Gutachter selbst vorschlagen

von
Rosanna

@KSC,

ich kann Ihnen in ALLEM nur zustimmen. :-))

>>aber wahrscheinlich bin ich nur zu blöd, oder zu obrigkeitsgläubig.<<

Bestimmt nicht, aber das Gefühl habe ich so langsam auch...

Wenn wir von der DRV aber aus unserer Erfahrung berichten (so wie Sie es schildern, ist es wirklich sehr häufig!), wird es umgekehrt meistens als Einzelfall abgetan.

Ich halte es ganz einfach nicht für sonderlich seriös, fragende User mit solchen Einzelschicksalen (die es ja bestimmt auch gibt) vollzutexten.

Ich habe auch schon sehr schlechte Erfahrungen mit Banken gemacht (schlechte Beratung, unverschämte Antworten etc.). Mir würde es aber niemals einfallen, die Mitarbeiter aller Banken über einen Kamm zu scheren.

Ich schreibe es bestimmt zum 10. Mal: Solche Antworten sind eigentlich nicht hilfreich.

Ein schönes WE und vG Rosanna.

von
Frank Morris

@KSC
Lieber KSC,
wenn sie 25 Jahre als Rentenberater tätig sind und für sie dies alles Einzelfälle sind und Ihnen solche Dinge - angeblich - nicht bekannt sind, ann ich definitiv nur den Kopfschütteln und mein Rat , sehr vorsichtig bei diesen " Rentenberatern " " zu sein , fühle ich mich umso mehr in dieser Annahme jetzt durch Sie bestätigt.

Sie scheinen wirklich " auf dem Lande " zu leben oder in einem " Wolkenkukkuksheim"......

Jedenfalls in der Realität leben und arbeiten sie sicher nicht !

Wahrscheinlich beraten Sie auch ausschließlich ihre Klientel b e i und v o r der ERST-Antragsstellung und begleiten ihre Mandanten bei Ablehnung , nicht weiter durch das gesamte Verfahren (Widerspruchs/Klageverfahren) bis zum - manchmal bitteren Ende -
des Rentenverfahrens . Kann das sein ??

Wenn ja ist natürlich klar, das sie von alledem was hier nicht nur von mir , sondern von vielen vielen anderen fast täglich beschrieben wird,
nichts wissen...oder wissen wollen.

Sorry. Aber da sollten sie sich mal wirklich informieren, in welchem " System " sie eigentlich (mit-)arbeiten und davon auch noch profitieren !!

Außerdem macht niemand " Probebesuche " bei einem Gutachter.Das ist doch völliger Quatsch und hat niemand hier auch nur
ansatzweise behauptet.
( Lesen Sie bitte noch mal genau , was ich in meinem Beitrag dazu geschrieben habe ! )

Natürlich macht sich niemand ( ICH habe das auch nicht gemacht ! )
beim ERSTANTRAG auf EM-Rente sorgen bezüglich des
eventuellen Gutachters.
Ich wusste noch nicht mal das man zu einem Gutachter geladen werden kann....

Als ich meinen EM-Antrag gestellt habe ( bzw. mein Vater den für mich ausgefüllt
hat , obwohl ich über 30 Jahre lang als Kaufmännischer Topmanager in einem weltweittätigem
Unternehmen mit Milliarden Umsatz tätig war !!! )
war mir alles egal und ich hatte nur den einen Wunsch das es mir wieder besser gehen sollte.

Viele Leute deren ERSTantrag abgelehnt werden , gehen doch gar nicht in den Widerspruch ( weil Sie gar nicht wissen wie das geht,
weil sie kein Geld haben um einen Anwalt zu zahlen und vor allem
weil sie es gesundheitlich gar nicht können und ANGST haben , so ein mehr als belastendes Widerspruchsverfahren ( mit neuen Untersuchungen ) überhaupt durchzustehen.

Ich habe in den 5 Jahren
meines Rentenverfahrens,
so unglaubliche- vorher als unmöglich erachtete Dinge erlebt, von Mitpatienten gehört, von meinem behandelnden Ärzten erfahren
bekommen, das sich mir noch heute die Haare sträuben...

Aber ich sehe schon , ich habe in diesen 5 Jahren weit mehr selbst erlebt und von anderen Patienten/Ärzten/Anwälten us.w. gehört und gelernt , als Sie in ihren 25 Arbeitsjahren..

Ich kann Ihnen auch ganz klar sagen, das wenn ich v o r
Antragstellung gewusst hätte, was alles noch auf mich zukommen würde ( Gotts sei Dank habe ich dies nicht mal sansatzweise geahnt), würde ich diese Zeilen heute nicht mehr schreiben.

DAS hätte ich niemals durchgestanden und verkraftet.

Wünsche Ihnen trotzdem ein schönes Wochenende.

von
zwilling

Hallo,
vorab, mein Rentenantragsverfahren läuft dzt. noch. Ich mußte auch zu einem Gutachter (niedergelassener Arzt). Nach all den Horrorgeschichten, die ich hier gelesen hatte, brach zunächst Panik bei mir aus. Nach einigen Tagen habe ich mir dann gesagt, Du gehst dort hin, völlig unvoreingenommen, gibst Dich wie Du bist, und schilderst einfach in aller Ruhe Deine Probleme, unterlegt durch entspr. Aufzeichnungen usw. Von dem Termin (ich hatte sowas noch nie gemacht) war ich angenehm überrascht. Das Ganze verlief in einer angehnehmen, sachlichen Atmosphäre. Vom Gefühl her glaube ich einfach, daß Viele mit einer falschen Einstellung von vornherein an die Sache herangehen, da sie eben viel Negatives im Vorfeld gehört haben. Mit dieser Einstellung vorbelastet, kann m.E. kein gutes Ergebnis herauskommen. Es heißt nicht umsonst: wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück. Vollgeladen mit Aggressionen kommt man glaube ich nicht zum Ziel. Übrigens, wie mein Rentenantrag verbeschieden wird, werde ich sehen, jedenfalls wir der Gutachtertermin aus meiner Sicht korrekt.
Grüße

von
Realist

Vielen Dank für Ihren sachlichen Beitrag, "zwilling"!

Sie bestätigen damit, dass manche User, die Andere offensichtlich für zu dämlich halten einen zweizeiligen Brief aufzusetzen, um ein persönliches Anliegen vorzutragen, u.a. mit endlosen Gesetzeszitaten nur unnötig verunsichern als zu helfen!

Ich hatte bisher auch NUR positive Erfahrungen mit sozialmedizinischen Gutachtern gemacht und kann über manche "Horrorbeiträge" in diesem Forum nur verständnislos den Kopf schütteln!

Sie verweisen zutreffenderweise auf das Sprichwort: "Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es zurück!"

Mit einem freundlichen Telefonat erreicht man beispielsweise meistens genauso viel, wie mit einem unpersönlich formuliertem Brief. Man muss nicht immer gleich "mit Kanonen auf Spatzen schießen"!

Ich wünsch Ihnen ein schönes Wochenende!