Geldverschwendung der DRV / Reha

von
Ingo

Ich bin seit langer Zeit psychisch erkrankt. Im s´September läuft mein Krankengeld aus und ich soll jetzt in die Klink. So weit so gut, ich hoffe auch das ich danach wieder fit bin. Jetzt soll ich nach Aufforderung der Krankenkasse paralell noch einen Regaantrag Unterschreiben. Damit ich, sollte ich nach der Klinik noch AU sein, noch in die Reha fahren kann. Was soll die Reha bewirken, was eine Fachklinik eventuell nicht kann???
Ich kann nur hoffen das mir Klinik helfen kann, denn wenn ich den Klinikaufenthalt hinter mir habe, dann nochmal für einige Wochen in Reha zu fahren, nur weil, das im Handbuch der DRV steht, packe ich nicht. Dist das gleiche,als würde ich mein Auto für die gleiche Reperatur zweil mal in die Werkstatt bringen.

von
Ingo

Jetzt habe ich vor lauter Wut vergessen meine Frage zu stellen.
Ich dieses unlogische Verhalten der DRV oder besser gesagt zunächst erstmal nur von der Krankenkasse, üblich ?
Also jemanden zweimal hintereinander in Reha bzw Klinik zu schicken?

von
Insider

Zunächst einmal kann die DRV nichts für das Verhalten der Krankenkasse. Zum anderen ist es durchaus logisch und nachvollziehbar, das nach eine akut medizinischen Klinikaufnahme eine medizische Reha folgt. Das gehört zum Gesamtkonzept der Behandlung.

von
Ingo

Also kann man sich im Prinzip die Klinik sparen und direkt die aufgezwungene Reha antreten, da diese sowieso kommt. Ich habe private und symptomatische Gründe, warum ich nach einem Wochenlangen Klinikaufenthalt nicht nochmals für Wochen in eine Reha fahren kann.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Ingo,

da Sie seit längerer Zeit Krankengeld beziehen, hatdie Krankenkasse das Recht, Sie dazu aufzufordern einen Reha-Antrag zu stellen. Dieser dient dazu, Sie wieder arbeitsfähig zu machen. Zwingen kann Sie niemand eine Reha anzutreten. Sollten Sie nach dem Klinikaufenthalt allerdings weiterhin arbeitsunfähig sein und die Reha nicht antreten, kann die Krankenkasse das Krankengeld einstellen.

von
Ingi

Das Krankenkasse das Recht hat, mich aufzuforern einen Rehaantrag zu stellen in ja auch in Ordnung. Aber das ich erst in die Klinik und dann im Anschluss in die Reha soll, stößt mir bitter auf.
Da ich jetzt einen Rehaantrag stellen muss, kann ich doch auch direkt auf die Reha warten, oder nicht?

von Experte/in Experten-Antwort

Ob vor einer Reha ein Klinikaufenthalt notwendig ist kann weder die Krankenkasse noch die DRV entscheiden, sondern ihr behandelnder Arzt, da dies eine rein medizinische Entscheidung ist.

von
Ingo

Selbstverständlich kann hier niemand die gesundheitlichen Aspekte beurteilen.
Aber eine allgemeine Einschätzung sollte doch möglich sein.
Ist es eine Standartprozedur, das jemand der Arbeitsunfähig aus einer Klinik entlassen wird, in eine Reha geschickt wird? Oder ist dies eine Einzellfallentscheidung?

von
Kranker

Letzendlich hat doch die Krankenkasse Sie aufgefordert, den Reha-Antrag zu stellen, dann sollten Sie sich auch dort nach deren Vorgehensweise erkundigen. Des weiteren würde man, sollte sich eine Reha als aussichtslos erweisen, Ihnen seitens der Rentenversicherung sicher auch keine bewilligen.

von
Frank Morris

Eine akut Klinik ( also ein Krankenhaus ) und Reha Klinik sind 2 völlig unterschiedliche Dinge - das ist wie schwarz und weiss !!

Die Akut Klinik ist nur und ausschlißlich
für Ihre GESUNDHEIT zuständig und hat mit Ihrer arbeits- bzw. erwerbsfähig nichts am Hut.

Bei einer Reha Klinik ist es quasi genau umgekehrt, die haben den Auftrag der RV sie wieder ARBEITSFÄHIG-ERWERBSFÄHIG zu machen
- leider manchmal sogar auch auf Kosten ihrer Gesundheit - !

Außerdem ist es manchmal
absolut notwendig ( wie bei mir ) , das man erst einmal eine akut Behandlung der Krankheit in einem Krankenhaus bekommt, um dann überhaupt in der Lage zu sein, in einer Reha Klinik an seiner Arbeitsfähig und vor allem dem Programm dort ( das ist eben keine Kur , wie viele meinen, sondern da wird knallhart Tag für Tag mit Ihnen gearbeitet ! -
zu arbeiten.

Das was man bei Ihnen vorhat, ist also weder Geldverschwendung, noch Schikane von irgend jemanden , sondern
absolut indiziert und notwendig und machen sie das nicht, wird die Streichung des Krankengeldes ihr geringstes Problem sein.

Machen Sie doch einfach und gut ist !

Da ich selbst psychisch erkrankt bin - und alle diese Dinge hinter habe - spreche ich aus eigener Erfahrung .

Es geht um I H R E Gesundheit und ihr weiteres Leben. Da sollte alles andere
- auch private und berufliche Dinge - absolut keine Rolle mehr spielen, da sie es sonst bitter später bereuen könnten , wenn sie nicht alles für sich und ihre
Genesung getan haben !

von
Rosanna

Hallo Frank Morris,

ich kann Ihnen nur VOLL und GANZ zustimmen! Genau so ist es.

MfG Rosanna.

von
Frank Morris

Was die Auuforderung der KK betrifft, einen Rehaantrag zu unterschreiben bzw zu stellen, haben Sie hier keine andere Wahl, als dieser Aufforderung nachzukommen !

Sie MÜSSEN den Rehaantrag dann innerhalb von
10 Wochen ( nach Aufforderung durch die KK ) stellen, sonst wird Ihnen das Krankengeld gleich gestrichen ( und nicht erst im September wenn es planmässig ausläuft ! )

von
-_-

Der Reha-Antrag sichert der Krankenkasse insbesondere das Antragsdatum für einen späteren Rentenantrag. Werden Sie nach der Reha arbeitsunfähig entlassen und/oder ist das Leistungsvermögen entsprechend eingeschränkt, gilt der Reha-Antrag als Rentenantrag. Wenn die medizinischen Voraussetzungen für eine Reha nicht vorliegen, weil diese z. B. nicht erfolgversprechend ist, gilt das ebenfalls. Ist das Krankengeld höher, als die zu erwartende Rente, nützen Sie also die zeitlichen Möglichkeiten und Fristen. Das ist dann bares Geld für Sie!

von
Ingo

Vielen dank für die vielen Antworten!