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Experten-Antwort

Grafik der Woche

von Leni14.09.2011 | 17:10
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6 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

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Rentner: Immer länger in Rente ??? Keiner kann in die Zukunft schauen, darum sind solche Grafiken und Statistiken wie Glaskugelgucken oder Kaffeesatzlesen. Was ist mit den übrigen Bevölkerungsgruppen, sterben die vor Eintritt in die Altersruhe?

Antworten vom Expertenteam

Persönlich beantwortet im Expertenforum

1
Expertenantwort · 1Deutsche Rentenversicherung

Hallo Leni,

die Grafik der Woche zeigt doch nur die Entwicklung der Rentenbezugsdauer in den vergangenen 50 Jahren auf. Sie enthält keine Aussage darüber, warum die Rentenbezugsdauer sich fast verdoppelt hat. Dies bedarf einer genauen detaillierten Betrachtung. Bei einer solchen Betrachtung wird man dann viele Faktoren finden, die hierfür in der Vergangenheit verantwortlich waren. Diese sind dann auch ganz klar und objektiv feststellbar und nachweisbar. Ich kann und werde hier im Forum natürlich keine abschließende Liste dieser Faktoren aufstellen.

Die längere Rentenbezugsdauer ist sicherlich nicht nur eine Folge der bis heute ständig zunehmenden Lebenserwartung, sondern auch Folge der Absenkung des Renteneintrittsalters in der Vergangenheit.

Ohne auch nur ansatzweise mich an der Diskussion über den bisherigen und künftigen medizinischen Fortschritt und dessen Finanzierbarkeit beteiligen zu wollen, sollte aber auch die folgende Zahl Anlass geben, darüber nachzudenken, ob und in welchem Umfang das Renteneintrittsalter angehoben werden muss: Waren vor zehn Jahren bundesweit genau 4656 Rentner 100 Jahre oder älter, so waren es zum Jahreswechsel 2010 / 2011 genau 13 393.

Welche Bedeutung und welches Gewicht dieser Zahl oder diesem Faktor zukommt, das ist dann wiederum eine politische Entscheidung, aus der wir uns als Experte heraushalten. Zweifelsfrei ist es jedoch die Aufgabe des Gesetzgebers - wessen Aufgabe denn auch sonst? – die notwendigen gesetzlichen Entscheidungen zu treffen. Ob der Bürger diese (politische) Entscheidungen dann mitträgt und akzeptiert, zeigt sich u.a. auch dann bei den kommenden Wahlen.

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5 Antworten

Pflegeram 14.09.2011 | 21:34
Upps, der hier ursprünglich verlinkte Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung! Bitte nutzen Sie unsere Forensuche. In den vergangenen 50 Jahren wuchs die Dauer des Rentenbezugs im Schnitt von knapp 10 auf 18,5 Jahre - eine Verlängerung um etwa 85 Prozent. Das ist die Realität der Vergangenheit und hat mit "Glaskugelgucken oder Kaffeesatzlesen" rein gar nichts zu tun. Welche "übrigen Bevölkerungsgruppen" außer "Frauen" und "Männern" könnte es denn nach Ihrer Meinung eigentlich noch geben? Haben Sie den Beitrag und die Grafik vielleicht gar nicht verstanden?
Leniam 14.09.2011 | 22:34
Ich meine alle Senioren, die nicht aus der Rentenversicherung ihre Rente beziehen. Das sind die ehemaligen Beamten/Pensionäre und die Senioren anderer berufsständischen Altersversorgungen, z. B. Rechtsanwälte, Ärzte usw. Auch wenn die Grafik auf Grund der Zahlen des Statistischen Bundesamtes für die letzten zehn Jahre eine längere Lebenszeit dokumentiert, heißt es nicht, dass es in der Zukunft sich so fortsetzt. Mit der Anhebung des Renteneintrittsalters werden schon mal zwei Jahre des Rentnerlebens gekappt. Dann ist bei der gesundheitlichen Entwicklung durch die längere Lebensarbeitszeit zu erwarten, dass diese eher eine kürzere Lebenszeit haben werden. Außerdem macht der vermehrte Stress im Arbeitsleben, durch Arbeitslosigkeit und Angst vor Arbeitslosigkeit krank. Mit anderen Worten, in dieser Personengruppe kann eher davon ausgegangen werden, dass die Lebenserwartung wieder sinkt. Zusätzlich haben wir durch die weiter sinkenden Renten und der Situation am Arbeitsmarkt mit steigender Armut zu rechnen. Zuzahlungen für Medikamente und sogar das Eintrittsgeld für den Arzt können diese Menschen immer weniger aufbringen. Keiner weiß, wie die Zukunft sich gestaltet. Gibt es auch bei uns soziale Unruhen, werden wir von Unglücksfällen heimgesucht (Atomunfall, nur ein Beispiel) dann ist die ganze Hochrechnung eben doch Kaffeesatzleserei. Wir dürfen nur mit den vorhandenen Daten planen und nicht, was wäre wann und wie.
Sozialröchler?am 15.09.2011 | 00:11
Offensichtlich haben Sie die Aussage der Grafik überhaupt nicht verstanden. Sie halten sich außerdem nicht an die Forumsregeln. Dieses Forum soll schnell und unkompliziert helfen und ist kein Diskussionsforum und keine Bühne für politische Meinungsäußerungen.
Leniam 15.09.2011 | 09:21
Wenn ich nicht meine Gedanken zur Grafik der Woche schreiben darf, weil Sie diese für poltisch halten, dann darf auch solch eine Grafik hier nicht veröffentlicht werden. Und zur Verständnisfrage möchte ich anmerken, dass die Grafik NUR die Zahl der Rentner mit ihrer Rentenbezugszeit aufzeigt Diese Rentenbezugszeit wird sich zunehmend verkürzen. Beispiele habe ich schon genannt. Ich habe noch nicht erwähnt, dass zu der Erhöhung des Renteneintrittsalters von zwei Jahren auch das tatsächlich gestiegene Eintrittsalter hinzugerechnet werden muss. Dieses war vor Jahren durchschnittlich bei unter 60 Jahren und ist aktuell auf über 63 Jahre gestiegen. Gehen wir von der derzeitigen Lebenserwartung aus, müssen wir mindestens fünf Jahre von der Rentenbezugsdauer abziehen. Nun frage ich Sie, wer hat hier etwas nicht verstanden und wer will meine Gedanken in eine politische Ecke drücken, obwohl es ausschließlich um die Rentenbezugsdauer geht. Und das geht alle Rentner und Beitragszahler an. Davon wird abgeleitet, wie und ob der Nachhaltigkeitsfaktor überhaupt seine Berechtigung behält. Sind Sie für Fragen, die zur Aufklärung und zum Verständnis beitragen könnten oder wollen Sie dieses verhindern? Bitte immer sachlich bleiben!
Leniam 15.09.2011 | 13:26
Vielen Dank, lieber Experte, Sie haben natürlich Recht, dass man die Spitzenwerte z.B. die Anzahl der Hundertjährigen nicht allein für die Berechnungen heranziehen kann. Nur kann das nach meinem Verständnis keine politische Entscheidung werden, sondern dürfte nur dem Gremium der entsandten Vertreter der Arbeitnehmer und Arbeitgeber und natürlich Ihrem Chef, Herrn Rische, zustehen. Es handelt sich um Beitragsgelder für eine Altersversicherung und nicht um eine Steuer.
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