Greingfügige selbstständigkeit u. einmalig höhere Einnahmen

von
Anja

Für mich besteht Versicherungsfreiheit, da ich geringfügig sebstständig tätig eingestuft wurde(einnahmen bis 400,-).
Jetzt liege ich aber im Juni einmalig darüber da ich dann ca. 700,- mehr einnehme, danach liege ich aber wieder wie zuvor auch knapp unter den 400,-€. Muss ich mich nun bei der Rentenversicherung anmelden und dann fortlaufend beiträge zahlen, oder wird das in so einer Situation anders behandelt?

LG

von
bekiss

Maßgeblich ist 1/12 des im Steuerbescheid ausgewiesenen Jahreseinkommens. Anderenfalls können Sie den aufwändigen Nachweis des monatlichen steuerlichen Gewinns führen.

§ 15 SGB IV - Arbeitseinkommen

(1) Arbeitseinkommen ist der nach den allgemeinen Gewinnermittlungsvorschriften des Einkommensteuerrechts ermittelte Gewinn aus einer selbständigen Tätigkeit. Einkommen ist als Arbeitseinkommen zu werten, wenn es als solches nach dem Einkommensteuerrecht zu bewerten ist.

(2) Bei Landwirten, deren Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft nach § 13a des Einkommensteuergesetzes ermittelt wird, ist als Arbeitseinkommen der sich aus § 32 Abs. 6 des Gesetzes über die Alterssicherung der Landwirte ergebende Wert anzusetzen.

von
no name

Grundsätzlich ist ein zweimaliges Überschreiten der Geringfügigkeitsgrenze innerhalb eines Jahres unschädlich, solange es unvorhergesehen und nur einmalig geschieht.

Experten-Antwort

Maßgebend ist, dass Sie regelmäßig nicht mehr als 400 EUR mtl. aus selbständiger Tätigkeit einnehmen. Hierbei ist eine vorausschauende Betrachtung vorzunehmen.
Wenn Sie jetzt schon wissen, dass Sie im Juli nicht unvorhergesehen mit 700 EUR deutlich darüber liegen, muss grundsätzlich ab dem Monat von Versicherungspflicht ausgegangen werden, ab dem klar ist, dass die 400-EUR -Grenze überschritten wird.