Geringfügigkeitsrichtlinien

von
Stefan K.

Wo können die neuen Geringfügigkeitsrichtlinien vom 14.10.2009 eingesehen werden? Ändert sich etwas hinsichtlich der Rentenansprüche z. B. bei Aufstockungsbeiträgen?

Vielen Dank für Ihre Antwort!

von
AOK

http://www.aok-business.de/aokplus/foren/expertenforum/eintrag-anzeigen.php?fid=1&iid=43199&f1p=1&f2p=0&f2s=&id=0&gt=aok07&si=AOK71259381823190352&titel=RE%3A+Teilmonate+bei+400-Euro-Jobs

von
Schiko.

Diese Richtlinien kenne ich so nicht, bin mehr ein Praktiker.

Meinen Sie aber den Minijob, zulässig mit 400 je Monat voll
ausgeschöpft die Jahresgrenze von 4800 .

Sicher wissen Sie, der Arbeitgeber zahlt 15% in die Rentenversicherung, dies
ist aber kein vollwertiger Beitrag hier sind ja 19,90 % notwendig.

Mit 19,90 % aus 400 werden 79,60 Monatsbeitrag fällig, dies ist auch der
Mindestbeitrag als freiwilliger Beitrag allgemeiner Art zur Rentenver-
sicherung.
Anders ausgedrückt, wenn 30879 Durchschnittsverdienst 1 Entgeltpunkt ergeben und zur Zeit 27,20 West und 24,13 Euro in Ost als Rentenwert gilt
sind es bei 4.800 im Jahr Euro 4.800: 30879 0,1554 EP. x 27,20 Euro
4,23 Rentenwert.
Dies setzt aber voraus, Sie zahlen 4,90% = 19,60 Euro Aufstockung hinzu.

Erfolgt keine Aufstockung ergibt sich 4, 23 : 19,90% x 15 % ein Renten-
zuwachs von 3,19 und 4,9% mit 1,04 zuaddiert sind es wieder 4,23, dies
als Gegenprobe.

Liegt aber der monatliche Minijob unter Euro 155 ist immer bei Zuzahlung
der Gesamtbeitrag mit 19,90 % = 30,85 Euro fällig.

Dies bedeutet, bei nur monatlich 100 zahlt der Arbeitgeber seine 15% -15 Euro
und Sie müssen die Differenz zu 30, 85 mit 15,85 aufstocken.

Bei Hartz IV musste ja früher die Agentur den vollen Beitrag fiktiv aus 400
zahlen, mit 79,60 war dies sehr aufwendig, jetzt hat man dies abgestuft auf
monatlich 205 und es ergeben sich im Jahr 2460 statt früher 4.800, ent-
sprechend geringer fällt der Rentenzuwachs aus.
Nachfrage gerne gestattet.

Mit freundlichen Grüßen.

Experten-Antwort

Die Spitzenorganisationen der Sozialversicherungsträger haben im Oktober 2009 die Änderung der Geringfügigkeitsrichtlinien beraten. Die endgültige Fassung liegt noch nicht vor, wird jedoch zu gegebener Zeit veröffentlicht. Bezüglich der Aufstockungsbeiträge sind jedoch unseres Wissens keine Änderungen vorgesehen.

von
Wolfgang

Schiko.,

> Diese Richtlinien kenne ich so nicht, bin mehr ein Praktiker. ...

das ist wieder so ein 'Gesülz', wo ich im Hellen schon würgen konnte (sorry)

Gehen Sie noch mal in sich ...die Praktiker (!!!) als solche haben neben den gesetzlichen Vorgaben praktikable (!) Richtlinien beschlossen, um bestimmte Problembereiche (die im Ministerium nur theoretisch ins Gesetz gegossen wurden) praktisch für alle Beteiligten zu lösen.

Praktisch gesehen, haben Sie nichts zu der eigentlichen Frage beigetragen ...oder ?!!!

Gruß
...machen Sie sich nicht unsympathischer, als Sie bei anderen Fragestellungen sein mögen.