Grundsicherung und Vermögensanrechnung

von
Cora

Mein verwitweter Vater wird bald 65 Jahre alt. Seine gesetzliche Rente wird dann
nur ca. 200 EUR im Monat betragen. Aus selbständiger Tätigkeit hat er sich ein
"Vermögen" von ca. 40.000 EUR erarbeitet und lebt in seiner abbezahlten
Eigentumswohnung. Die laufenden Nebenkosten betragen 200 EUR im Monat, hinzu kommen die Kosten für Lebensmittel, die ca. 200 EUR betragen. Er lebt also faktisch von seinem
Erspartem. Lohnt sich demnach ein Antrag auf Grundsicherung oder ist ein
solcher Antrag aussichtslos aufgrund seines erspartem Vermögens?

von
Büro-Klammer

Die Bedürftigkeitsprüfung wird vom Grundsicherungsamt durchgeführt, nicht von der Rentenversicherung. Die RV nimmt nur die Anträge entgegen und leitet diese weiter bzw. fügt den Rentenbescheiden die Vordrucke bei. -> Sie sollten beim Grundsicherungsamt anfragen

von
Gerd

Von den ersparten Versicherunggeld eine Eigentumswohnung gekauft SO SO !
Und nun soll die Allgemeinheit Ihren Vater ernähren.
Meinen Sie denn das ist in OK ?

von
Schiko.

Ein wesentlicher Grund für die Ablehnung der seit 1.1.2003
eingeführten bedarfsorientierten Grundsicherung ist ein
vorhandenes Vermögen über 2600/ 3214 led./vh.

Dies wird ja wohl wesentlich überschritten.

Richtig aber auch der Hinweis
von "Büro Klammer", dass
solche Anträge an die Renten-
versicherung gesandt Porto-
verschwendung ist, das diese
an die Grundsicherungsämter
bzw. Nachfolgestellen weiter-
geleitet werden.

MfG.

von
illu

Aber mit der Eigentumswohnung entlastet er die Wohngeldsituation. Jeder Mieter würde dann Wohngeld bekommen, er hätte das Geld auch verreisen können.

von
Gerd

Wohngeld bekommt man auch wenn die eigene Wohnung ( Haus ) noch nicht abgezahlt ist. Wo leben wir denn. Das gibt es nur in der BRD.

von
Peter00

Der Verweis das es Portoverschwendung wäre, den Antrag an die Rentenversicherung zu schicken ist natürlich völliger Blödinn.

Ob sie den Antrag an die Rentenversicherung senden und diese Ihn weiterleitet oder sie ihn direkt ans Grundsicherungsamt schicken kostet sie exakt das gleiche Porto.Also vergessen sie den Unsinn der da geschrieben wurde.Man wollte sie nur verwirren.

Ich glaube nicht,das jeder weiss wo die jeweiligen Grundsicherungsämter angesiedelt sind.Wo dir Rententräger sind,wissen dagegen die meisten.Dann schicken sie Ihn liber dorthin und haben sichergestellt das er direkt an das richtige zuständige Grundsicherungsamt weitergeleitet wird.

von
Schiko.

Sie irren sich, die Post an die Rentenversicherung kostet Porto,
die Weiterleitung an die Sozialhilfestelle der Stadt oder an das
Landratsamt durch die Rentenversicherung auch wieder Porto.
Ganz abgesehen von der zeitlichen Verzögerung.

Die Grundsicherungsämter wurden wieder abgeschafft da sich
das Nebeneinander ( Sozialhilfe/Grundsicherung) nicht zweck-
mässig erwiesen hat , dies gilt schon seit 1.1. 2005.

Habe doch die Anfrage von Cora , so hoffe ich, richtig be-
amtwortet.
Sie sollten sich lieber mit den Äußerungen anderer User
befassen, die unsachlich auf eine korrekt gestellte Frage
des Users geantwortet haben.

MfG.

von
illu

Es handelt sich um eine bezahlte Wohnung lt. Anfrage. Wer schuldenfrei wohnt sieht meistens keinen Lastenausgleich. Sie irren leider. Die Belastungen einer schuldenfreien Wohnung sind nicht so hoch, wie schon eventuell Kaltmiete.

von
Wolfgang

Hallo Cora,

es ist so, dass sein Vermögen zz. viel zu hoch für Leistungen der Grundsicherung im Alter ist.

Schauen/fragen Sie da noch mal nach:
http://www.sozialhilfe24.de/grundsicherung-sozialhilfe/grundsicherung.html
- und da:
http://de.wikipedia.org/wiki/Grundsicherung_im_Alter_und_bei_Erwerbsminderung
- da auch:
http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/nn_18798/SharedDocs/de/Inhalt/04__Formulare__Publikationen/02__info__broschueren/03__rente/grundsicherung__hilfe__fuer__rentner.html

Auch das Sozialamt vor Ort wird Ihnen/Ihrem Vater die Rechtslage erläutern, so er weiß, ob und wann er mit dieser Sozialleistung rechnen kann/nicht rechnen kann.

Gruß
w.

von
Schade

Liebe Cora,

so wie Sie schreiben kann Ihr Vater 200 Monate so weiterleben, bis seine 40 000 € aufgebraucht sind.

So gesehen ist er nicht bedürftig und wird bei diesen Ersparnissen derzeit sicher keine Grundsicherung erhalten.

Ist ja auch richtig so, oder?

Oder sollen etwa meine Steuern, die ich zahle, dafür verwendet werden, dass er das Vermögen nicht antastet und Sie es nach seinem Ableben erben können?