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Grund für erneute Begutachtung?

von Renate Hoffmann30.08.2010 | 10:07
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4 Antworten

Fragen beantworten Expertinnen und Experten der Deutschen Rentenversicherung.

Hallo, ich hatte ja neulich schon mal geschrieben, dass ich jetzt beim zweiten Verlängerungsantrag wegen EM-Rente erneut zum Gutachter muss. Was mich im Moment einfach nicht schlafen lässt ist die Angst davor. Bei dem letzten Verlängerungsantrag hat der Bericht meiner Ärztin ausgereicht und ich habe ohne erneute Begutachtung die Verlängerung bekommen. Jetzt hat meine Ärztin wieder einen Bericht geschrieben und eben auch dargestellt, dass sich nichts geändert hat. Kann mir jemand sagen, wieso jetzt der Bericht nicht mehr ausreicht? Heisst das, dass die Rentenversicherung der Ärztin und mir letztes Mal geglaubt hat und jetzt nicht mehr? Habe panische Angst davor, dass der Gutachter meine Probleme nicht nachvollziehen kann (Renten wegen psychischer Beeinträchtigungen) und das alles für Blödsinn hält. Wüsste nicht, wie ich das durchstehen sollte, halte den Stress mit der Verlängerung jetzt schon kaum aus. Renate

4 Antworten

Arnoldam 30.08.2010 | 11:57
Das ist ganz normal und ein durchaus üblicher Vorgang. Manchmal reicht der ärztliche Befundbericht des behandelnden Artzes aus - das andere mal eben nicht und es wird eben zusätzlich noch eine Begutachtung angesetzt. Das ist bei mir exakt genau so auch abgelaufen. Gerade weil beim letzten Mal bei ihnen nur papiermässig die Verlängerung genehmigt wurde, will man sich wohl jetzt mal nach einigen Jahren der Berentung seitens der RV noch eine andere zusätzliche - externe -Facharztmeinung zu ihrer Erkrankung einholen. Man kann und sollte nicht erwarten , das immer alle Verlängerungsanträge nur aufgrund der ärztlichen Befundberichte durchgehen. So verständlich der Wunsch auch ist, in der Realität sieht dies anders aus... Auch wird natürlich gerne dem Hausarzt bzw. dem behandelndem Facharzt auch unterschwellig immer mal eine gewisse Befangenheit und Parteinahme zugungsten seines Kunden/Patienten unterstellt. Auch darum wird dann schon mal ein neutraler und unabhängiger Gutachter eingesetzt.... Wenn Sie weiterhin erkrankt und damit erwerbsgemindert sind, sollten Sie dem Termin ganz gelassen entgegegen sehen. Vielleicht ist die Begutachtung sogar jetzt dann ein Vorteil, weil ihnen dann aufgrund des Gutachtens vielleicht eine unbefristete - Dauerernte - zuerkannt wird. Ohne Begutachtung wird man eine unbefristete EM-Rente nämlich normalerweise nie bekommen. Persönlich wurde ich insgesamt 6 x begutachtet und habe beim zweiten Verlängerungsantrag dann die "Dauerrente" erhalten. Vielleicht läufts bei ihnen ja genauso. Drücke ihnen alle Daumen.
Renate Hoffmannam 30.08.2010 | 16:47
Hallo Arnold, danke für die schnelle beruhigende Antwort. Ich habe mir die ganze Zeit den Kopf zerbrochen, ob das was Negatives zu bedeuten hat. Die Schwierigkeit für mich ist eben, dass es sich bei mir um psychische Probleme handelt (Angsterkrankung, Panikstörung, Depressionen) und ich es extrem schwierig finde einer mir völlig fremden Person in relativ kurzer Zeit meine Beschwerden zu schildern. Ich kann ja selber nicht begreifen, warum mir alles so schwer fällt und ich so viele Dinge nicht schaffe. Deswegen hatte ich natürlich insgeheim gehofft, dass es ohne weitere psychische Belastungen für mich klappt mit der Verlängerung, auch wenn mir schon klar war, dass es auch wieder eine Begutachtung geben kann. Leider ist es mir nicht möglich, dem ganzen gelassen gegenüber zu stehen, auch wenn mir meine Ärztin auch dazu geraten hat. Danke RH
Arnoldam 30.08.2010 | 17:17
Ich habe diesselben Erkrankungen wie Sie und kann darum ihre Problematik , Ängste sowie Beunruhigung hinsichtlich der Begutachtung genau nachvollziehen. Man wird bald wahnsinnig wenn so ein Termin ansteht und alle möglichen ( und vor allem unmöglichen - meist natürlich pessimistischen Gedanken ) jagen einem durch den Kopf. Das alles kann sich ein gesunder bzw. nicht psychisch Erkrankter nicht mal ansatzweise vorstellen was da in einem vorgeht.... Und genau darum , eben weil ihnen dieser Begutachtungstermin jetzt so zusetzt und schlaflose Nächste bereitet, ist dies ein klares Indiz dafür das Sie weiterhin schwer erkrankt sind. Wäre ihnen der Gutachtertermin piep egal , alles ginge bis dahin lustig und fröhlich seinen Gang , wären Sie nämlich wieder gesund ! Und genau DAS merkt auch der Gutachter sofort und ich würde im Prinzip jede Wette annehmen, das Sie sich über die weitere Berentung absolut keine Sorgen machen brauchen. Sie sollten ihre Ängste und Bedenken, sowie die körperlichen Symtome die dadurch ja auch massenhaft ausgelöst werden aber dem Gutachter auf jeden Fall auch während der Begutachtung sagen ( vielleicht auch vorher kurz aufschreiben und dem Gutachter übergeben - man vergisst vor Aufregung sonst während des Termines vieles und ärgert sich nachher das man nicht Probleme geschildert hat.... ) Daraus zieht er dann eben auch entsprechende Schlüsse auf den Schweregrad der Erkrankung sowie dem aktuellen Zustand und wird - wenn nicht alles komplett schief läuft - die weitere Berentung der RV vorschlagen.
Renate Hoffmannam 01.09.2010 | 08:55
Hallo Arnold, vielen Dank für Ihre unterstützenden Worte. Es tut unheimlich gut zu merken, dass es Menschen gibt, die genau wissen wie es einem geht. Im Moment wünsche ich mir einfach nur, dass der Termin vorbei ist, weil ich ganz schlecht schlafe, weil es mich so belastet. Hoffentlich haben Sie Recht und es wird eine weitere Verlängerung ohne zusätzlichen belastenden Aufwand. Danke Renate
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