Gut Beraten!? Deka oder Provinzial?

von
Jan

Hallo,
meine Beraterin hat mir eine Riesterrente empfohlen. Was ich im Internet darüber gelesen habe klingt ja auch ganz sinnvoll. Allerdings würde mich interessieren ob ich die "Deka-BonusRente" oder die "PrämienRente Plus" abschließen soll. Der Garantiezins ist ja bei letzterer Form nicht so dolle (2,25%). Ich wäre schon so „risikobereit“ mein Geld in Aktien anzulegen. Allerdings kostet die „Deka-BonusRente“ pro Jahr 10 Euro! Kennt ihr vielleicht andere Anbieter, die ein attraktiveres Angebot haben? Meine Internetrecherche war relativ erfolglos. :-(

von
Uni-Profi-Rente

Wir haben auch gute Produkte.
Andere aber auch.
Sie müssen sich schon selbst entscheiden.

von
Leser

Ich schätze, eine gezielte Beratung darf man Ihnen hier nicht geben.
Schauen Sie mal im Internet unter www.finanztest.de nach der Qualität der Produkte und entscheiden Sie sich selbst.
Diese Seite darf keine Produktempfehlungen aussprechen, weder für die eine noch für die andere Gesellschaft.
Wenn Sie risikoreich sind und noch jung, lohnt ein Blick auf Union-Investment für eine Aktienfondsbasierte Riesterrente. Wenn Sie mehr der Sicherheitstyp sind, dann eben Versicherungsprodukte.

von
Jan

Ach so, mir war nicht klar, dass hier in der hinsicht keine Beratung vorgenommen werden darf. Trotzdem besten dank!

Experten-Antwort

Ihnen wurde ein bestimmtes Altersvorsorgeprodukt im Rahmen einer Beratung empfohlen (konkret Riester), aber Sie begeben sich dann zur näheren Recherche auf die Suche im Internet...

Bei Riester bzw. generell der zusätzlichen Altersvorsorge sollte man sich m.E. weit vor der Frage über irgendwelche Produkte auch zumindest über die steuerlichen Grundmodi des jeweiligen Produktes im Klaren sein. Konkret, was bedeutet bei Riester der zusätzliche Sonderausgabenabzug in der Ansparphase und die volle nachgelagerte Besteuerung in der Auszahlungsphase überhaupt für meine Alterseinkünfte etc..

Dies hängt zum einen vom indivdi. Grenzsteuersatz in der Ansparphase im Verhältnis zur Auszahlungsphase, zum anderen von den Abschluss/- und Vertriebskosten und nicht zuletzt von der finanziellen Leistungsfähigkeit des Einzelnen ab.

Sowohl die Experten wie auch andere Forumsteilnehmer schreiben sich gerade zu diesem Thema seit Jahren die Finger Wund...nutzen Sie deshalb vielleicht auch die Suchfunktion im Forum und informieren sich zu "Riester" und "Fonds".

Bedenken Sie gerade bei der Fonds Wahl den nicht unerheblichen Unterscheid zwischen einer fondsbasierten Rentenversicherung (mit sehr hoher Zillmerung) zu klassischen Fondspaketen mit Riester, hierzu sind u.a. folgende Links empfohlen http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=55997&dekade=1

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=45902&dekade=1

Dass im Forum dann und wann doch etwas zu Altersvorsorgeprodukten und Steuern geschrieben wird kann u.a. diesen akt. Links entnommen werden http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=60164&dekade=3

http://www.ihre-vorsorge.de/Expertenforum-Thema.html?id=60065&dekade=3

Natürlich darf in einem Forum der gesetzlichen RV keine konkrete Produktberatung zu bestimmten Altersvorsorgeprodukten vorgenommen werden. Grundsätzliches hierzu, vgl. oben, kann aber auch schon oft weiterhelfen...

MfG

von
Jan

Viele dank für die ausführliche Anwort? Ich denke ich bin damit erstmal gut beraten. Zu meiner Situation: Ich bin Schüler (bzw. bin grad fertig) und würd deshalb bisher nur 5€ pro Monat zahlen.

Experten-Antwort

Inwieweit man als Schüler überhaupt in der Lage ist, abzuschätzen, welcher Versorgungsbedarf für die persönliche Altersvorsorge im Alter besteht ist hier wohl die Frage....

Auch für die jüngere Generation wird im Regelfall die gesetzliche Rente die Basisabsicherung bleiben. Sich aufgrund des für die Zukunft abgesenkten Rentenniveaus der gesetzlichen RV daneben mit betrieblicher und privater Altersvorsorge abzusichern, ist in der Theorie dann sicherlich zweckmäßig.

Was einem aber persönlich der finanzielle Spielraum für Möglichkeiten - mehr noch der spätere Beruf - ermöglicht, ist dann aber eine ganz andere Frage.

Wenn es auch zutreffend ist, dass man bei sehr geringerem Einkommen via Sockelbeitrag von 60 Euro/Jahr in den Genuß der staatlichen Riester Förderung gelangen kann, so bedeutet dies keinesfalls, dass damit auch nur eine annähernd fianziell relevante Versorgungslücke geschlossen wäre - zumal schon jetzt ein Durchschnittsverdiener (man spricht dabei von einem Bruttojahresgehalt von ca. 30.0000 Euro) gut 27 jahre lang auf dieser Basis in die gesetzliche RV einzahlen muss, um auf das zu kommen, was auch über die Grundsicherung angeboten wird.

So hart dies auch klingen mag - aber dies sind die Fakten. Die richtige Schulbildung mitsamt Berufsausbildung (Studium etc.) sind deshalb für die persönliche Altersvorsorge weit wichtigere Schlüsselfaktoren, als etwa das Verständnis für die Funktionsweise der verschiedenen Altersvorsorgearten, vgl. u.a. auch den IAB Kurzbericht 12/2005 der unter www.iab.de zum download bereit steht.

In diesem Zusammenhang können auch die IAB Kurzberichte zur Rente mit 67 aus dem Jahre 2006 nicht ganz uninteressant sein, bzw. www.sozialpolitik-aktuell.de.

MfG