Grundsicherung abgelehnt

von
Gabi

Ich wende mich an Sie, weil ich sehr verzweifelt bin.

Meine Tochter ist seit Geburt schwesrbehindert. Sie sitzt im Rollstuhl. Sie hat in der Vergangenheit versucht eine Ausbildung zu machen, nur wurde die abgebrochen. Sie hat bis Januar Arbeitslosengeld II bezogen. Wir wurden von der ARGE aufgefordert einen Rentenantrag ( EM ) zu stellen. Dieser wurde abgelehnt, weil die versicherungsrechtlichen Vorraussetzungen nicht erfüllt sind. Es liegt aber Erwerbsminderung auf Dauer vor.Sodass die ARGE uns an die Grundsicherung verwiesen hat. und sofort die Leistung eingestellt hat. Wir haben vor Jahren zusammen mit meiner Tochter 2 kleine Versicherungen, im Rahmen der Altersvorsorge abgeschlossen.Nun hat das Grudnsicherungsamt mitgeteilt, das wir von dort gar nichts bekommen. Es müsse zuerst die Altersvorsorge aufgebraucht werden.

Wir haben beide nur eine geringe Rente,zusammen knapp 1000 Euro netto.

Wie sollen wir nun weiterleben. Wir unterstützen unsere Tochter mit allem was wir können. Aber jetzt sind wir wirklich am Ende. Mit den Leistungen der ARGE kamen wir so grad über die Runden. Und nun sollen wir die Altersvorsorge auflösen. Das war für später gedacht,damit unsere Tochter dann nicht so sehr auf den Staat angewiesen ist. Ich und mein Mann sind über 70. Was sollen wir tun????

von
TKK

Ist es Ihrer Tochter vielleicht möglich in einer Werkstat für Behinderte tätig zu sein? Wenn Sie dort 20 Jahre tätig sein kann hätte sie auf diesem Weg einen Rentenanspruch...

Experten-Antwort

Gegen den ablehnenden Bescheid der Grunsicherungsbehörde Widerspruch einlegen. Welche Altervorsorge meint dieses Amt? Von der Tochter oder von Ihnen?

von
Gabi

Eine Tätigkeit dort kommt für Sie nicht in Frage. Und es geht ja auch um die Zeit jetzt, für Ihre spätere Rente, war ja die kleine Absicherung von uns gedacht.

von
Gabi

Die Altersvorsorge der Tochter. Es läuft auf meine Tochter. Nur wir unterstüzen sie, weil sie finanziell nicht in der Lage ist.

Experten-Antwort

Wenn Ihre Tochter bereits die Altersvorsorge erhält und Sie dadurch nicht bedürftig ist, hat das Amt recht. Wenn nicht, muss das Amt sogar die Beiträge übernehmen (für später). Widerspruch einlegen!!

von
Gabi

Nein, sie würde später mal mit 65 eine kleine Rente erhalten.

Also bestünde die Chance das sie Grundsicherung erhalten würde. Gibt es eine Rechtsgrundlage??

Experten-Antwort

§§ 41 - 46 SGB (Sozialgesetzbuch) XII.

von
Gabi

Vielen vielen Dank an den Experten.

von
Zusatzfrage an die Exp.

Gabi hat erwähnt, das ihre Tochter vor kurzem eine Ausbildung krankheitsbedingt abbrechen musste. Besteht hier die Möglichkeit, über die "vorzeitige Wartezeiterfüllung" doch noch zu einem Rentenanspruch zu kommen, oder gilt dieser Passus nur bei abgeschlossenen Ausbildungen?

von
B´son

Ich denke nicht, da im vorliegenden Fall vermutlich die EM bereits "seit Geburt" vorliegt.
Für die vorzeitige Wartezeiterfüllung wäre es erforderlich, dass die EM erst später eintritt.

Experten-Antwort

Da die Tochter leider von Geburt an EM ist.