gutachter

von
Neumann

Hallo. Ich hatte vor 3 Wochen eine Begutachtung. .Bin jahrelang seelisch körperlich und sexuell von meinem Ex Mann mißhandelt worden und werde seit 8 Jahren gestalkt. Seit 2 Jahren geht es mir nur richtig schlecht...Psychologin...thraumaklinik...Therapie...diagnostiziert...ptbs Typ 2 mit mittelgradiger deprision. . Hab versucht zu arbeiten bin aber nicht mehr in der Lage dazu. Habe zudem Kinder wovon 1 auch stark traumatisiert ist.
Der "Gutachter " hat mir von Anfang an Begleitung untersagt, kam 30 min zu spät . Er hat sich wenig für mich interessiert und mich allen ernstens gefragt Zitat : warum haben sie sich dann nicht gewehrt wenn Er sie vergewaltigt hat?
Seit diesem Termin habe ich ständig flashbacks und gehe allein garnicht mehr vor die Tür...schlafen geht garnicht mehr. Wie kann die rentenkasse so jemanden beauftrage? Er hat zudem etwas völlig anderes diagnostiziert....ich habe mein glauben an Fairness und Gerechtigkeit nun ganz verloren....

von
Suse

Zitiert von: Neumann

Wie kann die rentenkasse so jemanden beauftrage? Er hat zudem etwas völlig anderes diagnostiziert....ich habe mein glauben an Fairness und Gerechtigkeit nun ganz verloren....

Leider gehört es zu einer psychiatrischen Begutachtung,den Probanden zu provozieren, um aus den Reaktionen Schlüsse zu ziehen.
Machen Sie sich deshalb nicht verrückt und warten Sie das Ergebnis ab,vielleicht wird das ganz zu Ihren Gunsten ausfallen.

von
Echter

@suse hat es schon formuliert. Sie sollten so eine Begutachutng und deren Ablauf nun nicht überbewerten oder sich deshalb gar verrückt machen. Bei einer psychiatrischen Begutachtung werden und müssen - leider - immer wieder provozierende Fragen gestellt werden. Anders kann der Arzt Sie ja nicht beurteilen.

Aus ihrer Reaktion auf diese Fragen/Provokationen/Behauptungen etc. kann der Gutachter dann ihre genaue Erkrankung und vor alllem deren Schwere erkennen und entsprechednde Schlüsse für die Erwerbsfähigkeit ziehen. Andere Möglichkeiten als diese Art der Begutachtung hat ein Psychiater ja nicht als " Worte " . Manche Ärzte übertreiben dieses " Spiel " - mehr ist es letztlich nicht ! - natürlich dann auch masslos und überschreiten Grenzen. Aber er kann Sie ja nicht röntgen oder ihr Blut untersuchen um festzustellen welche psych. Erkrankung sie haben und wie schwer diese letztlich ist. Nur das mal um es vielleicht besser zu verstehen warum und wieso der Gutachter das bei Ihnen jetzt so gemacht hat.

Was die Rente anbelangt - wenn das ihr Ziel ist - , heisst diese Art und Weise der Begutachtung keinesfalls das der Gutachter jetzt die Rente nicht befürwortet. Es kann also gut sein, das er Sie als EM einschätzt und dies auch ihrer RV so mitteilt. Die Entscheidung darüber trifft aber eben nicht der Gutachter sondern der med. Dienst ihrer RV. Warten Sie es einfach ab. Mehr bleibt ihnen nicht.

Bei Ablehnung der Rente sofort das Gutachten anfordern und Widerspruch einlegen, u.a. mit der Begründung wie diese Begutachtung genau abgelaufen ist ( also Notizen machen und ein Gedacähtnisprotokoll JETZT schon sicherheitsgalber erstellen ).

Gegen den Gutachter jetzt vorzugehen wird ihnen nichts bringen - eher psychsich weitereren Schaden zufügen. Da Sie ja in psycholgischer Behandlung sind sollten Sie diesses Thema aber auf jeden Fall mit ihrem Psychologen eigehend besprechen. Das hilft auf jeden Fall. Er wird ihnen aber sicher letztlich nichts anderes sagen.
Alles Gute.

von
Echter

Vielleicht teilen Sie die Diagnose(n) des Guatchern noch hier mit. Dann könnte man die Sache noch besser beurteilen - auch bezüglich der Rente.

von
Socke

Das ist mehr als erlaubt!
Offenbar kommt das gar nicht selten vor.

Im Forum

http://www.krank-ohne-rente.de

ist auch eine Frau die sich nach 1 Jahr noch nicht vom Gutachter-Trauma erholt hat und seit dem kränker ist als vorher.
Da ist eine passende Anzeige vorbereitet und sobald die Frau halbwegs stabil ist geht es mit Anwalt zum Staatsanwalt.
Die Frau wurde von mehreren Opferorganisationen unterstützt.
Vielleicht können sie da ein paar Ratschläge bekommen.

von
Echter

Zitiert von: Socke

Das ist mehr als erlaubt!
Offenbar kommt das gar nicht selten vor.

Im Forum

http://www.krank-ohne-rente.de

ist auch eine Frau die sich nach 1 Jahr noch nicht vom Gutachter-Trauma erholt hat und seit dem kränker ist als vorher.
Da ist eine passende Anzeige vorbereitet und sobald die Frau halbwegs stabil ist geht es mit Anwalt zum Staatsanwalt.
Die Frau wurde von mehreren Opferorganisationen unterstützt.
Vielleicht können sie da ein paar Ratschläge bekommen.

Das geht dann aus wie das berühmte Hornberger Schiessen und die Frau muss sich dann noch als Zeugin vor Gericht äussern - was sicher ihrem Trauma noch mehr schadet. Was soll auch vor Gericvht eerericht werden ? Das dre Arzt/Gutachter seine Aprobation verliert oder gleich erschossen wird ?? Bei solchen Anzeigen kommt in 99% nichts - gar nichts - bei raus außer Ärger , verlorenes Geld und verlorene Nerven.

Was solche Aktionen sollen die der betreffenden Person doch mehr schadet als hilft, muss man nicht verstehen...

von
Anna

Einem "Opfer" abzuraten sich zu wehren - sorry....das schafft weitere Opfer und Sicherheit für Täter...

Bereits der Entschluss sich zu wehren bringt etwas.
"Neumann" hat durchaus Aussichten auf Erfolg
Wenn Sie in therapeutischer Behandlung ist hat sie einen ernstzunehmenden Sachverständigen für den Zustand vor und nach Begutachtung. Selbst ein Hausarzt ist hier ausreichend.
Das Untersagen eines rechtlich zustehenden Beistands ist bereits nicht ok.
"Nötigung zur Duldung" - denn hier war die Patientin ja "wehrlos" - ihre Existenz war bedroht.
Für die Begutachtung von Traumapatienten gibt es Richtlinien.
Nur wenn die Mißachtung der Richtlinen angezeigt wird - kann die DRV überhaupt breit darauf reagieren.
Der DRV entsteht durch solche "Begutachtungen" enormer Schaden.......denn die Betroffenen werden Arztkontakt nach so einem Erlebnis meiden....kein Vertrauen mehr aufbringen....und sich somit nicht weiter um "Heilung" bemühen können.
PTBS birgt durchaus die Option zur Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit - jedoch nicht wenn ein Retrauma nach dem anderen erfolgt.

Und wenn Beschwerden "nur" erreichen, dass Traumapatienten bei der DRV nur noch von spezialisierten Traumatologen begutachtet werden, dann ist bereits viel gewonnen.

mfg

Experten-Antwort

Hallo Neumann,

Sie haben die Möglichkeit, Ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger mitzuteilen, wie die Begutachtung aus Ihrer Sicht gelaufen ist. Dann kann diese Art der Begutachtung von den Ärzten der Rentenversicherung kritisch geprüft und ggf. ein Wechsel des Gutachters vorgenommen werden.
Ansonsten kann hier leider keine Stellungnahme zu der Begutachtung abgegeben werden.

von
Sonni

Hallo Neumann.

Werden Sie durch den Weißen Ring betreut wenn nicht unbedingt melden die helfen einen bei Anträgen und begleiten einen auch .Ich würde vor den Gutachten Bescheid sagen das ich ne Begleitung benötige und dieses auch bestätigen lassen.Ich finde es sehr hart einen Traumapatienten so zu behandeln das er hinterher noch mehr geschädigt ist.Selbst ohne die schlechte Behandlung ist es einen schon schwer zum Gutachter zu gehen und alles zu beantworten.Wenn sie noch mehr Probleme haben die unbedingt nachreichen auch neue Befunde.

Ich hatte Glück brauchte nur zum Gutachten von der Bg weil es durch einen bewaffneten Überfall auf der Arbeit war.Beim Zusammenhangsgutachten ,weil ich auch Orthopädische Probleme habe,war in in der Reha und mir ging es bereitz bei der Terminansage sehr schlecht das ich ne heftige Panikattakke hatte und mein Körper bei der Wassergymnastik nicht mehr reagierte.Trotz Anlehnung der Unfallrente wurde der EMR Antrag gestellt und nach langer Wartezeit 9.2011 bis 2.2013 rückwirkend genehmigt .Die wollten nur eine Untersuchung meines Arztes und dann ging es ohne Gutachten innerhalb von 14 Tagen bis ich die Entscheidung bekam.
Ich habe allerdingst auch alle Unterlagen mit ab gegeben die ich innerhalb von 2 Monaten zurück bekam deshalb fand ich es unverständlich warum die solange brauchten ,war aber über VG und ALG 1 nach $145 abgesichert.

Wollte nur mal Schreiben das es auch anders geht und ich es bedauer wie mit Traumapatienten um gegangen wird.

Wünsche viel Erfolg das die EMR genehmigt wird.

LG SONJA