nennt man auch ein "Armutszeugnis".

Experten-Antwort

Hallo Unschlüssiger betrieblicher Altersvorsorger,
ich will mal versuchen ein paar Informationen zum Thema betriebliche Altersvorsorge (bAV) anzubieten.

Vorweg mal die Feststellung, dass die gesetzliche Rente bei zukünftigen Rentenjahrgängen geringer ausfallen wird (Stichworte: Niveauabsenkung, nachgelagerte Besteuerung). Daher ist, um das jetzige Niveau beizubehalten, weitere ergänzende Vorsorge notwendig.

Ob dies nun via Riester, Rürup, bAV, Immobielen oder auf anderem Wege passiert muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden.

bAV ist nur eine Form der vielen angebotenen Altersvorsorgemöglichkeiten.

Sie haben schon eine Menge negativer Seiten der bAV dargestellt. z.T auch negative Faktoren wie ich Sie bei anderen Vorsorgeprodukten auch finde. Ich will mal einige Vorteile der bAV zusammenfassen.
- Steuerfreiheit in der Ansparphase
- Beitragsfreiheit in der Anspraphase
- ggf Beiteiligung des Arbeitgebers an den Beiträgen
- ggf. Gruppentarife für eine größere Mitarbeiterschaft
- ggf. Erwerbsminderungsschutz ohne individuelle Gesundheitsprüfung
- Riestermöglichkeiten über die bAV
- Schutz vor Zugriff Dritter (Pfändung o.ä.)

Ergänzende, zusätzliche Altersvorsorge ist also quasi zwingend erforderlich. Die bAV ist nur eine Form wie man zusätzliche Vorsorge betreiben kann.
Wie bei jeder anderen Form auch, gibt es natürlich Vorteile und Nachteile.
Welche Vorteile bzw Nachteile man in welchem Verhältnis gewichtet, muss jeder für sich selbst bewerten. Man kann aber nicht grundsätzlich einzelne Produkte oder einzelne Altersvorsorgevarianten als grundsätzlich ungeeignet oder als grundsätzlich geeignet darstellen. Dafür ist das Thema einfach zu umfassend und von zu vielen individuellen Betrachtungsweisen abhängig.

Zum Thema Altersvorsorge kann ich Ihnen eine Beratung bei Ihrem Rentenversicherungsträger empfehlen. Hier kann man Ihnen neutral und unabhängig die Vor- und Nachteile der verschiedensten Altersvorsorgemöglichkeiten aufzeigen.
Die Bewertung, was für Sie interessant ist bzw nicht interessant ist, nehmen ausschließlich Sie alleine vor.

Falls Sie Produktinformationen benötigen, was die gesetzliche Rentenversicherung nicht anbieten kann, so wäre ein Beratung bei den Verbraucherzentralen zu überlegen. Hier allerdings der Hinweis, dass diese nicht kostenfrei ist.