Grundsicherung

von
Helle

Mir wurde vom Rententräger angeboten, auf Grund meiner niedrigen Rente einen Antrag auf Grundsicherung zu stellen.
Hat dieser Antrag Aussicht auf Erfolg, wenn unser ( 2 Personen) gemeinsames Einkommen 2000 € netto übersteigt?

von
Amadé

Das war kein Angebot, sondern ein Hinweis, dass aufgrund Ihrer niedrigen Rente ein ergänzender Anspruch auf GruSi gegeben sein KÖNNTE.

Eine GruSi-Berechnung hängt jedoch von mehreren Faktoren ab. Sonst hätte der Einkommensmillionär, der eine niedrige Rente hat, auch einen GruSi-Anspruch.

Mit den Ihnen INSGESAMT zur Verfügung stehenden Einkünften in Höhe von 2000 Euro netto können Sie sich die Antragstellung sparen.

von
Schiko.

Will Sie ja nicht beleidigen es ist aber kaum vorstellbar, dass Ihnen von der
Rentenversicherung die Antragstellung zur Grundsicherung angeboten wurde.

Ist es denn nicht so, wie Millionen andere Rentner mit geringer Bruttorente
erhielten auch Sie automatisch Antragsformulare für Grundsicherung .

Die RV. kennt Ihr Vermögen und auch die monatlichen Einkünfte in Geld
oder Geldeswert nicht. Gehe aber davon aus, bei 2.000 oder mehr Nettoein-
kommen wird der Antrag negativ ausfallen.
Kommt hinzu, bei nur 2.600 / 3214 led./vh. vorhandenen Vermögen fällt
Grundsicherung ins Wasser.
Meine Bitte, stellen Sie Antrag und berichten Sie hier wieder über Erfolg
oder Nichterfolg.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Greda

Bei 2000 Netto ist diese Frage eine Frechheit.

von
Amadé

Wieso denn einen Antrag stellen und unnötig Verwaltungskosten produzieren?

von
Wolfgang

Hallo @Schiko.

Eine Frage hätte ich noch.Sie selber haben die Grenzen für Grundsicherung selber oft richtig genannt.Warum raten sie der Userin das sie einen Antrag stellen soll??

Da schliesse ich mich den restlichen Usern an,das ist für mich ein Rätsel.

von
Alfred

Servus zusammen,
ganz einfach, Schiko möchte wissen was dabei raus kommt.
Im übrigen ich auch.

Gruß
Alfred

von
Schiko.

Mein Gott Walter, Sie Herr Alfred haben es begriffen.

Ich habe doch ausführlich an zwei Punkten darauf hingewiesen, es wird nichts
mit der Grundsicherung werden.
Nur um Mäuler zu stopfen- Schiko berichtet alles falsch- am Schluss gebeten,
trotzdem den Antrag zu stellen, dies kostet doch nichts .

Mit freundlichen Grüßen.

von
Wolfgang

Nicht ganz lieber Schiko.Natürlich kostet es was.Oder glauben sie etwa der unsinnige Antrag verursacht keine Kosten.Nicht für den Antragsteller,aber für die Verwaltung.Und wer jetzt sagt das solche Anträge irgendeinen Sinn machen,bei über 2000 Euro Einkünfte,der hat irgendwas nicht kapiert.

Will nicht behaupten das sie so sind.Schätze sie eigentlich intelligent ein.Etwas meinungsbezogen,aber sehr motiviert zu helfen.

Manchmal hilft es auch einfach mal nachzudenken.

von
Wolfgang

Hallo Helle,

die DRV informiert Sie quasi als Service, dass es diese Leistung/Grundsicherung geben kann - nicht muss.

Dabei wird ausschließlich die festgestellte Rente als Grundlage genommen. Liegt Sie unter 700 (oder so etwa in der aktuellen Größenordnung, genauen Wert weiß ich eben nicht), kommen die Infos zur Grundsicherung automatisch - und das UNABHÄNGIG von den tatsächlichen Einkommensverhältnissen des Einzelnen (oder auch 2 Personen). Es ist nur eine Anregung, mehr nicht ...

Richtig ist, dass bei einem Einkommen von 2000 EUR für 2 Personen kein Anspruch auf Grundsicherung besteht (1100 - 1200 liegt in etwa die Grenze bei normal gesunden 2 Personen). Sie können das im örtlichen Rathaus/Sozialhilfe/Grundsicherung noch mal nachfragen - oder die Infos/den Antrag gleich wegwerfen ;-)

Gruß
w.
(warum denk ich grade eben, das 1-2 Seiten Versicherungsverlauf in den Renteninformation weniger Papier ist, als das üppige Grusi-Paket ...könnte man/DRV auch auf weniger Papier eindampfen, ohne den Zweck Grusi/Info zu vernachlässigen - Helle, hat nix mit Ihnen zu tun, die Frage war etwas weiter unten :-)

Experten-Antwort

Die Grundsicherung kann Ihnen vor allem dann bewilligt werden, wenn Sie ein so geringes Einkommen oder Vermögen haben, dass es für den Lebensunterhalt nicht oder nicht ganz ausreicht. Die Grundsicherung soll
- Ihren notwendigen Lebensunterhalt,
- Aufwendungen für Unterkunft und Heizung,
- Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge,
- Mehrbedarf für bestimmte Personengruppen (z.B. bei Behinderung) und
- Hilfe in Sonderfällen abdecken.
Die Grundsicherung ist keine Rente. Sie wird aus Steuermitteln finanziert und vom Sozialhilfeträger gezahlt.

Der Träger der Rentenversicherung kennt die Höhe der Kosten Ihres tatsächlich notwendigen Lebensunterhaltes nicht. Deshalb enthalten die Rentenbescheide grundsätzlich einen Hinweis auf die Grundsicherung. Ein ausführlicherer Hinweis unter Beifügung von Antragsunterlagen erfolgt in Fällen, in denen die Rente einen bestimmten Betrag nicht erreicht. Auch in diesen Fällen ist noch nicht festgestellt, dass Bedürftigkeit vorliegt, es könnte ja sein, dass andere Einkommen, z.B. bei Selbständigen eine Privatrente, den Lebensabend absichern. Eine Antragstellung sollte nur erfolgen, wenn man sich für bedürftig hält.