Genehmigte Reha verschieben möglich?

von
Sören

Hallo,

Ich habe Anfang diesen Jahres (Jan. 2019) einen Antrag für eine Reha bei der DRV gestellt. Dieser wurde auch prompt genehmigt. Bis hierhin ist alles soweit ok.

Was allerdings ein Problem darstellt ist der Standort der Klinik. Es handelt sich um die eine Klinik, die von uns aus 300 km entfernt liegt. Für unsere aktuellen Pläne ist diese Klinik zu weit weg. Ich weiß auch nicht, wann diese Reha nun stattfinden soll. Wir haben der DRV ein Schreiben geschickt, in dem wir genaustens erläutert haben, was unsere aktuellen Probleme sind und wieso ich die Reha in dieser Klinik nicht antreten kann, sondern mir wünschen würde die Reha in einer näher gelegenen Klinik anzutreten. Nach drei Wochen warten kam die Antwort auf das Schreiben. Dort stand in einem knappen Satz, das ich die Reha in der bereits vorgeschlagenen Klinik antreten muss, da diese für mich an besten geeignet wäre. Eine wirkliche Begründung ist das in meinen Augen nicht. Warum ist diese Klinik für mich am besten geeignet? Was hat diese Klinik, was andere nicht haben? Als alternativ Klinik wurde mir wieder dieselbe Klinik vorgeschlagen. Wieso wird mir als "alternativ" Klinik wieder dieselbe vorgeschlagen? Das hat nichts mit alternativ zu tun. Es gibt einige Kliniken, die zu meinem Krankheitsbild passen und die auch näher dran sind.

In meiner aktuellen Situation kann ich die Reha nicht antreten. Was habe ich für Möglichkeiten? Ist ein aufschieben der Reha möglich? Im schlimmsten Fall kann ich die Reha nicht antreten. Was würde passieren bei nicht antritt?

Vielen Dank für ihre Hilfe!

Gruß

Sören

von
W*lfgang

Zitiert von: Sören
Was habe ich für Möglichkeiten? Ist ein aufschieben der Reha möglich?

Sehr viele ;-) Nach §8 SGB IX haben Sie das gesetzliche "Wunsch- und Wahlrecht" für eine Rehaeinrichtung. Die DRV vergisst und ignoriert das sehr gerne. Machen Sie also von Ihrem gesetzlichen Recht gebrauch und teilen Sie das der DRV schriftlich mit. Das alles am besten untermauert mit aussagekräftigen Begründungen, so wie Sie das zum Teil schon aufgeführt haben.

Teilen Sie mit aus welchen Gründen Sie Ihre Wunscheinrichtung(en) für besser geeignet halten. Auch gerne wenn es private Dinge gibt die zu berücksichtigen wären. Ortsnähe wegen Kinder, religiöse und weltanschauliche Gründe, usw.
Untermauern kann man so etwas ggf. noch mit einem ärztlichen Attest warum eine Wunschklinik besser geeignet ist.

Achten Sie aber darauf das die Wunscheinrichtung aber auch über den Rehaträger abgedeckt ist.

Sollte danach weiterhin Ihr Wunsch ignoriert werden, nicht aufgeben. Vor Antritt einer Reha muss Ihr Arzt die Rehafähigkeit attestieren und das muss ja nicht gleich zwingend gegeben sein ;-)

Gruß
w.

von
Valzuun

Natürlich können Sie -sofort-wie von Wolfgang vorgeschlagenen verfahren -Ergebnis: offen (Große Keule).
Vorweg: einen (anderen) „sicheren Weg“ gibt es natürlich auch nicht.
Sie können aber auch versuchen zu klären, warum diese Klinik am besten geeignet ist bzw. sein soll. Dann könnten Sie auf die -eventuell guten- Gründe der DRV in Ihrer Argumentation eingehen.
Z.B. gibt es Krankheitsbilder oder Situationen wo die Entfernung für den sprichwörtlichen (medizinisch erwünschten) Abstand sorgen soll.
Und wenn Sie die Reha (dort) nicht antreten möchten brauchen sie auch keine Reise- bzw. Rehaunfähigkeit vom Arzt bescheinigt bekommen. Macht ein seriöser Arzt ja such nur dann, wennn dem tatsächlich so ist. Einfach nicht fahren, netterweise vorher mitteilen, gut ist. Zwingt keiner, und bringt sie auch keiner mit Handschellen oder Zwangsjacke dort hin.
Achtung natürlich bei eingeschränktem Disspositiinsrecht (KV / AloV).
Zu guter Letzt: Schauen Sie mal, wie lange der Bescheid gültig ist (nicht Dauer des Aufenthalt). Eventuell erledigt sich fiedert sang und klanglos bei zu viel hin und her.

von
Ulli

Ganz einfach: du hast ein Wunsch- und Wahlrecht
Du musst noch nicht einmal den Wunsch begründen.
Ein formloses Schreiben, das du von deinen Wunsch und Wahlrecht gebrauch machst und in Klinik x möchtest reicht in diesen Fall.
Zb: ich wollte damals mit meinen Hund in Reha, deshalb hab ich mir eine Rehastätte ausgesucht, wo das möglich ist. Obwohl mir telefonisch von der DRV gesagt wurde, das es nicht möglich ist.
Im Antrag hab ich den Hund nicht mit einen Wort erwähnt, denn das geht der DRV gar nichts an.
Die Reha wurde sofort bewilligt.
Wichtig: muss zu deinen Indikationen passen und Kooperationspartner der DRV sein

von
DRV

Zitiert von: Ulli
Ganz einfach: du hast ein Wunsch- und Wahlrecht
Du musst noch nicht einmal den Wunsch begründen.
Ein formloses Schreiben, das du von deinen Wunsch und Wahlrecht gebrauch machst und in Klinik x möchtest reicht in diesen Fall.
Zb: ich wollte damals mit meinen Hund in Reha, deshalb hab ich mir eine Rehastätte ausgesucht, wo das möglich ist. Obwohl mir telefonisch von der DRV gesagt wurde, das es nicht möglich ist.
Im Antrag hab ich den Hund nicht mit einen Wort erwähnt, denn das geht der DRV gar nichts an.
Die Reha wurde sofort bewilligt.
Wichtig: muss zu deinen Indikationen passen und Kooperationspartner der DRV sein

Man merkt einfach hier Ihre Naivität. Einfach auf das Wunsch- und Wahlrecht bestehen, reicht eben nicht. Eine vernünftige Begründung, wie in den Vorbeiträgen genannt, ist schon erforderlich.
Man fragt sich manchmal wirklich, warum User wie Sie, derartig sachfremde Beiträge hier im Forum einstellen.

von
Kaiser

Zitiert von: Ulli
Ganz einfach: du hast ein Wunsch- und Wahlrecht
Du musst noch nicht einmal den Wunsch begründen.
Ein formloses Schreiben, das du von deinen Wunsch und Wahlrecht gebrauch machst und in Klinik x möchtest reicht in diesen Fall.
Zb: ich wollte damals mit meinen Hund in Reha, deshalb hab ich mir eine Rehastätte ausgesucht, wo das möglich ist. Obwohl mir telefonisch von der DRV gesagt wurde, das es nicht möglich ist.
Im Antrag hab ich den Hund nicht mit einen Wort erwähnt, denn das geht der DRV gar nichts an.
Die Reha wurde sofort bewilligt.
Wichtig: muss zu deinen Indikationen passen und Kooperationspartner der DRV sein

Hat sich der Hund denn auch gut erholt? Welche Anwendungen konnte er denn erfahren? Evtl. solltest Du das auch dem Forum mitteilen. Ist genau so wichtig wie Dein Vorbeitrag!

von
Oskar

Wie schon erwähnt wurde, wird meist bei psychischer Symptomatik bewusst eine größere Entfernung gewählt.

von
M*nfred

Zitiert von: W*lfgang
Vor Antritt einer Reha muss Ihr Arzt die Rehafähigkeit attestieren und das muss ja nicht gleich zwingend gegeben sein ;-)

Was ist das denn für ein Unsinn?

Erstens MUSS die "Rehafähigkeit" keinesfalls vor Reiseantritt attestiert werden und zweitens ist es selbstverständlich, dass seriöse Ärzte eine "Rehafähigkeit" verneinen, SOFERN DAS TATSÄCHLICH DER FALL IST !!

Sie schwächeln immer mehr, werter W*lfgang ;-)

Gruß
M.

Experten-Antwort

Hallo Sören,

bitten Sie die Reha-Sachbearbeitung nochmals um Überprüfung der Klinik, ggf. auch unter Beifügung eines Attestes Ihres behandelnden Arztes. Sofern die Indikationen geeignet sind und auch die Kostensätze angemessen sind, dürfte grundsätzlich nichts gegen eine Änderung der Klinik sprechen.
Sofern Sie nicht von der Krankenkasse bzw. Agentur für Arbeit zur Reha-Antragstellung aufgefordert (eingeschränktes Dispositionsrecht)wurden, können Sie die bewilligte Reha-Maßnahme jederzeit absagen.