Gutachten wird vom Arzt nicht rausgegeben

von
wissender

Auch die Leute vom VdK irren sich manchmal.

von
wissender

Andrea: "Bin von einem Orthopäden im Auftrage der Rentenversicherung begutachtet worden ( wegen Verlängerung meiner EM-Rente ).
Habe jetzt bei dem Arzt direkt schiftlch das (mein ) Gutachten angefordert.
Jetzt teilte er mir mit, das er das Gutachten an mich nicht rausgeben darf.

Ich müsste es bei der Rentenversicherung anfordern.

Ist das Korrekt ??"

"Ich meine er darf, schließlich ist er der Verfasser und hat das Gutachten ja wohl auch in den Unterlagen."

Ein Arzt muß es m.E. im Original vorlegen, und das bedeutet auch, daß er es darf. (Bei kurativ tätigen Ärzten ist das jedoch differenzierter zu sehen. Mitte der 80er Jahre hat der BGH da so einiges geregelt. Behandlungsvertrag schliessen, in dem Einsichtsrecht vereinbart wird)

Das Problem ist die unzurechende juristische Bildung der Ärzte über ihre Rechte und Pflichten.

Und natürlich auch die ihrer Klientel.

von
drk

Hallo Wissender, Dank noch für den pers.Angriff

Auch Sie haben nicht vollkommen Recht:

Das Recht auf Akteneinsicht seitens des Patienten/Versicherten kann sehr wohl unter bestimmten Bedingungen eingeschränkt werden.

von
wissender

§ 25 SGB X :
"(1) 1Die Behörde hat den Beteiligten Einsicht in die das Verfahren betreffenden Akten zu gestatten, soweit deren Kenntnis zur Geltendmachung oder Verteidigung ihrer rechtlichen Interessen erforderlich ist. 2Satz 1 gilt bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens nicht für Entwürfe zu Entscheidungen sowie die Arbeiten zu ihrer unmittelbaren Vorbereitung."

(2) ...
"4Das Recht nach Absatz 1 wird nicht beschränkt."

Reicht das zur Feststellung, dass das Akteneinsichtsrecht unbeschränkt gilt?

von
Bauarbeiter

Sie sind ein arroganter Schnösel !

von
?-?

sind sie sicher dass es sich nur um einen Schnösel handelt

von
Bauarbeiter

......warum, sind Sie auch einer ?
Haben Sie auch keinen Respekt vor Handwerkern ?

von
?-?

Hallo Bauarbeiter,
wie kommen sie zu dieser Aussage. Ich hätte sicherlich einen Ausdruck als nur Schnösel benutzt

von
dirk

(2) Soweit die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse eines Beteiligten enthalten, kann die Behörde statt dessen den Inhalt der Akten dem Beteiligten durch einen Arzt vermitteln lassen. Sie soll den Inhalt der Akten durch einen Arzt vermitteln lassen, soweit zu befürchten ist, dass die Akteneinsicht dem Beteiligten einen unverhältnismäßigen Nachteil, insbesondere an der Gesundheit, zufügen würde. Soweit die Akten Angaben enthalten, die die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Beteiligten beeinträchtigen können, gelten die Sätze 1 und 2 mit der Maßgabe entsprechend, dass der Inhalt der Akten auch durch einen Bediensteten der Behörde vermittelt werden kann, der durch Vorbildung sowie Lebens- und Berufserfahrung dazu geeignet und befähigt ist. Das Recht nach Absatz 1 wird nicht beschränkt.

von
dirk

Siehe auch den Beitrag von Antonius, er erfolgte, als ich diese kleine, selten zutreffende Einschränkung wegen ihrer Seltenheit nicht erwähnte

von
wissender

Das ist keine Einschränkung, sondern soll die Sozialleistungsträger von der Haftung im Fall des Falles befreien.

Fakt ist, daß bisher noch nie dokumentiert wurde, daß irgendjemand einen gesundheitlichen Schaden erlitten hat, weil er seine Krankenakten gelesen hat.

Behauptet wird das nur von Ärzten, die ihre Inkompetenz verbergen wollen.

Ist ja auch peinlich, wenn festgestellt werden kann, was der liebe Dr. so alles falsch gemacht hat.

von
Bauarbeiter

Verzeihung ! Das war wohl ein Mißverständnis.

Auch ich hätte natürlich liebend gerne einen anderen Ausdruck statt "Schnösel" benutzt. Der wäre dann aber nicht mehr jugendfrei gewesen !

von
Antonius

"Fakt ist, dass bisher noch nie dokumentiert wurde, dass irgendjemand einen gesundheitlichen Schaden erlitten hat, weil er seine Krankenakten gelesen hat."

Woher wissen Sie das ?
Wenn ein psychisch labiler Mensch die Details seiner Krankheiten erfährt, besteht zumindest die Gefahr eines Nervenzusammenbruchs. Wollen Sie das vielleicht bestreiten ?

MfG

von
wissender

"Wollen Sie das vielleicht bestreiten ?"

Natürlich bestreite ich das, denn der Betroffene weiß doch das alles schon.

Das was er nicht weiß, ist das, was hinter der Maske des Arztes verborgen ist und an Herabsetzungen und Beleidigungen in den Akten festgehalten wurde. Und so wird dann von diesen Maskenträgern die Legende von der möglicvhen Schädigung des Patienten durch Kenntnis des Akteninhalts erzählt.

Und wenn Sie es ganz genau wissen wollen, wie das mit "Psychogutachtern" ist, schauen Sie mal bei Spiegel-Online vorbei. Da ist heute ein Artikel drin.

von
Antonius

Der Betroffene mag vielleicht wissen dass er krank ist aber nicht unbedingt, dass seine berufliche Karriere beendet ist oder er vielleicht nicht mehr lange zu leben hat.

Und Ihr "Spiegel-Online-Artikel" interessiert mich nicht im Geringsten ! Schließlich habe ich meine eigenen, durchaus positiven, Gutachter-Erfahrungen gesammelt. Das ich dennoch erst den Klageweg beschreiten musste, um meine Rentenansprüche durchzusetzen, lag an der Inkompetenz meines damaligen LVA-Sachbearbeiters.

MfG

von
dirk

Sollte der Krieg hier nicht beendet werden?

Ich biete folgende Lösung an: es gibt eine theoretische, verschwindend kleine Möglichkeit, die Gutachten nicht direkt von der DRV zur Einsicht zu bekommen. Das Recht auf Akteneinsicht würde dann im Beisein einer weiteren, von der DRV bestimmten Person realisiert.

Ok so ??

von
Antonius

Welchen "Krieg" meinen Sie bitte ?

Dem behandelnden Arzt oder dem Rechtsbeistand werden die Gutachten im Allgemeinen ohne Weiteres ausgehändigt.

MfG

von
wissender

"dass seine berufliche Karriere beendet ist oder er vielleicht nicht mehr lange zu leben hat."

Wenns nach der Prognose von Ärzten von vor einem Jahr ginge, müßte ich längst tot sein.

Was den Spiegel-Artikel angeht, so wundert mich Ihre Einstellung und die anderer dazu nicht. Sie glauben an das Gute bei den Ärzten. Ich nicht! Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist besser und billiger.

von
wissender

" Das Recht auf Akteneinsicht würde dann im Beisein einer weiteren, von der DRV bestimmten Person realisiert. "

Über seine Privatgeheimnisse und deren Kenntnisnahme verfügt allein der Patient. Die DRV-Typen haben da gar kein Mitspracherecht! Und der Arzt der DRV oder der DRV-Auftragnehmer auch nicht.

Hitler-Staat und "DDR" sollten doch eigentlich passe sein, oder?

von
wissender

"Dem behandelnden Arzt oder dem Rechtsbeistand werden die Gutachten im Allgemeinen ohne Weiteres ausgehändigt."

Geheimverfahren à la Hitler oder "DDR"?

Ist es das, was Sie wollen?