Gesetzesänderung ab 2019, rückwirkend EM Rente ab 10.2018 bewilligt

von
Lieblingsengelchen

Hallo,
Heute habe ich meinen EM-rentenbescheid bekommen. 630€, Heul!!!

Seit 03.2018 bin ich durchgehen krank geschrieben aufgrund einer chronischen Erkrankung. Ich bin erst 41 Jahre alt. Aktuell bin ich immernoch im Arbeitsverhältnis. Nach dem Krankengeld habe ich wegen der Nahtlosregelung Arbeitslosengeld erhalten. Das Arbeitsamt hat mich dazu gezwungen Reha bzw. Rente zu beantragen. Den Antrag habe ich im Februar 2020 gestellt. Jetzt ist dieser rückwirkend zum 01.10.2018 bewilligt worden. Bedeutet, dass ich nicht unter die Neuregelung ab 01.01.2019 Falle. Da ich vor der Krankheit sehr gut verdient habe, würde mir bei einer Bewilligung ab 2019 ca der dreifache Betrag zustehen. Habe ich irgendeine Möglichkeit dagegen an zu gehen?

Beste Grüße
Lieblingsengelchen

von
Bestands EMR

Zitiert von: Lieblingsengelchen
Hallo,
Heute habe ich meinen EM-rentenbescheid bekommen. 630€, Heul!!!

Seit 03.2018 bin ich durchgehen krank geschrieben aufgrund einer chronischen Erkrankung. Ich bin erst 41 Jahre alt. Aktuell bin ich immernoch im Arbeitsverhältnis. Nach dem Krankengeld habe ich wegen der Nahtlosregelung Arbeitslosengeld erhalten. Das Arbeitsamt hat mich dazu gezwungen Reha bzw. Rente zu beantragen. Den Antrag habe ich im Februar 2020 gestellt. Jetzt ist dieser rückwirkend zum 01.10.2018 bewilligt worden. Bedeutet, dass ich nicht unter die Neuregelung ab 01.01.2019 Falle. Da ich vor der Krankheit sehr gut verdient habe, würde mir bei einer Bewilligung ab 2019 ca der dreifache Betrag zustehen. Habe ich irgendeine Möglichkeit dagegen an zu gehen?

Beste Grüße
Lieblingsengelchen

Wie kommen Sie auf den 3 fachen Betrag?
Sie würden halt mehr Zurechnungszeit bekommen was aber bei Ihnen nicht so viel ausmachen würde.
Bei mir wurde die Zurechnungszeit sogar nur bis 60 Jahre angerechnet da ich vor Juli 2014 erkrankte und ich musste mit 54 in die Erwerbsminderungsrente.
Ich bekomme deshalb 1300 € brutto und bei 6 Jahre mehr würde ich vielleicht ca. 200 € mehr bekommen.

von
V.

Zitiert von: Lieblingsengelchen
Hallo,
Heute habe ich meinen EM-rentenbescheid bekommen. 630€, Heul!!!

Seit 03.2018 bin ich durchgehen krank geschrieben aufgrund einer chronischen Erkrankung. Ich bin erst 41 Jahre alt. Aktuell bin ich immernoch im Arbeitsverhältnis. Nach dem Krankengeld habe ich wegen der Nahtlosregelung Arbeitslosengeld erhalten. Das Arbeitsamt hat mich dazu gezwungen Reha bzw. Rente zu beantragen. Den Antrag habe ich im Februar 2020 gestellt. Jetzt ist dieser rückwirkend zum 01.10.2018 bewilligt worden. Bedeutet, dass ich nicht unter die Neuregelung ab 01.01.2019 Falle. Da ich vor der Krankheit sehr gut verdient habe, würde mir bei einer Bewilligung ab 2019 ca der dreifache Betrag zustehen. Habe ich irgendeine Möglichkeit dagegen an zu gehen?

Beste Grüße
Lieblingsengelchen

Hallo,

ich bezweifle, dass die Rente durch die längere Zurechnungszeit 3x so hoch sein würde. Bei einem Durchnittsverdiener soll das Mehr an Brutto ca. 40 Euro betragen.

Durch die Günstigerprüfung müsste die Krankengeld- und ALG1-Phase bereits herausgerechnet worden sein, das hohe Gehalt der letzten Jahre bis zur AU also seine Wirkung gezeigt haben.

Es kommt aber nicht nur auf die letzten Jahre an. Der gesamte Durchschnitt der sozialversicherungspflichtigen Gehälter zählt (z.B. als Berufsanfänger, einige Studijobs)

Ich würde mir an Ihrer Stelle die DRV-Renteninfos der Jahre davor anschauen. Der Gehaltsanstieg müsste dort ggf. bereits im Anstieg der prognostizierten (EM-)Rente zu sehen sein.

Natürlich könnte der Bescheid auch eine Teilrente betreffen, dann wäre 630 Euro natürlich überdurchschnittlich.

Zur eigentlichen Frage: Widerspruch sollte möglich sein. Aber wenn der Beginn der AU-Zeit ungefähr mit dem Rentenbeginn einhergeht, sehe ich keinen Ansatzpunkt für einen Fehler, da ja Krankheit und EM-Rente im kausalen Zusammenhang stehen werden?

Viele Grüße

V.

von
Lieblingsengelchen

Vorher habe ich studiert und bin daher mit einem sehr hohen Gehalt eingestiegen. Ich hatte nur ab und zu Minijobs.

Ist es eigentlich korrekt dass die letzten Jahre die ich Krankengeld und Arbeitslosengeld bezogen habe nicht mit in die Punkteberechnung eingehen?

Ich beziehe mich auf die folgende Gesätzesänderung:

Ab 2019 erhalten erwerbsgeminderte Neurentner eine höhere Erwerbsminderungsrente. Denn ab 2019 wird so gerechnet, dass der Betroffene bis zum Beginn der regulären Rente, also bis zur Regelaltersrente hätte arbeiten können. 2018 lag die Zurechnungszeit bei erstmaligem Bezug der Erwerbsminderungsrente noch bei 62 Jahren und drei Monaten. Ab 2019 wird sie für neu erwerbsgeminderte Rentner auf 65 Jahre und acht Monate erhöht. Sie wird also mit dem Jahreswechsel 2018/2019 um drei Jahre und fünf Monate auf einen Schlag angehoben, was finanziell viel ausmacht. Die Zurechnungszeit wird bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre erhöht. Der neue Erwerbs­minderungs­renten-Rechner 2019 berechnet die Erwerbsminderungsrente anhand der verlängerten Zurechnungszeiten.

VG lieblingsengelchen

von
W°lfgang

Zitiert von: Lieblingsengelchen
Heute habe ich meinen EM-rentenbescheid bekommen. 630€, Heul!!!

Hallo Lieblingsengelchen,

der zu erwartende Betrag einer Erwerbsminderungsrente stand doch schon jahrelang in jeder Renteninformtionen drin, die Ihnen die DRV bereits Jahr für zugeschickt hat ...wenn man/frau das einfach in die Schublade gepackt hat/interessiert mich nicht - statt mal draufzuschauen/erfordert LESEN - müssen jetzt keine 'Tränen' kommen.

> würde mir bei einer Bewilligung ab 2019 ca der dreifache Betrag zustehen.

Siehe dazu Beitrag von @Bestands EMR.
Sie hätten vielleicht eine 3-fach längere Zurechnungszeit, aber keineswegs den 3-fachen Rentenbetrag. Würden Sie ihre Ansicht/Erwartung des 3-fachen Rentenbetrags hier gerne erläutern wollen?!

> Habe ich irgendeine Möglichkeit dagegen an zu gehen?

Auch hier gilt: LESEN, was im Rentenbescheid steht - das scheint aber nicht Ihre Stärke zu sein ;-) Im Rahmen der Widerspruchsfrist (nein, steht nicht gleich auf Seite 1 unterm Rentenzahlbetrag ;-)) können Sie gegenüber der DRV Ihre Einwände vorbringen und eine Überprüfung des Rentenbescheides verlangen.

TIPP: Im Rahmen der Hinzuverdienstmöglichkeiten neben der EM-Rente können Sie natürlich auch weiterhin Ihren Job in vollem Umfang ausüben und das Gehalt in vollen Zügen genießen ...ggf. bleibt dann sogar noch eine teilweise (halbe) EM-Rente übrig – darüber/Beschäftigung + Einkommen, informieren Sie aber bitte umgehend Ihre DRV!

PS: Vielleicht ist das sogar bei Ihnen schon berücksichtigt, dass Sie trotz voller EM + Hinzuverdienst 'nur' so eine kleine EM-Rente erhalten ...einfach mal bis zur Anlage "Rente + Hinzuverdienst" weiterlesen, da fängt das Problem von vorne an *g

Ihre nächste Beratungsstelle kann Sie über den gesamten Sachverhalt informieren - ggf. auch wieder mit persönlichem Gespräch auf Abstand UND nach Terminabsprache. Vor Ort dazu mal erkundigen ...in solchen Fällen sagt ich immer "Papiere/Akte auf den Tisch und Hintern an die Wand" – ist 2 Meter weg ;-) ...und schööön die Gesichtsmütze über die Knubbelnase ziehen! *gg *)

Gruß
w.
*) PS: es gibt leider immer noch viele zu viele 'Kunden', die nicht kapieren, dass wir immer noch/und wohl locker bis Jahresende ff. in einer Ausnahmesituation, sind, sodass der ggf. 'gelockerte' Behördenzugang zu deren Gunsten wirkt, aber nicht den/die MA betrifft, der/die sich täglich den Schutzmaßnahmen beugen muss - damit er/sie auch morgen noch am Arbeitsplatz weiter wirken kann ...für die nächsten etwas schludrig 'Uneinsichtigen'! Fakt dann bei Infektion: Beratungsstelle geschlossen = Kunde muss zum Sozialamt/Rente erst mal auf ‚Eis‘ ...nach dortigen 'Corona-Regeln' des Sozialamtes !!!

PPS: der Corona-Thread wurde gelöscht? ...na, 'Ihr'/Red. seid ja optimistisch – wurde eh nur lau gepflegt ohne wirkliche Bezugnahme auf die örtliche 'Entwicklung'/was geht/wieder/wo ;-)

von
Rückfrage

Hallo Lieblingengelchen,

ein paar Fragen:
- Wie lange hast Du studiert?
- Ab wann hast Du gearbeitet und wie viel hast Du ungefähr pro Jahr verdient bzw. wieviele Entgeltpunkte pro Jahr erhalten?
- Sind Deine Studienzeiten bei der Rentenversicherung gemeldet?
- Hast Du eine volle oder eine teilweise Erwerbsminderungsrente?

von
Ähnlich

Sie sind seit 2018 durchgehend wegen dieser Erkrankung AU.
Natürlich können Sie der DRV die Arbeit machen und Widerspruch einlegen und den Rentenbeginn monieren doch diesen Widerspruch so zu begründen das die zugrunde gelegte Erwerbsminderung später eintrat wird nicht leicht.
Ich halte es für unmöglich.

von
Lieblingsengelchen

Zitiert von: W°lfgang
Zitiert von: Lieblingsengelchen
Heute habe ich meinen EM-rentenbescheid bekommen. 630€, Heul!!!

Hallo Lieblingsengelchen,

der zu erwartende Betrag einer Erwerbsminderungsrente stand doch schon jahrelang in jeder Renteninformtionen drin, die Ihnen die DRV bereits Jahr für zugeschickt hat ...wenn man/frau das einfach in die Schublade gepackt hat/interessiert mich nicht - statt mal draufzuschauen/erfordert LESEN - müssen jetzt keine 'Tränen' kommen.

> würde mir bei einer Bewilligung ab 2019 ca der dreifache Betrag zustehen.

Siehe dazu Beitrag von @Bestands EMR.
Sie hätten vielleicht eine 3-fach längere Zurechnungszeit, aber keineswegs den 3-fachen Rentenbetrag. Würden Sie ihre Ansicht/Erwartung des 3-fachen Rentenbetrags hier gerne erläutern wollen?!

> Habe ich irgendeine Möglichkeit dagegen an zu gehen?

Auch hier gilt: LESEN, was im Rentenbescheid steht - das scheint aber nicht Ihre Stärke zu sein ;-) Im Rahmen der Widerspruchsfrist (nein, steht nicht gleich auf Seite 1 unterm Rentenzahlbetrag ;-)) können Sie gegenüber der DRV Ihre Einwände vorbringen und eine Überprüfung des Rentenbescheides verlangen.

TIPP: Im Rahmen der Hinzuverdienstmöglichkeiten neben der EM-Rente können Sie natürlich auch weiterhin Ihren Job in vollem Umfang ausüben und das Gehalt in vollen Zügen genießen ...ggf. bleibt dann sogar noch eine teilweise (halbe) EM-Rente übrig – darüber/Beschäftigung + Einkommen, informieren Sie aber bitte umgehend Ihre DRV!

PS: Vielleicht ist das sogar bei Ihnen schon berücksichtigt, dass Sie trotz voller EM + Hinzuverdienst 'nur' so eine kleine EM-Rente erhalten ...einfach mal bis zur Anlage "Rente + Hinzuverdienst" weiterlesen, da fängt das Problem von vorne an *g

Ihre nächste Beratungsstelle kann Sie über den gesamten Sachverhalt informieren - ggf. auch wieder mit persönlichem Gespräch auf Abstand UND nach Terminabsprache. Vor Ort dazu mal erkundigen ...in solchen Fällen sagt ich immer "Papiere/Akte auf den Tisch und Hintern an die Wand" – ist 2 Meter weg ;-) ...und schööön die Gesichtsmütze über die Knubbelnase ziehen! *gg *)

Gruß
w.

Hi,
Das hört sich nun schon danach an als wenn ich meinen faulen Hintern besser zur Arbeit bewegen sollte... Ich liebe meinen Job und würde alles dafür tun, mit diesem oder irgendeiner anderen Arbeit meinen Lebensunterhalt selbst zu bestreiten. Ich bin aber leider zu krank dafür. Auch einen Hinzuverdienst kann ich nicht leisten... Durch die Rentenrechner im Netz hatte ich Hoffnung ein relativ normales Leben führen zu können ohne mir den Kopf zerbrechen zu müssen wie ich was zu essen auf den Tisch bekomme...
VG lieblingsengelchen

von
Lieblingsengelchen

Zitiert von: Rückfrage
Hallo Lieblingengelchen,

ein paar Fragen:
- Wie lange hast Du studiert?
- Ab wann hast Du gearbeitet und wie viel hast Du ungefähr pro Jahr verdient bzw. wieviele Entgeltpunkte pro Jahr erhalten?
- Sind Deine Studienzeiten bei der Rentenversicherung gemeldet?
- Hast Du eine volle oder eine teilweise Erwerbsminderungsrente?

Hi,
Ich habe etwa 10 Jahre studiert. 5 Jahre hab ich gearbeitet und in der Zeit im Durchschnitt 60k verdient. Meine Studienzeiten sind mit drin. Das ist die volle Erwerbsminderungsrente.

VG lieblingsengelchen

von
Max4.0

Hallo Lieblingsengelchen,

für 5 Jahre (!) Arbeit 630,00 Euro EM, herzlichen Glückwunsch.
Das meine ich ernst - wie Sie auf die 3fache Summe kommen wollen, bleibt wohl allen hier ein Rätsel.
Warum schauen Sie denn um Himmelswillen nicht in Ihre jährliche Renteninfo?
Da steht's doch alles genau ...
Dafür knechten andere 25 oder 40 Jahre und müssen aufstocken.
Leider werden Sie das dann wohl auch müssen.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die DRV einen Widerspruch anerkennt, bei Krankheit seit 2018 hat sie ihrer Ansicht nach richtig entschieden.
Aber Versuch macht klug.
Klar kann ich verstehen, dass Sie ein paar Jahre Zurechnungszeit mehr haben möchten; der zusätzliche monatl. Rentenbetrag dafür bliebe aber unter dreistellig.

Wie Wolfgang schon vorgeschlagen hat, schauen Sie doch bitte ansonsten noch mal präzise in Ihren Rentenbescheid - nicht, dass da schon irgendwelche Hinzuverdienste oder ALG1 angerechnet sind; das passiert häufig (müsste auch vorher im Rahmen des Antrags abgefragt worden sein). Dann könnte es ja doch noch mal ein wenig mehr geben ...

von
V.

Zitiert von: Lieblingsengelchen

Hi,
Ich habe etwa 10 Jahre studiert. 5 Jahre hab ich gearbeitet und in der Zeit im Durchschnitt 60k verdient. Meine Studienzeiten sind mit drin. Das ist die volle Erwerbsminderungsrente.

VG lieblingsengelchen


Hallo,

60k sind glaube ich ca. 2 Punkte.
Das müsste mehr als 630 Euro ausmachen, aber:

41 Jahre
- 10 Jahre Studium
- 5 Jahre Arbeit
- 19 Jahre bis Abi
- 2 Jahre Krankheit
= 5 Jahre

Was ist mit den 5 Jahren? Minijobs mit freiwilliger Rentenzahlung? Sozialversicherungspflichtige Jobs?
Arbeitslosigkeit? Lücken?
Gab es im Studium sozialversicherungspflichtige Jobs?

Das kann alles Auswirkungen haben.
Ich würde das ganze von einem unabhängigen Berater begutachten lassen: z.B. Freier Rentenberater, Fachanwalt, VDK, SoVD oder Gewerkschaft (Reihenfolge der Nennung ist wertfrei).

Viele Grüße

V.

von
Rückfrage

Zitiert von: Lieblingsengelchen
Zitiert von: Rückfrage
Hallo Lieblingengelchen,

ein paar Fragen:
- Wie lange hast Du studiert?
- Ab wann hast Du gearbeitet und wie viel hast Du ungefähr pro Jahr verdient bzw. wieviele Entgeltpunkte pro Jahr erhalten?
- Sind Deine Studienzeiten bei der Rentenversicherung gemeldet?
- Hast Du eine volle oder eine teilweise Erwerbsminderungsrente?

Hi,
Ich habe etwa 10 Jahre studiert. 5 Jahre hab ich gearbeitet und in der Zeit im Durchschnitt 60k verdient. Meine Studienzeiten sind mit drin. Das ist die volle Erwerbsminderungsrente.

VG lieblingsengelchen

Hallo nochmal,

irgendwie fehlen da ein paar Jahre:

- Jetzt 41 heißt ca. Jahrgang 1979.
- Das heißt ca. Abi mit 19 im Jahr 1998.
- 10 Jahre studiert heißt fertig mit ca. 29 ca. im Jahr 2008.
- plus 5 Jahre gearbeitet wären wir im Jahr 2013. Laut Deiner Aussage würdest Du aber erst 2018 krank.
Das heißt, irgendwo fehlen noch 5 nicht näher bestimmte Jahre.
Das heißt aber auch, die in den 5 Jahren mit Arbeit gesammelten Punkte müssen zur Bestimmung des Durchschnitts für die Zurechnungszeit durch 14 Jahre geteilt werden:
- 5 Jahre gearbeitet
- 4 Jahre länger studiert als 25 (= "Lücke")
- 5 Jahre unbekannte Lücke (siehe oben).
Dann kommt man bei (grob geschätzt) ca. 1.7 pro Jahr mit Arbeit "verdienten" Entgeltpunkten auf ca. 0.6 EP pro Jahr für die Zurechnungszeit; und damit mit den 10.8% Abzug ziemlich genau auf die von Dir genannten 680EUR.

... schreib doch bitte mal Deinen "Lebenslauf" kurz hier auf, dass wir sehen, was wirklich war. Vermutlich liegt der Fehler aber darin, dass Du die Lücken und Dein Studium nicht korrekt eingerechnet hast.

von
Student

Ich glaube Sie rechnet schlicht ihre 60k irgendwie hoch und kommt auf 2000 Euro EM Rente....

von
Rückfrage

Zitiert von: Student
Ich glaube Sie rechnet schlicht ihre 60k irgendwie hoch und kommt auf 2000 Euro EM Rente....

Genau das glaube ich auch. Deswegen habe ich oben versucht, ganz grob darzustellen, wie die Werte für die Zurechnungszeit ungefähr betechnet werden; nämlich deutlich geringer als die Hochrechnung mit dem duchschnittlichem Verdienst.

von
Siehe hier

Zitiert von: Rückfrage
Zitiert von: Student
Ich glaube Sie rechnet schlicht ihre 60k irgendwie hoch und kommt auf 2000 Euro EM Rente....

Genau das glaube ich auch. Deswegen habe ich oben versucht, ganz grob darzustellen, wie die Werte für die Zurechnungszeit ungefähr betechnet werden; nämlich deutlich geringer als die Hochrechnung mit dem duchschnittlichem Verdienst.

Entsprechend des Beispiels kann man ja auch die im Bescheid stehende Zurechnungszeit verlängern um die 3,5 Jahre, die es ab 2019 mehr geben würde, um dann festzustellen, dass nicht pro Jahr der bewilligte Rentenbetrag addiert wird, sondern eher pro Jahr irgendwas bei um die 0,9 die EP's noch erhöht und mit aktuellem Rentenwert (aus 2019) multipliziert dann einen minimal höheren Betrag ergibt als die nun berechnete Rente.

Wenn man allerdings so einen üblichen Internet-EM-Rentenrechner benutzt, hat dies mit der Realität eher soviel wie gar nichts zu tun.

Da kann man dann nämlich (nur) eingeben (geboren 1979), Alter bei Berufseinstieg (Abi mit 19, 10 Jahre Studium also = 29 oder auch 28) und Monats oder Jahresbrutto (5k bzw 60 k)und landet dann bei einem Betrag, der in etwa das ergibt, was 'Lieblingsengelchen' sich erhofft.
Erst wenn man sich dann den noch darum 'gebauten' Erläuterungstext durchliest kommt man da drauf, dass das so in etwa nur funktionieren kann, wenn man tatsächlich lückenlos mit 28/29 (bis heute) angefangen hat durchgehend 60k zu verdienen. Und dass es erhebliche 'Lücken' gibt, wurde ja bereits festgestellt.

Es dürfte aber vor allem auch schwierig sein, den 'Leistungsfall' in 2019 zu 'schieben', wenn anscheinend eindeutig bereits in 2018 festgestellt wurde, dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Dies nachvollziehbar zu begründen dürfte auch dem einen oder anderen in vorstehenden Beiträgen empfohlenen Sozialverband schwer fallen...

von
V.

Zitiert von: Siehe hier
Zitiert von: Rückfrage
Zitiert von: Student
Ich glaube Sie rechnet schlicht ihre 60k irgendwie hoch und kommt auf 2000 Euro EM Rente....

Genau das glaube ich auch. Deswegen habe ich oben versucht, ganz grob darzustellen, wie die Werte für die Zurechnungszeit ungefähr betechnet werden; nämlich deutlich geringer als die Hochrechnung mit dem duchschnittlichem Verdienst.

Entsprechend des Beispiels kann man ja auch die im Bescheid stehende Zurechnungszeit verlängern um die 3,5 Jahre, die es ab 2019 mehr geben würde, um dann festzustellen, dass nicht pro Jahr der bewilligte Rentenbetrag addiert wird, sondern eher pro Jahr irgendwas bei um die 0,9 die EP's noch erhöht und mit aktuellem Rentenwert (aus 2019) multipliziert dann einen minimal höheren Betrag ergibt als die nun berechnete Rente.

Wenn man allerdings so einen üblichen Internet-EM-Rentenrechner benutzt, hat dies mit der Realität eher soviel wie gar nichts zu tun.

Da kann man dann nämlich (nur) eingeben (geboren 1979), Alter bei Berufseinstieg (Abi mit 19, 10 Jahre Studium also = 29 oder auch 28) und Monats oder Jahresbrutto (5k bzw 60 k)und landet dann bei einem Betrag, der in etwa das ergibt, was 'Lieblingsengelchen' sich erhofft.
Erst wenn man sich dann den noch darum 'gebauten' Erläuterungstext durchliest kommt man da drauf, dass das so in etwa nur funktionieren kann, wenn man tatsächlich lückenlos mit 28/29 (bis heute) angefangen hat durchgehend 60k zu verdienen. Und dass es erhebliche 'Lücken' gibt, wurde ja bereits festgestellt.

Es dürfte aber vor allem auch schwierig sein, den 'Leistungsfall' in 2019 zu 'schieben', wenn anscheinend eindeutig bereits in 2018 festgestellt wurde, dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Dies nachvollziehbar zu begründen dürfte auch dem einen oder anderen in vorstehenden Beiträgen empfohlenen Sozialverband schwer fallen...

Der Hinweis zum Sozialverband bezog sich auf die Berechnung nicht auf den Widerspruch, da kausaler Zusammenhang von AU und EM-Beginn.

Viele Grüße

V.

von
Siehe hier

Zitiert von: V.

Es dürfte aber vor allem auch schwierig sein, den 'Leistungsfall' in 2019 zu 'schieben', wenn anscheinend eindeutig bereits in 2018 festgestellt wurde, dass es sich um eine chronische Erkrankung handelt. Dies nachvollziehbar zu begründen dürfte auch dem einen oder anderen in vorstehenden Beiträgen empfohlenen Sozialverband schwer fallen...

Der Hinweis zum Sozialverband bezog sich auf die Berechnung nicht auf den Widerspruch, da kausaler Zusammenhang von AU und EM-Beginn.

Viele Grüße

V.
[/quote]

Ich hatte die Frage von 'Lieblingsengelchen' so verstanden, dass sie/er glaubt, wenn die EM-Rente später beginnen würde, gäbe es mehr Geld.

Es sollte keine 'Kritik' daran sein, dass überhaupt zu einem SozVerband zu gehen empfohlen wird. Es war lediglich ein Hinweis, dass wohl auch 'mit Hilfe und eine Berechnung auf 2019 verschoben' der festgestellte Rentenbeginn wohl trotzdem kaum 'einfach mal so eben' nach hinten verschoben werden kann, nur weil einem das dann - finanziell - besser passen würde.

Gesundheit bzw. eine Erkrankung ist nun mal leider nicht steuerbar :-(

von
Lieblingsengelchen

Moin,
Erstmal vielen Dank für Eure Antworten...
Ich habe einige Zeit auf der Straße gelebt, habe ein Jahr unbezahltes Praktikum gemacht, war ein Jahr im Ausland und habe ein ziemlich lange gebraucht um den entsprechenden Abschluss fürs Studium zu erlangen. Den habe ich auf dem zweiten Bildungsweg bekommen, so dass ich erst mit 24 und angefangen habe zu studieren. Nach 3 Studiengängen hatte ich dann meine Berufung gefunden. Die komplette Zeit habe ich mich ohne Vater Staat über Wasser gehalten, aber eben auch nichts verdient.
Ich habe insgesamt 1 Jahr zwischen den Studiengängen Arbeitslosengeld bezogen.

Die Schuljahre die ich auf der Abendschule verbracht habe, hab ich gar nicht mehr angegeben, da die ja sowieso nur zu einem geringen Teil angerechnet werden.

VG lieblingsengelchen

von
Angela

Zitiert von: Student
Ich glaube Sie rechnet schlicht ihre 60k irgendwie hoch und kommt auf 2000 Euro EM Rente....

Ich denke das hat Sie sich auch schwer verdient nach immerhin 5 Jahren Arbeit und daraus eingezahlten Beträgen von ca. 55 000 € in die Rentenversicherung.

Was sind schon 1900 € + x 12 Monate x ca. 39 Jahre Rentenbezug dabei kommen läppische
900 000 € + ein paar tausend zusätzliche € Rentenanpassung dazu.

von
V.

Zitiert von: Lieblingsengelchen
Moin,
Erstmal vielen Dank für Eure Antworten...
Ich habe einige Zeit auf der Straße gelebt, habe ein Jahr unbezahltes Praktikum gemacht, war ein Jahr im Ausland und habe ein ziemlich lange gebraucht um den entsprechenden Abschluss fürs Studium zu erlangen. Den habe ich auf dem zweiten Bildungsweg bekommen, so dass ich erst mit 24 und angefangen habe zu studieren. Nach 3 Studiengängen hatte ich dann meine Berufung gefunden. Die komplette Zeit habe ich mich ohne Vater Staat über Wasser gehalten, aber eben auch nichts verdient.
Ich habe insgesamt 1 Jahr zwischen den Studiengängen Arbeitslosengeld bezogen.

Die Schuljahre die ich auf der Abendschule verbracht habe, hab ich gar nicht mehr angegeben, da die ja sowieso nur zu einem geringen Teil angerechnet werden.

VG lieblingsengelchen

Hallo,

ich bewundere die Leistung über den zweiten Bildungsweg.

Ein paar Punkte zum Beitrag:

Arbeitslosengeld nachdem man nichts verdient hat verstehe ich nicht.
Sich 10 Jahre während des Studiums ohne Staat (selbst) über Wasser zu halten ohne Einkommen ist mir nicht klar. Entweder benötigt man Einkommen oder Unterstützung durch Dritte.

Insgesamt sehe ich leider einige Lücken, die sich auf die durchschnittliche Rentenpunkte auswirken.

Vielleicht kann eine Beratung helfen, Zeiten vor dem Verdienst herauszurechnen!?

Wie Zeiten auf der Straße und unbezahlte Praktika sich auswirken, müssten die Experten sagen.

Viele Grüße

V.